Aktuelles aus dem Verein

Eine Frage der Zeit

Montag, 05. November 2018, 15:45

Heute vor zehn Jahren hatte der Abriss des alten Riederwalds begonnen, um knapp zwei Jahre später ein modernes Vereins- und Sportleistungszentrum entstehen zu lassen. Armin Kraaz erlebt(e) beide Erscheinungsformen hautnah: Erst als Spieler, später als Trainer und seit 2010 als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ).

Eintracht Frankfurt Riederwald Abriss 2008 Armin Kraaz

Armin, welche Erinnerungen verbindest Du mit dem alten Riederwald?
In erster Linie war er wie heute meine sportliche Heimat. Als Spieler zwischen 1980 und 1988 gehörte die damalige Infrastruktur zum absoluten Standard. Nicht umsonst haben hier jahrelang auch die Profis trainiert. Nach meiner Rückkehr als Trainer 1996 waren die Umstände aber nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Deshalb war ein Neubau längst überfällig geworden. Nichtsdestotrotz betrachte ich den alten Riederwald als liebgewonnenes Stück Geschichte, das ich nicht missen möchte.

Wie hast Du die Veränderungen wahrgenommen?
Welche Bedeutung der Standort Riederwald für die Menschen hat, wurde nicht zuletzt bei der emotionalen Abrissparty nochmal deutlich. Auch ich habe diesen Einschnitt einerseits mit einem weinenden Auge, aber zugleich auch mit großer Vorfreude verfolgt. Schließlich war mir bewusst, dass wir bald über eine neue, tolle Infrastruktur verfügen würden. Mit der Eröffnung des Sportleistungszentrums Ende 2010 hat eine neue Zeitrechnung begonnen.

Welchen Stellenwert hat das modernisierte NLZ für die Talentförderung?
Auch wenn wir uns mit unseren Möglichkeiten im Vergleich zu anderen Bundesligisten im unteren Bereich bewegen, konnten wir mit dem NLZ in seiner heutigen Form eine wichtige Lücke schließen. Wir verfügen neben den Trainingsplätzen über ein tolles Funktionsgebäude inklusive Kraft- und Schulungsraum, um nur einige Beispiele zu nennen. Trotzdem müssen und wollen wir uns infrastrukturell weiterentwickeln. Das gilt zum einen für die Trainingsflächen, wir benötigen mehr Trainingsplätze. Zum anderen haben wir den Anspruch, mehr Internatsplätze anzubieten. Mit bis zu 14 Wohnmöglichkeiten liegen wir derzeit unter dem Durchschnitt. Perspektivisch brauchen wir mehr Platz.

Von: Daniel Grawe


 

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