Georg Pfeiffer

Georg Pfeiffer zum Gedenken
Erschienen im „Hessenturner“ Nr. 18 am 15. September 1967


Seinen Freunden ging in diesen Tagen die Nachricht zu, dass Georg Pfeiffer am 29. August nach schwerer Krankheit , kurz vor Vollendung seines 70. Lebensjahres, in Bad Blankenburg  (Thüringer Wald) verstorben ist.
Georg Pfeiffer, der aus der Griesheimer Turngemeinde hervorging, war einer der elegantesten und wagemutigsten Turner in den Jahren 1920 bis 1935. Im Jahre 1926 war er Mitglied einer von der Deutschen Turnerschaft nach Amerika entsandten Kunstturner-Riege.
Nachhaltiger als seine Erfolge als Kunstturner und Wettkämpfer aber waren seine Verdienste als Turnlehrer und Organisator. In seiner mehrjährigen Geschäftsführer- und Turnlehrertätigkeit in der Frankfurter Turngemeinde Eintracht war er allen Abteilungen nicht nur ein hervorragender, unvergessener Leiter. Ihm war es auch gelungen, eine Riege herausragender Turner heranzubilden die später, mit Ernst Winter an der Spitze, zu den besten deutschen Vereinsriegen der damaligen Deutschen Turnerschaft zählte.
Mit Bekennermut und Tatkraft trat er in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg der These „Das Kunstturnen ist tot!“ entgegen und setzte sich mit seiner ganzen Person für eine Werbung für das Geräteturnen ein. Jede Gelegenheit nahm er wahr, mit seinen jungen Turnern in Stadt und Land den Gedanken der Turnerei in die Vereine zu tragen und er hatte als Rufer und Lehrer wesentlichen Anteil daran, dass zur damaligen Zeit das Turnen im Gau Frankfurt und darüber hinaus im gesamten Mittelrheinkreis wieder einen bedeutenden Aufschwung nahm.
Er war dann auch der große Initiator der damaligen Vereins- und Länderwettkämpfe im Kunstturnen in Frankfurt. Das sie zu großen turnerischen Erfolgen, nicht nur für seinen Verein wurden, ist das unbestrittene Verdienst von Georg Pfeiffer.
Kurz vor dem letzten Krieg nahm er eine Direktorenstelle an der Sportschule in Bad Blankenburg in Thüringen an. Unmittelbar nach dem Krieg konnte er, auch mit Rücksicht auf seine Familie, nicht in die Bundesrepublik zurückkehren. Er war dann noch einige Jahre als Turnlehrer an der Universität Jena tätig.
Im Alter von etwa 63 Jahren musste er sich einer schweren Operation unterziehen die ihn zwang, seinen von ihm mit wirklicher innerer Begeisterung ausgeübten Beruf aufzugeben.
Seine ihm nahestehenden Freunde wissen, wie groß sein Sehnen nach der Heimat am Main war.


 

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