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Heidler erhält nachträglich Olympia-Silber

Mittwoch, 22. August 2018, 16:22

Sechs Jahre nach den Olympischen Spielen in London wird Eintracht-Hammerwerferin Betty Heidler die Silbermedaille zugesprochen, Kathrin Klaas rückt von Platz fünf auf vier vor. Die damalige Olympiasiegerin wurde nachträglich disqualifiziert.

Eintracht Frankfurt Leichtathletik Betty Heidler Olympia 2012

Vize-Olympiasiegerin darf sich unsere ehemalige Hammerwerferin Betty Heidler nun nennen, die aufgrund der nun rechtskräftigen Disqualifikation der russischen Olympiasiegerin Tatjana Lysenko auf Platz zwei vorrutscht. Bei Nachkontrollen der eingelagerten Proben konnte ein Dopingvergehen festgestellt werden, die Goldmedaille wurde ihr nun aberkannt und die Ergebnislisten durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) entsprechend korrigiert. Diese Entscheidung trifft auch Kathrin Klaas, die bei Olympia in London auf Platz fünf landete und nun als Vierte geführt wird.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) informierte Heidler, die diese Nachricht mit gemischten Gefühlen aufnahm. „Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite bin ich verärgert. Alles was mit der Verleihung einer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen verbunden ist, wurde mir genommen. Einerseits die Anerkennung meiner Leistung im Wettkampf selbst, andererseits der wirtschaftliche Faktor, der zweifelsohne mit der Platzierung und Farbe der Medaille verbunden ist“, so die 34-Jährige, die nach ihrer aktiven Karriere ein Studium begonnen hat und noch vor wenigen Tagen als ehrenamtliche Helferin bei der Europameisterschaft in Berlin im Einsatz war.

Außerdem findet sie deutliche Worte über die verspätete Freude über die Silbermedaille: „Dass die Korrektur erst sechs Jahre später stattfindet, macht mich traurig. Und doch empfinde ich Genugtuung darüber, dass egal wann danach, doch eine Korrektur und Änderung der Wettkampfergebnisse erfolgt. Für die Zukunft hoffe ich einfach nur, dass solche Korrekturen durch einen stärkeren und effektiveren Dopingkampf gar nicht erst passieren und den Sportlern dieser wichtige Moment der Siegerehrung nie mehr genommen werden kann. Das Nachkontrollen wichtig und gut sind - keine Frage aber mit weniger positiven Ergebnissen und kürzerer Dauer zur Korrektur.“

Wann und wie die Medaillenübergabe stattfindet, muss noch bestimmt werden. Heidler hat im September 2016 ihre äußert erfolgreiche Karriere beendet, nachdem sie zwischen 2011 und 2014 den Weltrekord hielt, als erste deutsche Hammerwerferin bei einer Weltmeisterschaft siegte, wurde zudem zwei Mal WM-Zweite und gewann einmal Gold und einmal Silber bei Europameisterschaften.

Von: Ann-Kathrin Ernst

 

 

 


 

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