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Herren: Eintracht unterliegt Darmstadt auf dem eigenen Platz

Sonntag, 22. April 2018, 19:08

Während die beiden Teams vor genau fünf Wochen in Darmstadt bei frostigen Temperaturen aufeinandertrafen und sich in der Halbzeit die Knochen in der Kabine wärmten, fand das Rückspiel bei sommerlichen Temperaturen und unter der erbarmungslosen Frankfurter Sonne statt. Der Temperaturunterschied von fast 35 Grad Celsius hatte jedoch nur wenig Auswirkungen auf die Spielweise beider Teams. So konnten die Zuschauer am Ginnheimer Wäldchen erneut ein größtenteils faires und ausgeglichenes Spiel beider Mannschaften bewundern. Bei besten Rasenbedingungen waren es die Darmstädter, die den besseren Start erwischten. So mussten die Adler, trotz fokussierter Vorbereitung und dem festen Willen, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren, bereits nach wenigen Minuten den Rückstand hinnehmen. Die Darmstädter nutzten ihr schnelles und weites Passspiel in der Hintermannschaft und erzielten zwei Versuche über die Außen. Wie im Hinspiel gelang es der Frankfurter Hintermannschaft nicht, die Verteidigung schnell genug herauszuschieben und saubere Tacklings durchzuführen. Anders als im Hinspiel, in dem der überragende Darmstädter Verbinder nahezu alle Kicks verwandeln konnte, wurden die Erhöhungsmöglichkeiten dieses Mal nicht in Punkte umgemünzt. Ähnlich wie im Hinspiel gelang es jedoch den Adlern, sich zurück ins Spiel zu kämpfen und die Gäste unter Druck zu setzen. Vorbereitet durch einige hervorragende individuelle Durchbrüche sowie die unermüdliche Arbeit des Frankfurter Sturms, war es letztlich der als „bedrohlicher Kuchta“ bekannte Innendreiviertel, der den Ball über die Mallinie trug und die eigene Anhängerschaft in Ektase versetzte. Christian (Barin) Sztyndera trat den Erhöhungskick durch die Stangen und verkürzte den Abstand auf 7 zu 10. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften gute Aktionen erspielten. Kurz vor der Halbzeitpause waren es die Gäste, die durch einen Straftritt in der Frankfurter Hälfte weitere Punkte auf die Anzeigetafel brachten (Halbzeitstand 7 – 13). Trotz einiger verletzungsbedingter Wechsel, waren die Adler auch in der zweiten Spielhälfte hoch motiviert, den knappen Rückstand aufzuholen. Darmstadt ließ jedoch wenig anbrennen und nutzte die teilweise schwache Defensivleistung der Heimmannschaft, um die Führung auszubauen. Hinzu kam eine Zeitstrafe für den Frankfurter Innendreiviertel Fionn Harnischfeger, der Hüfte und Kopf des gegnerischen Fullbacks verwechselte und zurecht durch den guten Schiedsrichter verwarnt wurde. Trotz müder Beine und sonnenverbrannter Gesichter konnten die Adler noch einmal zum Endspurt ansetzen und zeigten in den letzten 20 Minuten die wohl beste Phase des eigenen Angriffsspiels. Einige tolle Kombinationen in der Hintermannschaft brachten mehrere Möglichkeiten, den absehbaren Sieg der Darmstädter noch einmal anzuzweifeln. Die vermutlich sehenswerteste Aktion des eigenen Spiels beinhaltete einen sauber durchgeführten Angriff der Adler, der die gegnerische Verteidigung ausschaltete und Fullback Moritz Groden einen tollen Sprint samt Happy End bescherte. Sowohl die Kraft als auch die Spielzeit waren jedoch kurz darauf erschöpft, sodass es bei dem Endstand von 12 zu 37 blieb. Schiedsrichter Milgram hob nach dem Abpfiff die Qualität beider Mannschaften hervor und sprach von einem Zweitliganiveau des Spiels. Trotz einer starken Teamleistung sowie des extra aus Argentinien eingeflogenen Flügelstürmers Niko Magliola (good to have you back), waren es jedoch erneut die Frankfurter, die sich den Nachbarn aus dem Süden geschlagen geben mussten. Die Erfahrungen aus beiden Spielen zeigten, dass weder Frost noch Hitze als Sündenböcke identifiziert werden können, und letztlich Fitness und Defensivarbeit den Unterschied ausmachen. Dank des guten Teamspirits und der tollen Arbeit von Spielertrainer Jörg Giehler bleibt jedoch die Hoffnung, dass die Adler bald den ersten Sieg in der laufenden Saison einfahren können. Die nächste Gelegenheit dazu bietet das Spiel beim BSC Offenbach in zwei Wochen.

Von: Fionn Harnischfeger

 

 

 


 

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