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Damen: Schlammschlacht im Norden

Montag, 18. November 2019, 11:13

Am Samstag, den 16.11. ging es für die Bundesligistinnen der SG Rhein-Main zum Auswärtsspiel nach Hamburg. Das heutige Hinspiel gegen die Frauenbundesligaauswahl des FC St. Pauli musste dabei unter bisweilen widrigen Bedingungen ausgetragen werden. Zwar konnte die SG Rhein-Main unter dem Trainergespann Suse Wodarz, Karen Weikard und Robbie Grieveson mit einem vollen Kader anreisen, doch musste sich der um ursprünglich 14 Uhr geplante Ankick um knapp Anderthalb Stunden verschieben, da das Sorgenkind unter den deutschen Autobahnen mal wieder einen ordentlichen Stau bereithielt. Um die 9-stündige Fahrt schnell zu vergessen, entschloss man sich kurzerhand den Bus zur Umkleidekabine umzufunktionieren, damit die Spielerinnen sowohl physisch als auch mental direkt vom Sitz aufs Spielfeld wechseln konnten.

Nicht ganz so pünktlich wurde das Mat(s)ch gegen den letztjährigen Halbfinalisten dann um 15.20 Uhr angepfiffen, vielen Dank an das gegnerische Team an dieser Stelle für die spontane Verlegung. Schon die ersten Minuten machten dabei klar, auf was sich die Zuschauerinnen und Zuschauer bei diesem Zusammentreffen einstellen konnten: eine hart umkämpfte Defensivschlacht in bitterkalten Wasserlachen. Der Angriff der Hamburger Spielerinnen musste sich dabei in den ersten Minuten der knüppelharten Verteidigung der SG Rhein-Main stellen, die trotz leichtem Rückwärtsgang kein Durchkommen zuließ. Die nassen Spielbedingungen sorgten dann schnell für die ersten Gedränge des Spiels, die die Spielgemeinschaft zuerst dominieren konnte. Ein individueller Durchbruch der Hamburger Spielmacherin um die zwanzigste Minute herum, sorgte dann für die ersten Punkte auf St. Paulis Konto. Bis zur Halbzeitpause sollte es aufgrund absolut ausgeglichener Leistungs- und Fehlerquoten dann bei dem Spielstand von 7:0 für die Gastgeberinnen bleiben.


Mit dem Ziel sich für ihren erbitterten Kampf nun auch mit Punkten zu belohnen, ging die Spielgemeinschaft in die zweite Hälfte. Die letzten Vierzig Minuten des Spiels enpuppten sich dann als fulminantes Hin- und Her zwischen den Malfeldern, in denen beide Teams in ihren Angriffsphasen gefährlich nah an die gegnerischen Endzonen gerieten und doch wieder Ballverluste erlitten. Die erhoffte Belohnung für die SG Rhein-Main besorgte Flankerin Corinna Völker dann um die knapp 50. Minute herum. Nach einer geschlossenen Teamleistung, in der der Ball gefühlt jede Hand einmal durchquerte gelang es ihr sich über die Mallinie zu powern und den Ball abzulegen. Die Erhöhung durch unsere erfahrene Fullback-Spielerin Pia Richter gelang aufgrund des schwierigen Winkels leider nicht. St. Pauli ließ diesen Versuch nicht lange auf sich sitzen und konterte kurz darauf zum 12:5.


Die letzten 20 Minuten des Spiels präsentierten sich nun als emotionales Wechselbad. Durchgefroren und durchnässt wurde für beide Teams eine deutlich höhere Fehlerquote erkennbar, die in zahlreichen Gedrängen und Penalties mündete. Der Sturm der SG Rhein-Main ließ dabei dennoch keine Ermüdungserscheinungen erkennen, auch weil über die Ersatzbank stets frische Beine ins Spiel gewechselt werden konnten. Damit konnte nicht nur die Dominanz im Gedränge wiedergewonnen werden, sondern auch um die 70. Minuten herum ein lupenreiner Stürmerversuch gelegt werden, den letztendlich die in der Halbzeit eingewechselte Susana Restrepo Rico über die Linie wuchtete. Motiviert das Spiel innerhalb der letzten Minuten noch zu drehen, kämpfte sich die SG Rhein-Main noch einige letzte Male bis kurz vor das gegnerische Malfeld, konnte aber den entscheidenden Versuch nicht mehr legen, sodass das Spiel bei einem Stand von 12:10 für die Gastgeberinnen abgepfiffen wurde.


Trotz der knappen Niederlage zeigte sich das Trainergespann allerdings zufrieden mit der erbrachten Leistung des Teams, das eine deutliche Leistungssteigerung, vor allem in der Verteidigung aufweisen konnte. Mit immerhin einem Defensivbonuspunkt geht es es nun an die Vorbereitung für das erste Heimspiel der Saison am 30.11. gegen den SC Neuenheim.


Für die SG Rhein-Main spielten:


1 Ivana Pernar  – 2 Meike Hedderich (c) – 3 Kristina Lurz – 4 Sophie Brakemeier – 5 Rosa Aumiller – 6 Leonie Vieth – 7 Corinna Völker – 8 Katahrina Schädelich – 9 Daniela Mück – 10 Billie Castle– 11 Liv Ohlig – 12 Anna Ronshausen – 13 Haley Dierks – 14 Charlotte Lauter – 15 Pia Richter - 16 Regina Dambach – 17 Susana Restrepo Rico – 18 Lisa Niel – 19 Elvira Berninger – 20 Marie-Christin Kimme – 21 Marieke Becker – 22 Jessica Soekeland

Spielerin des Tages: Corinna Völker

Von: Sophie Brakemeier / Lisa Niel

 

 

 


 

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