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U19 feiert ersten Saisonsieg!

Samstag, 22. September 2018, 16:24

Als unsere U19 im Aufeinandertreffen mit den Stuttgarter Kickers tief in der Nachspielzeit den Ausgleich kassierte, sah es fast nach einer Fortsetzung der Sieglosserie aus. Doch mit der letzten Aktion sorgte die Eintracht für den 2:1-Endstand.

Den hätten die Adlerträger sicher auch einfacher haben können. Insbesondere in der ersten Halbzeit dominierten die Hausherren den Aufsteiger nach Belieben, ließen nicht den Hauch einer Torchance zu und gingen folgerichtig Mitte des ersten Durchgangs in Führung. Der defensiven Stabilität tat es keinen Abbruch, dass mit dem gesperrten Fritz Oestreicher sowie dem zunächst auf der Bank Platz nehmenden Patrice Kabuya die Hälfte der etatmäßigen Viererkette zunächst außen vor war. Dafür begann innen U17-Hüne Felix Irorere, außerdem rückte Umar Sarho auf die Rechtsverteidigerposition. Den freigewordenen Platz im Mittelfeld nahm Vladimiros Safaridis ein, zudem startete Abdulkerim Cakar statt Florian Zorn im Angriff.

Die erste brandgefährliche Situation entsprang einem beherzten Sololauf von Justin Kabuya über die rechte Seite, ehe die Kugel über Nils Stendera zu Patrick Finger gelangte, der aus dem Hinterhalt knapp über den Kasten feuerte (6.). Nach einer Viertelstunde ging es zielstrebig über die linke Außenbahn, als Nils Orywol den Ball maßgeschneidert auf den am langen Pfosten lauernden Cakar schlug, der aber knapp vorbeiköpfte (17.). Nur fünf Minuten später war es dann soweit, als ein kapitaler Aussetzer von Kickers-Keeper Lukas Nujic das 1:0 begünstigte, der sich vom heranrauschenden Kabuya die Pille vom Fuß stibitzen ließ, woraufhin der Außenstürmer problemlos zur verdienten Führung einschob (23.). Bis dahin hatte sich das Tabellenschlusslicht überhaupt erst ganz vorsichtig aus der Deckung gewagt, von Abschlüssen konnte keine Rede sein.

Ganz im Gegensatz zum Gastgeber, der weiter aufs Gaspedal drückte und nur zwei Zeigerumdrehungen nach dem ersten Treffer schon den zweiten vor Augen hatte. Diesmal hatte eine der sich häufenden Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte Cakar in aussichtsreiche Schussposition gebracht, woraufhin aber Schlussmann Nujic im Eins-gegen-eins die Oberhand behielt (25.). Nach einer halben Stunde ein ähnliches Muster, als Finger einmal mehr das Spielgerät erkämpfte und dieses direkt in den Lauf des durchgestarteten Kabuya passte, welcher unter Bedrängnis aber etwas zu hoch zielte (29.). Danach plätscherte das Geschehen gemächlich dem Pausenpfiff entgegen, wenngleich bei aller Spielkontrolle der knappe Vorsprung etwas Trügerisches hatte.

Folglich war die Eintracht nach dem Seitenwechsel rasch um so etwas wie eine Vorentscheidung bemüht, doch nach frühen Gelegenheiten durch den eine Direktabnahme verziehenden Stendera (47.) und den aus spitzem Winkel am Torwart scheiternden Cakar (53.) ebbte der anfängliche Schwung rapide ab. Nichtsdestotrotz agierten die Hessen nach wie vor überaus umsichtig und höchst konzentriert. Wie Torwart Tobias Stirl, der die einzige Unachtsamkeit der regulären Spielzeit entschärfte, als er gegen den freistehenden Erman Kilic zur Stelle war. Der Nachschuss landete in den Stelzen von Debütant Irorere (56.). Ansonsten setzten die Frankfurter Jungs offensichtlich auf ihren homogenen Verbund, die Kickers auf ein Wunder. Nachdem Kabuya an der Strafraumkante links den mitgelaufenen Finger bedient hatte und dessen harter Schuss in den Armen von Nujic gelandet war (71.), galt es letztlich noch, die fünfminütige Nachspielzeit zu überstehen.

Was beinahe vier Minuten wunderbar klappte, ehe sich die Schwaben mit dem Mute der Verzweiflung ein letztes Mal über die Mittellinie wagten, die erste Hereingabe geblockt vor den Füßen von Niklas Benkeser landete, der zum überraschenden 1:1 einschob. Mit dem Wiederanpfiff schalteten die Jungadler wie auf Knopfdruck wieder in den Vorwärtsgang, womit sich die schon vorher veranlassten tendenziell offensiveren Wechsel nachträglich auszahlen sollten. Erst recht als einer der Neuen, Patrice Kabuya, aus halbrechter Lage ansatzlos abzog und den Ball im linken unteren Eck unterbrachte! 2:1! Gleichbedeutend mit dem ersten Saisonsieg!

„Der Sieg fühlt sich natürlich gut an und ist insgesamt verdient, weil wir gerade in der ersten Halbzeit klar besser waren. Die zweite Halbzeit war von einer gewissen Unruhe geprägt. Nach dem Ausgleich hat sich wieder die Comeback-Qualität meiner Spieler ausgezahlt, niemals aufzugeben“, befand Cheftrainer Tomislav Stipic kurz nach dem Ende der Partie.  

 

Eintracht Frankfurt U19 - SV Stuttgarter Kickers U19 2:1 (1:0)

Frankfurt: Stirl - Sarho (77. P. Kabuya), Orywol, Stich, Irorere, Stendera, J. Kabuya, Safaridis (64. Albanese), Cakar, Finger, Häuser (73. Zorn)

Stuttgart: Nujic - E. Selimi, Jukic, A. Selimi (83. Radel), Maric (46. Ganaus), Nonnenmann, Nkem (75. Filipovic), Gamuzza, Irion, Benkeser, Kilic (88. Latifovic)

Tore: 1:0 J. Kabuya (23.) 1:1 Benkeser (90. + 4) 2:1 P. Kabuya (90. + 5)

Gelbe Karten: Stich, Cakar - E. Selimi

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Sebastian Wieber (Ramsthal)

Von: Daniel Grawe

 

 

 


 

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