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EM in Berlin: (Karriere-)Finale vor heimischem Publikum

Freitag, 10. August 2018, 15:12

Es war ein schriller Schrei, der nach ihrem zweiten Versuch durchs Olympiastadion hallte. Kathrin Klaas merkte gleich, dass das ein guter Wurf war und ballte die Faust. Mit Rang zwölf qualifizierte sie sich knapp fürs Finale am kommenden Sonntag.

Eintracht Frankfurt Leichtathletik Europameisterschaft Berlin 2018 Hammerwurf Kathrin Klaas

Seit 2004 trägt sie den Adler auf der Brust und wird nach dieser Saison den Hammer an den Nagel hängen. Kathrin Klaas ist unsere „Dienstälteste“ bei der Europameisterschaft in Berlin. Am Freitagvormittag startete sie in Gruppe A der Qualifikation.

Mit 66,12 Metern im ersten Versuch setzte Klaas einen soliden ersten Wurf, auch wenn sie damit nicht ganz zufrieden schien. Der zweite Wurf dann deutlich besser, ein lauter Aufschrei nach dem Abwurf und die geballte Faust zeigten: Der war gut! Mit 68,64 Metern knapp an die geforderte 70-Meter-Marke heran – dieser Wurf könnte bereits für das Finale gereicht haben.

Im dritten Versuch dann noch einmal volles Risiko und ein ganz weiter Wurf ihres vier Kilogramm schweren Hammers, der die 70 Meter übertraf. Ungültig. Jetzt hieß es hoffen, dass nur wenige Konkurrentinnen weiter werfen als sie, um in das Finale hinein zu rutschen. Ein wahrer Nervenkrimi.

Gut zwei Stunden nach Beginn ihrer eigenen Qualifikation dann die Erlösung: In der Gruppe B warfen zwar einige weiter als sie, doch als Zwölfte und damit letzte Werferin, ist Klaas im Finale (Sonntag, 12. August, ab 19.30 Uhr) dabei. Dem letzten großen Endkampf ihrer Karriere!

Von: Ann-Kathrin Ernst

 

 

 


 

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