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Über Osaka zu Olympia

Freitag, 24. Januar 2020, 16:57

Marathonläuferin Katharina Steinruck geht am kommenden Sonntag, 26. Januar, beim Osaka Marathon an den Start. In einem reinen Frauenfeld ist das Ziel klar: die Olympia-Norm bestätigen.

Eintracht Frankfurt Leichtathletik Katharina Steinruck

Ob Japan das Lieblings-Reiseziel von Katharina Steinruck wird, entscheidet sich wohl erst mit der Nominierung für das deutsche Olympia-Team im Juni. Dann weiß die Adlerträgerin nämlich, ob sie am olympischen Rennen über 42,195 Kilometer in Sapporo teilnehmen darf. Doch schon jetzt weilt Steinruck in Japan, um ihre Ambitionen zu unterstreichen und den geforderten Leistungsnachweis zu erbringen. Klar ist: Der große Traum vom olympischen Marathon soll in Erfüllung gehen.

Dort, wo einst ihre Mutter Katrin Dörre-Heinig so erfolgreich war, geht sie nun auf Bestzeit-Jagd. Dörre-Heinig gewann vier Mal das Rennen, ist damit bis heute Rekord-Siegerin. 1984, 1991, 1996 und 1997 – noch heute ist sie dort eine bekannte Persönlichkeit. Zur Vorbereitung hatte sich Steinruck auch Videos von damals angeschaut, auf denen auch sie als kleines Kind dabei war. Zwar kann ihre Mutter, die heutige Bundestrainerin, sicherlich einige Tipps geben, doch im Rennen wird die Eintrachtlerin auf sich selbst gestellt sein.

Das Training lief gut, seit wenigen Tagen ist sie in der Millionenstadt angekommen. „Die Anreise verlief gut und auch das Jetlag ist mittlerweile bekämpft“, erzählt Steinruck. „Auch die letzten Trainingseinheiten konnte ich gut absolvieren.“ Am Sonntag trifft sie auf eine starke Konkurrenz. Mit ihrer Bestzeit von 2:27:26 Stunden ist sie – zumindest auf dem Papier – auf Platz 14 gesetzt. „Ich bin in guter Form und gespannt, wie ich das im Rennen umsetzen kann.“ In Osaka gehen nämlich nur Frauen im Profi-Feld an den Start, das heißt auch männliche Pacemaker sind verboten. „In einem reinen Frauenfeld wird viel taktischer gelaufen“, berichtet Steinruck. Dass sie taktisch Laufen kann, hat sie bei Meisterschaftsrennen schon bewiesen und auf der zweiten Hälfte des Rennens Platz für Platz gut gemacht.

Zwar hat sie die geforderte Olympia-Norm bereits beim Frankfurt Marathon im Oktober unterboten, doch mit einer weiteren Zeit nahe ihrer Bestzeit ist ihr der Startplatz für den Olympischen Marathon wohl nicht mehr zu nehmen. Drei Plätze kann das Team Deutschland vergeben, lediglich eine andere deutsche Athletin ist bislang schneller gelaufen als Steinruck. Dennoch kein Grund zum Ausruhen: Bis Juni müsste die 30-Jährige einen weiteren Leistungsnachweis erbringen, entweder mit einem Halbmarathon unter 1:13:30 Stunden oder mit einem Marathon unter 2:32:00. Mit dem Rennen am Sonntag könnte die Frankfurterin gleich zweifach ihren Nachweis erbringen.

Start ist in der japanischen Hafenstadt um 12.10 Uhr Ortszeit, zu deutscher Zeit ist es dann 4:10 Uhr. Egal wie das Rennen ausgeht – ob der Traum von Olympia in Erfüllung geht, hängt auch von den Leistungen ihrer Konkurrentinnen in den kommenden Monaten ab. Mit einem guten Rennen am Sonntag könnte sich Steinruck aber in eine gute Ausgangslage bringen.

Von: Ann-Kathrin Ernst

 

 

 


 

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