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Einer von uns: Wahl-Bremer Jochen Jacoby

Freitag, 25. Januar 2019, 10:28

Am Wochenende geht’s für unsere Profis an die Weser. Unser Mitglied Jochen Jacoby lebt seit 2006 in Bremen und hat seitdem natürlich kein „Heimspiel“ verpasst. Auch am Wochenende wird er natürlich wieder dabei sein.

Eintracht Frankfurt Mitglied Bremen Jochen Jacoby

Vom Saarland nach Marburg, von Marburg nach Bremen und mit dem Herzen irgendwie immer in Frankfurt. Als Exil-Adler ist Jochen Jacoby schon viel rumgekommen. Seine Liebe zur Eintracht ist aber dennoch nie erloschen. Obwohl bereits in der Jugend die Distanz zwischen Frankfurt und dem Saarland recht groß war, ist er seit der Saison 1993/94 Eintracht-Fan – und das, obwohl auch die Familie nicht sonderlich sportbegeistert ist. „Frankfurt ist meine Lieblingsstadt, dadurch wurde auch das Interesse an der Eintracht geweckt“, berichtet der 36-Jährige. Sein erstes Spiel war das Freundschaftsspiel in Riegelsberg, einer Gemeinde im Saarland, bei dem Jochen live vor Ort war. Der Eintracht-Virus hatte ihn schnell infiziert.

Der 22. Februar 1997 war dann ein weiterer Meilenstein in seiner ganz persönlichen Eintracht-Geschichte. An dieses Datum kann er sich noch ganz genau erinnern. 2. Liga, Heimspiel gegen den VfB Lübeck. Regelmäßige Stadionbesuche folgten, die für ihn immer auch irgendwie wie Auswärtsspiele waren. 2005 folgte dann die Mitgliedschaft in der Fanabteilung. „Wenn ich in Frankfurt leben würde, wäre ich sicherlich ein aktives Mitglied der Basketballabteilung. Das ist aufgrund der Entfernung leider nicht möglich, dennoch möchte ich ein Teil meines Lieblingsvereins sein“, erzählt der Wahl-Bremer. Auch wenn er mehr oder weniger durch Zufall Eintracht-Fan geworden ist, fühlt er sich immer wieder bestätigt, dass es das Richtige ist.

„Ein Highlight ist natürlich der Pokalsieg 2018“, schwärmt Jochen Jacoby. Bereits 2017 war er im Olympiastadion dabei, doch 2018 konnte er selbst kein Ticket ergattern. Die Fahrkarte war bereits gebucht, doch bisher gab es keine Chance auf einen Platz im Stadion. Am Freitag, kurz vor Feierabend, dann die erlösende Nachricht: Ein Freund hatte noch eine Karte übrig. „Das Problem war nur, dass die Karte in Frankfurt abgeholt werden musste“, erinnert sich der 37-Jährige zurück. Natürlich war die Freude riesig, doch die Abholung stellte für ihn natürlich eine größere Hürde dar. Nach einigen Hin und Her konnte doch der Freund die Karte mitbringen. Das zweite Finale live im Stadion – ein Traum. Das Ergebnis? Der absolute Wahnsinn. Den Pokalsieg mit der Eintracht im Stadion feiern, ein unbeschreibliches Gefühl.

Doch auch im „Liga-Alltag“ ist Jochen Jacoby oft dabei, am liebsten auswärts. Seit zehn Jahren hat er fast alle Auswärtsspiele live gesehen. Mit 15 Jahren fuhr er alleine nach Meppen, 2000/01 dann zu seinem ersten Spiel gegen den FC Bayern München. „Damals konnte man die Karten noch direkt vor Ort kaufen“, blickt Jacoby zurück. Zu sehen bekam er damals den ersten Sieg gegen die Bayern nach 20 Jahren. Heimspiele der Adlerträger schaut er sich meist in der Sportschau an, die er sich fast schon traditionell aufnimmt und versucht vorher, möglichst kein Ergebnis zu erfahren, damit die Spannung erhalten bleibt. „Das ist heutzutage gar nicht so leicht, weil fast überall über die Spieltage berichtet wird“, so Jacoby. Bald wird er auch häufiger die Auswärtsspiele im Fernsehen statt live vor Ort verfolgen müssen. Der freudige Grund: ein Junior Adler ist unterwegs! „Die Mitgliedschaft für den Nachwuchs auch schon so gut wie abgeschlossen“, lacht der werdende Vater.

Am kommenden Wochenende hat er aber natürlich noch einmal die Chance, seine Eintracht quasi vor der Haustür zu sehen. Die Serie, seit 2006 alle Spiele in Bremen gesehen zu haben, soll natürlich auch nicht reißen. Nach der Niederlage im Hinspiel „muss ein Sieg gegen Bremen her“. Für den Rest der Saison wünscht er sich, dass seine Eintracht in der Europa League weitkommt und sich in der Bundesliga zwischen Platz Drei und Fünf platziert. „Aufgrund der guten Hinrunde bin ich eher optimistisch.“ Ob Jochens Wunsch in Erfüllung geht, werden wir sehen. Aber eines ist klar: Mit fast 3500 Fans, die unsere Eintracht begleiten, wird ihm sicherlich auch dieses (Heim-)Spiel in Erinnerung bleiben.

Von: Aurelia Müller


 

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