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Leicht: „Spielidee besser entwickeln durch Erfolgserlebnisse“

Freitag, 10. August 2018, 10:29

Nachdem Frank Leicht unsere U19 in der vergangenen Saison zur Rückrunde übernommen hatte, kehrt er zur neuen Spielzeit wieder als U17-Trainer zurück. Über die Schwerpunkte der Vorbereitung, über die Mannschaft und über den bevorstehenden Saisonstart sprach er mit der Eintracht-Redaktion.

Welche Schwerpunkte haben Sie für die Vorbereitung gesetzt?

Unser neuer Kader lässt sich in vier Gruppen einteilen: Es gibt Spieler, die letztes Jahr noch U15 gespielt haben und bereits in die U17 hochgezogen wurden. Des Weiteren kamen  Spieler aus der U16 sowie ein großer Anteil, der bereits letztes Jahr zum U17-Kader gehörte, hinzu. Außerdem haben wir Neuzugänge. Da lag für uns zunächst einmal ein Schwerpunkt darin, dass wir aus den Spielern eine funktionierende Mannschaft formen. Dafür haben wir unter anderem auch Teambuildingmaßnahmen mit unserer Sportpsychologin Lena-Claire Schulz durchgeführt. Zu Beginn haben wir zudem mit den Spielern an Basiselementen im Spiel gegen und mit Ball gearbeitet, um später sukzessive gegen Ende der Vorbereitung an Details zu basteln. Ein weiterer Schwerpunkt war, dass wir die Mannschaft kontinuierlich auch im physischen und athletischen Bereich einen Schritt nach vorne bringen wollten.

Im Trainingslager hat Ihre Mannschaft mit Lena-Claire Schulz einen sportpsychologischen Workshop absolviert. Welche Bedeutung haben solche Workshops?
Meiner Meinung nach nimmt die Sportpsychologie einen immer größeren Stellenwert ein. Viele Spieler arbeiten im technischen, taktischen und athletischen Bereichen bereits sehr gut, die  Videoanalyse und Sportpsychologie aber können sicherlich Bereiche sein, die darüber entscheiden, ob ein Spieler sich individuell nochmal weiterentwickelt. Durch die Workshops versuchen wir, die Spieler noch leistungsfähiger zu machen.

Wie bewerten Sie die Testspiele?
Wir haben bewusst erstmal versucht, gegen vermeintlich schwächere Gegner die Basiselemente zu trainieren. Es ist uns wichtig, dass die Jungs mit Erfolgserlebnissen aus den Spielen rausgehen, da Siege mehr Freude auslösen. Und wenn man freudig, mit Spaß und vor allem erfolgreich spielt, können die geforderten Dinge auch besser umgesetzt werden.

Beim „U17 binder Bundesliga Cup“ trafen Sie in dieser Vorbereitung das erste Mal auf andere Bundesligisten. Welche Ziele hatten Sie sich mit Ihrer Mannschaft für dieses Turnier gesetzt und wie zufrieden sind Sie mit dem Resultat?
Wir wussten natürlich im Vorfeld um die Qualität der anderen Teams, die alle um die Meisterschaft in ihren jeweiligen Ligen spielen werden. Jeder Spieler sollte dennoch gleichmäßig von der Belastungssteuerung her gefordert werden. Allerdings haben wir auf dem hohen Niveau schon Probleme gesehen, weswegen wir unsere Marschroute am zweiten Tag korrigiert haben. Wir waren bei dem Turnier konkurrenzfähig, auch wenn wir nicht ganz so zufrieden waren. Ich denke, dass wir dort die notwendigen Lehren und Erkenntnisse gezogen haben.

Wie wichtig war es Ihnen, sich mit anderen Bundesligen zu messen?
Viele Trainer wollen in der Vorbereitung gegen Topgegner spielen, um zu sehen, was gut läuft und was schlecht. Ich bin grundsätzlich kein Freund davon, da man in der Liga nach zwei, drei Spielen sieht, wo man steht. Ich bin überzeugt davon, dass man eine Spielidee besser entwickeln kann, wenn die Sportler Erfolgserlebnisse haben, auch mal Fehler machen dürfen und trotzdem gewinnen als dann, wenn jeder Fehler wie beim Turnier direkt bestraft wird. Die eigene Spielphilosophie kann ich auch gegen unterklassige Gegner trainieren und entwickeln.

Welchen Eindruck haben Ihre Spieler hinterlassen?
Die Jungs haben bestätigt, dass die jungen Jahrgänge durchaus eine interessante Bereicherung für die U17 sind. Aber auch die letztjährigen U16-Spieler müssen um ihre Position in der Mannschaft kämpfen.

Wie würden Sie die Stimmung innerhalb der Mannschaft beschreiben?

Ich würde die Stimmung als ganz gut beschreiben, da wir es – auch durch Claire Schulz – relativ schnell geschafft haben, die vier Gruppen sehr gut zusammen zu bringen. Ich denke, dass wir in dem Punkt schon auf einem guten Niveau sind. Aber wie immer gilt: Erfolge bringen Spaß und gute Stimmung in die Mannschaft. Deshalb wird es jetzt nochmal wichtig sein, dass wir mit einem positiven Ergebnis aus dem letzten Testspiel rausgehen und dann einen guten Saisonstart hinlegen.

Wie lautet die Zielsetzung für die kommende Saison?
Unsere klassischen Ziele sind es, die Mannschaft zu entwickeln und die Spieler nach Möglichkeit auch besser zu machen. Ich finde es generell im Nachwuchsfußball schwierig, irgendwelche Platzierungen vorzugeben. Im Vergleich von August zu Januar und von Januar zu Juni sollte man sehen, dass die Jungs größere Schritte nach vorne gemacht haben. Das Ziel am Ende der Saison ist dann natürlich, dass wir nahezu den kompletten Kader in die U19 übergeben können – so wie in der abgelaufenen Saison.

Das Auftaktspiel findet im Rahmen des Eintracht-Familientages auf dem Vorplatz der Commerzbank-Arena statt. Wie sehr motiviert das?
Die Jungs haben nicht so oft die Möglichkeit, vor einer großen Kulisse zu spielen, entsprechend freuen wir uns und sind hochmotiviert. Ich denke, dass es gegen die Ulmer ein interessantes Spiel werden wird. Wir hoffen, dass die Jungs die Zuschauer begeistern können und auch ein gutes Spiel abliefern werden.

Von: Aurelia Müller

 

 

 


 

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