Evaluation

Im Rahmen seiner Abschlussarbeit zum Magister Artium am Institut für Sportwissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe Universität, hat Marius Pluhar die Eintracht Frankfurt Pausenliga, die zur Zeit der Datenerhebung noch AOK-Pausen-Liga hieß, in einer zweijährigen Längsschnittstudie untersucht. Die wichtigsten Erkenntnisse wollen wir Euch nicht vorenthalten.

Pluhar: "Es gibt nur Gewinner"

Ausgangslage: Schon bei der Literaturrecherche kristallisierte sich für den Autor heraus, dass heutzutage zunehmend Einschränkungen in der kindlichen Bewegungswelt auftreten. Als eine Ursache lässt sich exemplarisch die steigende Medialisierung nennen. Seit den 80-er Jahren gibt es sportpädagogische Überlegungen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Bewegungszeit der Schüler bereits im Schullalltag zu erhöhen. Die bewegte Pausengestaltung ist dabei ein fester Bestandteil in den theoretischen Konzepten. Besonders zum Thema „Bewegte Pause“ gibt es wenige Konzepte, die im Zusammenhang mit der Schulrealität wissenschaftlich untersucht wurden.
Ziel: Das Hauptanliegen der empirischen Studie war deshalb, das Schulprojekt AOK-Pausen-Liga als eine praktische Umsetzungsmöglichkeit für eine bewegte Pausengestaltung an verschiedenen Kooperationsschulen zu evaluieren. Der zentrale Kern widmet sich der Frage nach der Resonanz der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die AOK-Pausen-Liga. Dabei stellte sich auch die Frage, ob und inwieweit sie von anderen Faktoren wie z. B. der Schulzugehörigkeit abhängt. Die Bewertung und Beurteilung der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf das Schulprojekt soll festgestellt werden. Aufgrund der persönlichen Erfahrungen wurde eine positive Resonanz erwartet.
Umsetzung: An der Längsschnittstudie nahmen 183 Grundschülerinnen und -schüler der dritten und vierten Klassen von fünf Kooperationsschulen aus Frankfurt am Main teil. Sie wurden jeweils zu Beginn bzw. Ende eines Schuljahres mit Hilfe eines Fragebogens zur AOK-Pausen-Liga befragt.
Resultate: Die Ergebnisse bestätigen die oben postulierte Annahme. Es zeigte sich ein hoher Beliebtheitsgrad der AOK-Pausen-Liga. Die Bewertung und Beurteilung der Grundschülerinnen und -schüler bewegten sich insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Projektumsetzung in bedeutendem Maße von der jeweiligen Schule abhängt. Die Ergebnisse der Studie deuten außerdem darauf hin, dass die AOK-Pausen-Liga speziell im sozialen Bereich ein enormes Potenzial besitzt. Kein unbedeutendes Thema in Frankfurt, in dem Integration und kulturellen Vielfalt eine große Rolle spielen.
Sich zu bewegen, macht Spaß.“ Dieses Zitat eines Grundschülers aus Frankfurt am Main war der Ausgangspunkt für Marius Pluhar und seine Forschungsarbeit. Als Schlussbetrachtung der Evaluation stellt er fest, dass ein Großteil der Grundschülerinnen und -schüler sowohl Spaß an der Bewegung als auch körperliche Ertüchtigung durch die AOK-Pausen-Liga erfahren hat. "Das Hauptziel des Schulprojekts, 'Spielspaß mit gesunder Bewegungsförderung zu verbinden', scheint, nach Meinung der Kinder, voll erfüllt zu sein", so Marius Pluhar.

Fazit: Die AOK-Pausen-Liga ist ein beispielhaftes Modell dafür, die Schule bewegter zu gestalten. Es bleibt zu hoffen, dass das Schulprojekt Anstoß und Ermunterung zugleich ist, ähnliche Initiativen in Bewegung zu setzen. Die immense Anzahl unserer Kooperationspartner zeigt, welch großen Anklang ein solches Grundschulprojekt findet.


 

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