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Herren gewinnen die 2. Liga

Mittwoch, 19. September 2012, 11:59

Die 32. Deutschen Meisterschaften im Ultimate Frisbee wurden vom 7.-9. September 2012 in Frankfurt Nied ausgetragen. Unter den 30 Open- und 14 Frauenteams waren auch Sturm&Drang und Frau Rauscher – die Teams der Frankfurter Eintracht. Die Männer spielten in 3 Ligen à 10 Teams, die Damen in 2 Ligen à 7 Teams - beide Frankfurter Teams in der jeweiligen 2. Liga.

Während es für Frau Rauscher nach 2 Jahren Erstligazugehörigkeit um einen Neuaufbau nach Abgang einiger Leistungsträgerinnen ging, wollten die Männer mit einem großen und starken Kader um eine bessere Platzierung als in den vergangenen 3 Jahren der Zweitligazugehörigkeit kämpfen (ein 7. Und zwei 6. Plätze waren die Vorjahresplatzierungen).

Bei den Damen gelangen zwei  klare Siege, dreimal waren die Gegnerinnen besser und im letzten Spiel gegen die Dresdnerinnen waren beide Teams gleichauf, aber dennoch behielten die Sachsen letztlich knapp mit 13-11 die Oberhand. Die Frankfurter Damen belegen damit den 5. Platz. 

Bei den Herren gab es zunächst eine Gruppenphase mit den Aufsteigern aus Düsseldorf  und Bad Rappenau, dem jungen Team und letztjährigen Halbfinalisten aus Bönnigheim (nahe Heilbronn) und dem Erstligaabsteiger und Gruppenfavoriten aus Köln. In den erwartet schweren Spielen gegen Düsseldorf und Bad Rappenau konnte erst gegen Ende der Partien ein Vorsprung herausgespielt werden der zu jeweils relativ knappen Siegen (15-12 und 15-11) reichte. Der erste Höhepunkt aus Frankfurter Sicht war dann am Freitag Abend: Das Spiel gegen die ebenfalls in zwei Spielen unbesiegten Kölner. Zwar konnten die Frankfurter lange gut mithalten – kurz vor Schluss führten die Rheinländer jedoch mit 14-12 und hätten nur noch einen einzigen Punkt gebraucht, um den Sieg sicher zu haben. Doch obwohl sie mit der Scheibe bereits vor der Frankfurter Endzone standen, gelang den Frankfurtern mit beherzter Verteidigung und einem Quentchen Glück das eigentlich Unmögliche: Aus dem 12-14 konnte ein 16-15 Sieg gemacht werden. Durch diesen Erfolg war das abschließende Gruppenspiel am Samstag Morgen gegen die dreifach sieglos gebliebenen Bönnigheimer bereits irrelevant . Ein schmuckloser 15-12 Sieg war nur das Warmspielen, denn der Gruppensieg und damit der Halbfinaleinzug war geschafft.

Die andere Gruppe war wohl noch ausgeglichener, denn drei Teams hatten sich gegenseitig geschlagen, so dass die Punktedifferenz letztlich den Ausschlag gab: Die Erstligaabsteiger aus Berlin zogen dabei den kürzeren und wurden nur Dritter, Gruppensieger wurden die Dresdner, die in der Relegation mit dem denkbar knappsten Ergebnis am Aufstieg in die erste Liga gescheitert waren und der Halbfinalgegner der Frankfurter wurden das Team aus Bremen, das die Qualifikation der Nordhälfte Deutschlands für sich hatte entscheiden können und so in die 2. Liga aufgestiegen war.

Am Samstag Nachmittag kam es dann also zum Halbfinale und die Frankfurter begannen furios. Angetrieben vom Frauenteam und einigen Zuschauern gingen sie mit 4-0 in Führung und holten sich mit 8-2 die Halbzeit. Sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff waren die Hessen kompromisslos und ließen die Norddeutschen überhaupt nicht ins Spiel kommen. Die 2. Halbzeit war dann ausgeglichen, so dass am Ende ein Eindrucksvoller 15-9 Erfolg zu verbuchen war: FINALE!

Im anderen Halbfinale schaffte Dresden gegen Köln eine Aufholjagd und siegte nach 7-11 Rückstand noch mit 15-12! So kam es also am Sonntag früh unmittelbar nach dem Duell der Damen wieder zu einem Vergleich Frankfurt – Dresden. In einem hochklassigen Spiel war keine Mannschaft in der Lage sich deutlich abzusetzen und so kam es, dass die 90 Minuten Spielzeit abgelaufen waren, ohne dass eine Mannschaft die 15 Punkte erreichen konnte – das Spiel ging auf 14 Punkte. Die Frankfurter führten mit 13-12 und hatten auch die Scheibe, suchten aber zu verbissen den schnellen Punkt mit einem langen Wurf in die Endzone, der aber nicht ankam. Die Dresdner glichen im Gegenzug aus und so musste alles im definitiv letzten Punkt entschieden werden. Diesen und damit die Meisterschaft der zweiten Liga sicherten sich die Jungs von Eintracht Frankfurt und machten damit den größten Erfolg der Open-Mannschaft perfekt.

Von: Max Kronenwerth