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Das emotionalste Hobby

Donnerstag, 26. September 2019, 17:10

Am Freitagabend gastieren unsere Profis in der Alten Försterei bei Union Berlin. In der Hauptstadt leben fast 500 Mitglieder im „Eintracht-Exil“. Einer von ihnen ist Adrian Hagenguth, der seit 2009 in Berlin wohnt.

Sein Großvater war großer Eintracht-Fan und nahm Adrian Hagenguth 1986 das erste Mal mit ins Stadion. So nahm schließlich die Eintracht auch sein Herz ein. Die ersten Jahre besuchten sie gemeinsam noch zusammen die Spiele, bis er irgendwann auch mal mit seiner Freundin ins Stadion ging. Zu seinem 17. Geburtstag schenkte sein Großvater dem gebürtigen Frankfurter die Mitgliedschaft. „Das war nach dem ersten Abstieg und damals dachten wir uns: „Jetzt erst recht!“ Vor allem die 1:4-Niederlage gegen den Hamburger SV bleibt dem 39-Jährigen schmerzhaft in Erinnerung.

Von der Euphorie anstecken lassen

Seitdem ist die Diva vom Main für ihn das emotionalste Hobby. „Die Eintracht ist für mich Teil meines Lebens“, erzählt der gelernte Schauspieler mit einem Lachen. Er lasse sich gerne von der Euphorie anstecken. So auch am 25. Mai 2003 als die Eintracht gegen den SSV Reutlingen spielte. An diesem Tag war er mit einem Freund im Stadion. „Ich wollte damals schon in der 75. Minute gehen“, erinnert er sich. Zu diesem Zeitpunkt stand es noch 3:3. „Mein Kumpel hatte mich überredet, noch im Stadion zu bleiben.“ Zum Glück – denn die Tore fielen wie am Fließband und damit sicherten sich die Adlerträger den Aufstieg in die Bundesliga.

Einen Grund zur Euphorie und Freude gab es natürlich auch am 19. Mai 2018 beim DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München. An diesem Tag besuchten ihn einige Freunde in der Hauptstadt, um am Abend ins Berliner Olympiastadion zu gehen und den Pokalsieg zu feiern. „Die Stimmung im Stadion war einfach unglaublich“, so der Psychologie-Student. „Genau richtig für meinen ersten, bewussten Titel als Eintracht-Fan.“ Denn mit fast acht Jahren bekam er den DFB-Pokalsieg 1988 mit, aber natürlich nicht so präsent wie den letzten Pokalerfolg.

Zur Glühlampe und das Estadio Santiago Bernabeu

Nicht nur der sensationelle Pokalsieg macht Berlin für Eintracht-Fans attraktiv. An allen Ecken träfe man Leute aus dem Rhein-Main-Gebiet und begegne anderen SGE-Anhängern in Kneipen. „In Berlin gibt es einige Eintracht-Kneipen, wie ‚Zur Glühlampe‘“, erzählt Adrian. Ab und an zieht es den 39-Jährigen mit seinen Freunden in das Lokal. „Wenn die Zeit da ist, bin ich natürlich im Stadion und feuere die Eintracht an. Ansonsten verfolge ich jedes Spiel mit meinen Freunden.“

Für die laufende Saison wünscht sich der Wahl-Berliner, dass sich unsere Adlerträger wieder für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Am liebsten natürlich für die Champions League. „Stadien wie das Santiago Bernabeu oder das Old Trafford sind natürlich Arenen, in denen man als Fußball-Fan gerne mal sein möchte“, so der gelernte Schauspieler. Damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, soll am Freitag gegen Union Berlin ein Sieg her, bevor die Reise unter der Woche in der Europa League weitergeht.  

Von: Aurelia Müller


 

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