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Katrin Kreuschner: Mit Eintracht-Dauerkarte in der Schweiz

Freitag, 12. Juli 2019, 16:36

Wenn unsere Profis beim Uhrencup auf den FC Luzern treffen, werden erneut einige Schweizer Eintracht-Fans vor Ort sein. Eine von ihnen ist Katrin, die seit nunmehr drei Jahren in der Schweiz lebt, ihre Dauerkarte für die SGE hat aber dennoch behalten.

Als Katrin 1999 nach Frankfurt kam, konnte sie nicht viel mit Fußball, geschweige denn der Eintracht anfangen. Bis sie auf den Geschmack kam, mussten ganze sieben Jahre vergehen und eine Weltmeisterschaft im eigenen Land stattfinden. Im Anschluss an das Sommermärchen hatte Katrin Gefallen an der Eintracht und dem runden Leder gefunden, sodass sie schnell zur glühenden Anhängerin wurde. Nachdem Katrin anfangs vor allem in Kneipen die Eintracht verfolgte, kam sie nach einigen Jahren über einen Bekannten an eine Dauerkarte. Es war um sie geschehen!

Die Liebe zur Eintracht wuchs und wuchs… „Die Stimmung bei der Eintracht ist einfach einzigartig“, schwärmt Katrin, wenn sie über die Atmosphäre im Frankfurter Stadion spricht. Einen Zweitverein in ihrer Wahlheimat, der Schweiz, haben? Nein, das braucht sie nicht. Da wird die Eintracht lieber in der Kneipe oder dem heimischen Sofa geschaut, wenn sie nicht sogar die fünfstündige Fahrt von Baar in der Schweiz auf sich nimmt, um die Heimspiele der SGE live im Stadion zu verfolgen.

430 Kilometer sind das knapp – ihre Dauerkarte abgeben? Das kam für sie nicht in Frage. Daran hängt sie nämlich ganz besonders. „Für mich sind es jedes Mal 90 Minuten pure Aufregung“ – da lohnt sich auch die lange Autofahrt aus dem Nachbarland. Außerdem sind viele Erinnerungen an das Fußball-Wohnzimmer verbunden. Beispielsweise der fünfte Spieltag in der Saison 2012/13. Zur Halbzeit lag die SGE 0:2 gegen den amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund zurück. Das Spiel schien verloren, doch dann glichen die Adler in der zweiten Halbzeit durch Tore von Aigner und Inui aus. Riesenjubel! Nur drei Minuten später dann der Schock, der BVB ging wieder in Führung. Den Schlusspunkt dieses wilden Hin und Hers setzte Eintracht-Verteidiger Anderson. Am Ende stand es 3:3. Ein verrücktes Spiel mit vielen Toren und Wendungen, welches Katrin nie vergessen wird. Ein anderer emotionaler Stadionmoment war für Katrin die 120-Jahr-Feier der Eintracht. „Der Abend hat total Spaß gemacht, mit dem Orchester und den anderen Musikern diese Zeitreise zu erleben, man hat sich als Teil der Eintracht-Geschichte gefühlt und all die großartigen Momente nochmal erleben können.“

Der Moment bei dem bei Katrin allerdings alle Dämme gebrochen sind, war der Pokalsieg 2018. Dabei war Katrin nicht einmal in Berlin. Schlimmer noch: sie konnte das wichtigste Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte gar nicht sehen. Das Spiel fand statt während Katrin mit Freunden auf einem Festival war, nicht einmal der Handyempfang spielte ihr in die Karten, sodass sie keine Ahnung hatte wie das Pokalendspiel ausgegangen war. Erst als sie jemandem vom Sicherheitspersonal mit Smartphone traf, der ein kleines bisschen Empfang hatte, konnte er ihr Gewissheit bringen: Pokalsieg! Der Jubel war groß, auch wenn es nur wenige gab, die in diesem Moment mit ihr jubelten – Katrin kann ihre Gefühlslage bis heute kaum in Worte fassen. „Dank des Films ‚Die Rückkehr des Pokals‘ konnte ich das Spiel auch nochmal sehen. Ich bekomme jedes Mal Gänsehaut wenn Gacinovic auf das leere Tor zuläuft!“

In der Schweiz verfolgt Katrin die SGE-Spiele vor allem zu Hause mit ihrem Mann und den beiden fünfjährigen Zwillingen. „Die beiden fangen gerade an sich für Fußball zu interessieren. Manchmal reicht ihre Geduld zwar noch nicht für volle 90 Minuten, aber sie gucken mittlerweile gerne mit. In der nächsten Saison nehme ich sie Mal mit ins Stadion, da freuen sich die beiden riesig drauf“, erzählt die Wahl-Schweizerin. Wenn Katrin der Weg bis nach Frankfurt zu lang ist, sie aber nicht auf der Couch ihren Adlerträgern die Daumen drücken möchte, fährt sie circa eine Stunde bis nach Zürich und trifft sich dort mit anderen Mitgliedern des Schweizer Eintracht-Fanclubs „Swiss Eagles“. Gemeinsam mit den anderen Fanclub-Mitgliedern unterstützt Katrin die SGE beim Uhrencup und freut sich darüber, ausnahmsweise nicht über 400 Kilometer fahren zu müssen um die Eintracht im Stadion spielen zu sehen.

Von: Max Stümpel


 

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