Aktuelles vom Triathlon

Kraichgau 2017 – Was für ein Einstieg!

Montag, 19. Juni 2017, 14:21

2. AK Platz

Auf Anhieb den letzten Platz in der neuen AK erreicht!

 

Bin ja ein alter Kraichgau-Hase, kann also gut vergleichen.

Mein Schwimmergebnis war o.k.! Gut, wenn eine Disziplin schon immer schwach war, dann gibt es wenig Altersverluste.

Der erste Wechsel war für meine Verhältnisse brillant!

Also halbwegs gut gelaunt aufs Rad, so um die 3 Std. sollte es schon werden.

Es hat etwas gedauert, bis ich kapiert habe, dass die Schaltung nicht funktioniert. Erstmal weiterfahren und nachdenken, was zu tun ist.

Aufgeben war keine Option. Der Besenwagen wird mich nicht einholen!

Nach einigen KM habe ich angehalten, das Rad umgedreht und nachgeschaut. Fazit: Schmutzige Finger und überfordert!

Später habe ich dann nochmal 5 nutzlose Minuten beim Bikeservice verbracht.

Blieb nur, weiterzufahren!

Musste an Reinhard „beinhart“ denken, der seinen Fans mal mitteilte, dass Fluchen hilft.

Reinhard: Ich habe ALLES gegeben, die Schaltung hat das nicht beeindruckt!

Unterwegs bekam ich schon ein paar merkwürdige Blicke zugeworfen. 2-3x auch Hinweise auf das große Kettenblatt.

Aber, es gab auch Beifall! Klar, sieht natürlich gut aus, wenn man im hinteren Feld aus dem Sattel geht und mit 300/400 Watt den Berg hochdrückt.

Blöd ist allerdings, dass es ab 25 StdKm nichts mehr zu treten gab.

Mehr als eine 120/125 er TF schaffe ich nicht (Singlespeed-Übersetzung 36/20)

Sobald es flacher wurde, haben mich die allerlahmsten Enten überholt.

Ich war völlig wehrlos. Höchststrafe!

Die 90 km waren diesmal sehr, sehr lange!

Durch einen neuen Wechselzonenablauf musste ich sehr lange laufen, bis ich mein Schrott-Sportgerät endlich loswurde.

Auf der Laufstrecke war es heiß. Habe zwar an jeder Verpflegungsstelle angehalten, getrunken und Schwämme benutzt, aber locker war der Lauf nicht.

Zu Beginn hatte ich noch die Hoffnung, unter 2 Std. zu bleiben.

Es wurden 2:04. 2012 bin ich hier noch 1:43 gelaufen. Was für ein Absturz!

Früher habe ich mir versprochen, wenn Du einmal über 2 Std. brauchst, hörst Du mit Triathlon auf. Jetzt ist es passiert. Ich werde mein Versprechen nicht einhalten können.

Gegen Ende dachte ich an den Film „Sein letztes Rennen“ mit Didi Hallervorden und war froh, als ich in den Zielkorridor abbiegen konnte.

Jürgen auf dem PodestDoch, was war das: Keine Fanfare, kein Knabenchor, keine Go-go-Girls, noch nicht mal Helene Fischer!

Und das bei dem zweitältesten Finisher!

Platzierungen

Von: Jürgen Bäuerle / Foto Dieter Dahmen

 

 

 


 

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Georg Heckens
Abteilungsleiter

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