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Heimspielniederlage, Verletzungspech und große Moral

Montag, 24. September 2018, 22:22

Am vergangenen Samstag gab es in Frankfurt direkt einen Doppelspieltag - Die Herren der Eintracht spielten gegen TG75 Darmstadt und die Damen der SG Rhein-Main mussten gegen den amtierenden Vizemeister RSV Köln ran.

 

Herren: Eintracht Frankfurt - TG75 Darmstadt 

Nach zwischenzeitlicher Führung und starkem Kampf fahren die Adler - Herren am zweiten Spieltag der Hessenliga eine 22:44 Niederlage ein. Fionn Harnischfeger, Matchwinner aus der vergangenen Woche, saß verletzungsbedingt zunächst nur auf der Bank. Für ihn ging Tobi (Bull-) Deusser auf der Innendreiviertelposition an den Start. Zu seinem Debut sollte Sebastian Gerlich auf der zweiten Reihen kommen. Im Vergleich zum Ligaauftakt der letzten Woche fehlten Simon Teichmüller, Johannes Kerst, Nicolas Freitag. 

Mit einer stark veränderten Aufstellung geriet die Eintracht bereits nach 5 min in Rückstand. Halbspieler Friedrich Schäufele konnte förmlich im Anschluss einen Strafkick zum 3:5 verwandeln. Nach einem weiteren Versuch der Darmstädter antwortete die Eintracht durch einen Versuch von Kapitän Jens Schleich und einem wunderschön abgeschlossenen Lauf von Richard Alade. Nach einer knappen halben Stunde führten die Frankfurter mit 15:10. Die Gäste schafften es dann aber wieder zurück ins Spiel und konnten auf 15:27 davonziehen. Zu allem Unglück für die Eintracht, verletzte sich Sebastian Gerlich und musste durch Florian Keppler ersetzt werden. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte dann die nächste schlechte Nachricht: Bei Spielertrainer Jörg Giehler ging es nicht mehr weiter. Juice Stout ersetzte Giehler, wodurch auch wieder in der Hintermannschaft umgestellt werden musste. 

Es gelang den Gastgebern in der zweiten Halbzeit dann nicht mehr das Ruder rumzureißen. Die vielen Ausfälle und Umstellung zollten ihren Tribut wodurch Darmstadt auf 15:44 davonzog. In der Schlussphase musste auch noch erste Reihe Spieler Colin Gilzean für Fionn Harnischfeger ausgewechselt werden. Dennoch zeigten die Adler große Moral, denn es gelang Moritz Groden nach einem schönen Durchbruch von Juice Stout noch einmal zu Punkten. In der Schlussphase lieferten sich beide Teams eine letzte Schlacht vor dem Frankfurter Mallfeld. Es gelang den Frankfurtern Welle um Welle zurückzudrängen, so dass die Punktetafel mit dem Schlusspfiff 22:44 anzeigte.

Am Ende stand ein verdienter Darmstädter Sieg zu buche. Aus Frankfurter Sicht lässt sich zusammen fassen, dass man mit mehr Konstanz auch Erfolge gegen Gegner wie Darmstadt einfahren kann. Die gute Phase in der ersten Halbzeit und die zwischenzeitliche Führung sollte dem Team zeigen wie es gehen kann.

In der nächsten Woche geht es für die Eintracht weiter mit dem nächsten Heimspiel gegen die URC Gießen. Ankick ist 12:00 Uhr auf dem Platz am Ginnheim Wäldchen 4, 60431 Frankfurt.

Für die Eintracht spielten:

1 Tom Ash 2 Marcel Molzberger 3 Colin Gilzean (Fionn Harnischfeger) 4 Sebastian Gerlich (Florian Keppler) 5 David Piotrowski 6 Jens Schleich 7 Paul Kervella 8 Nils Harte 9 Friedrich Schäufele 10 Jörg Giehler (Juice Stout) 11 Richard Alade 12 Tobi Deusser 13 Higgi Volkmann 14 Dennis Kosel 15 Moritz Groden

Versuche für die Eintracht: Friedrich Schäufele (Strakick), Jens Schleich, Richard Alade, Moritz Groden

Erhöhungen: Friedrich Schäufele (2)

 

 

Damen: SG Rhein-Main - RSV Köln

Auch bei den Damen vielen verletzungsbedingt einige Spielerinnen aus, sodass im Training in der vorangegangenen Woche sowohl im Sturm als auch auf der Reihe einiges umgestellt wurde und Spielerinnen auf neuen Positionen eingesetzt werden mussten.

Schon zu Beginn des Spiels konnte die SG Rhein-Main ihre Leistung nicht abrufen, was von den Kölnerinnen direkt ausgenutzt wurde. Diese spielten vermehrt über die Reihe die Bälle an ihre schnellen Spielerinnen, die dann die Verteidigung durchbrachen und der SG zeitweise förmlich davonrannten. Nach den anfänglichen Anlaufschwierigkeiten fand die SG besser ins Spiel und die Durchbrüche der Kölnerinnen konnten von den eigenen schnellen Spielerinnen – allen voran Schlussspielerin Pia Richter – auch immer wieder abgefangen werden. Besonders in den Offenen hielt die SG jedoch nicht konsequent genug dagegen, sodass die Kölnerinnen wiederholt die Bälle aus den Rucks klauen konnten.

Obwohl die Kölnerinnen schnell hoch in Führung gegangen waren, ließen die Spielerinnen der Spielgemeinschaft die Köpfe nicht hängen und arbeiteten sich gen Schluss noch einmal mit vielen guten Phasen stetig näher an das Kölner Malfeld heran. Doch auch hier konnten die Kölnerinnen kurz vor ihrem Malfeld den Ball aus einem Ruck klauen und die gute Moral und harte Arbeit der SG wurde nicht mit Punkten belohnt. Das Spiel endete 84:0 für die Kölnerinnen.

Besonders schöne Momente kreierten jedoch im Laufe des Spiels mehrfach Corinna Völker und Hanna Thiem, die beide die Lücken der Kölner Verteidigung ausnutzten und immer wieder mit teilweise krachenden Handoffs und schnellen Händen Möglichkeiten schafften und Meter machen konnten. Dafür wurde der Halbspielerin Hanna Thiem am Ende des Spiels sehr verdient die Schärpe der Spielerin des Tages verliehen.

Ihr Debüt in der Bundesliga gaben am Samstag Celine Schäfer und Marie-Theres Smolle.

Für die SG Rhein-Main spielten:

1. Ivana Pernar, 2. Lisa Molzberger, 3. Susana Restrepo Rico, 4. Celine Schäfer, 5. Meike Hedderich, 6. Anna Krauskopf, 7. Lisa Niel, 8. Leonie Vieth, 9. Hanna Thiem, 10. Corinna Völker (c), 11. Jessica Soekeland, 12. Lina Chioato, 13. Stefanie Best, 14. Camila Agustina Garcia, 15. Pia Richter, 16. Ceren Özveren, 17. Regina Dambach, 18. Marie-Theres Smolle, 19. Kristina Lurz, 20. Rosalie Stein

Von: Jens Schleich / Rosa Aumiller

 

 

 


 

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