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„Eintracht ist eine Herzensangelegenheit“

Montag, 11. März 2019, 12:57

Heute Abend gastieren unsere Profis in Düsseldorf, der Heimat von 84 Eintracht-Mitgliedern. Eine von ihnen ist Marion Klingler, die seit 19 Jahren am Rhein lebt und immer noch mit ihrem Herzensverein verbunden ist.

Eintracht Frankfurt Mitglied Düsseldorf

So mancher Eintracht-Fan ist nicht als dieser geboren. Im Gegenteil. So mancher Eintracht-Fan wurde in der Kindheit noch familiär geprägt – so auch Marion Klingler. Ihr großer Bruder war immer ein Vorbild und Fan des HSV. So sympathisierte sie in ihrer frühen Kindheit auch erst einmal mit der Raute statt dem Adler. Doch das sollte sich – zum Glück – bald ändern. Ihr erster fester Freund brachte dann die Wende als er sie mit ins Waldstadion nahm.

„Wir standen direkt in der Kurve und ich war total begeistert von der Atmosphäre“, erinnert sich die gebürtige Odenwälderin. Seitdem ging es für sie immer ins Stadion bis sie im Jahr 2000 wegen ihres Studiums in Mönchengladbach schließlich nach Düsseldorf zog. Zwischen 1993 und 2000 war sie häufig im Waldstadion und erlebte den ersten Abstieg mit. „Damals war ich geschockt. Ich hätte nicht vermutet, dass die Eintracht je absteigen könnte“, blickt 42-Jährige zurück. Umso größer war ihre Freude in den folgenden zwei Jahren: der Wiederaufstieg 1998 und der Klassenerhalt 1999 zählen eindeutig zu ihren Highlights. Zu dieser Zeit trugen Fußballer wie Uwe Bindewald, Alexander Schur und Maurizio Gaudino den Adler auf der Brust. „Das sind Namen, die im Gedächtnis bleiben.“

2007 entschied sie sich dann für eine Mitgliedschaft bei der Fan- und Förderabteilung. „Trotz der Ferne bin ich mit meinem Heimatsverein verbunden“, erklärt die Mutter eines 3-Jährigen Sohnes. Viele Spiele der Eintracht kann sie aufgrund der geringen Entfernungen in Nordrhein-Westfalen trotzdem im Stadion sehen – mal unterstützt sie ihre Adler in Köln, in Dortmund, auf Schalke, in Gladbach oder in Leverkusen. Dieses Jahr wird ihr Heimspiel in Düsseldorf aufgrund der Ansetzung allerdings ohne sie stattfinden. „Ansonsten versuche ich immer ins Stadion zu gehen, wenn die Eintracht in Düsseldorf zu Gast ist.“

Düsseldorf, das sei für SGE-Fans kein schlechtes Pflaster zum Leben, scherzt Marion. In ihrem Freundeskreis ist sie als Eintrachtlerin vollkommen akzeptiert. Bei einem Freund wird sich regelmäßig getroffen, um die Spiele zu schauen. „Vorausgesetzt die Fortuna spielt nicht gleichzeitig“, muss die gebürtige Odenwälderin zugeben. Mittlerweile freut sie sich, wenn Düsseldorf ein Spiel gewinnt – wenn es nicht gegen ihre Adlerträger ist. „Wenn die Eintracht spielt, bin ich mit vollem Herzen dabei. Sie ist für mich eine Herzensangelegenheit“, erzählt die 42-Jährige. Das gilt auch für viele andere Menschen auf der ganzen Welt. „Ich finde es faszinierend,  wie viele Leute im Trikot zu treffen sind. In jedem Urlaub habe ich mindestens einen Fan im Eintracht-Trikot gesehen.“

Heute wird Düsseldorf in schwarz und weiß gehüllt – am Donnerstag dann Mailand. Mit Blick auf die Europa League hofft Marion natürlich, dass die Eintracht im internationalen Geschäft weiterkommt – „auch wenn es schwierig wird“. Und heute Abend, klar… Da soll ein „Heimsieg“ her, ein Sieg ihrer Diva vom Main gegen Fortuna Düsseldorf. Die Daumen sind in ihrer Wahl-Heimat jedenfalls gedrückt, egal, wie weit entfernt die Eintracht spielt.

 

Von: Aurelia Müller


 

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