Aktuelles vom Frauenfussball

Frauen 1: Last-Minute Schock

Sonntag, 10. November 2019, 23:32

Temperaturen um den Nullpunkt, ein schwer bespielbarer Platz waren nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für ein gutes Fußballspiel, aber am Ende boten beide Teams den Zuschauern ein kurzweiliges, intensives Regionalligaspiel.

Eintracht Frankfurt Frauenfußball Saison 2019/20 Nina Neumann

Auf dem tiefen Rasen setzte Nina Neumann nach zwei Minuten mit ihrem Torschuss das erste Signal und unterstrich die Siegesabsichten der Frankfurterinnen. Aufmerksam präsentierten sich auch beide Defensivreihen, die immer wieder die gegnerischen Stürmer ins Abseits stellten. Die Gastgeber kamen in der 22. Minute zur ersten Torchance durch Lena Bucher, aber Elena Bläser im Eintracht-Tor war aufmerksam und parierte den Schuss, ebenso auch den Nachschuss.

Im Gegenzug hat Nina Neumann nach Zuspiel von Alberina Syla die Chance auf die 1:0 Führung für Frankfurt, aber sie scheitert an Torhüterin Melanie Geiselhart. Die Adlerträgerinnen sind nun besser in der Partie und sind spielbestimmend. Annika Leber (33.), Nina Neumann (39.) und Alberina Syla (45.) haben dem Führungstreffer auf dem Fuß gehabt.

Am Ende ging es in einem intensiven und zweikampfbetonten Spiel mit 0:0 in die Halbzeitpause.

Auf dem aufgeweichten Rasen blieb die Partie auch in der zweiten Halbzeit rassig und war geprägt von vielen Duellen. Schiedsrichterin Svenja Neugebauer hatte das Geschehen sicher im Griff und verfolgte eine konsequente Linie.

In der 65. Minute belohnte sich die Eintracht für ihre kämpferische Leistung. Lisa Mundt setzte sich auf der linken Außenbahn durch, ihren Pass in den Strafraum konnte Alberweiler nicht klären und Annika Leber erzielte nach vier torlosen Spielen ihren sechsten Saisontreffer.

Eintracht Frankfurt Frauenfußball Saison 2019/20

Nur vier Minuten später fast der zweite Treffer, aber den Torschuss von Lisa Mundt konnte Torhüterin Melanie Geiselhart noch über die Latte lenken.

Die Gastgeber verstärkten in der Schlussphase den Druck auf die Frankfurter Abwehr, aber die Eintracht-Defensive stand und dem Team aus dem Süden Baden Württembergs lief nun auch die Zeit davon. In der zweiten Minute der Nachspielzeit nutzte Tamara Würstle eine Unkonzentriertheit in Frankfurts Deckungsverbund und schoss den Ausgleichstreffer für den SVA. Am Ende ein gerechtes Unentschieden.

Stimmen zum Spiel

Annika Leber "Ärgerlich, dass wir den Sieg uns nehmen lassen. Ich denke wir haben das Spiel gemacht und einige gute Chancen gehabt, schade dass wir uns dafür nicht belohnt haben. Für mich persönlich ist es schön, dass der Knoten wieder geplatzt ist, aber am Ende ist es egal, wer die Tore schießt, wenn wir die Punkte auch mitnehmen."

Christian Yarussi: "Es war heute nicht nur ein schwieriger Gegner, sondern auch ein schwer zu bespielender Platz. Meine Mannschaft hat heute sehr gut gekämpft und ist in der zweiten Halbzeit in Führung gegangen. Leider haben wir in der Nachspielzeit den Ausgleich bekommen. Wir konnten bedingt durch die Platzverhältnisse nicht unseren Fußball spielen, aber ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Nun konzentrieren wir uns auf den nächsten Gegner."

 

SV Alberweiler - Eintracht Frankfurt 1:1 (0:0)

Tore: 0:1 Leber (65.), 1:1 Würstle (90. + 2)

Schiedsrichtert: Svenja Neugebauer

SVA: Geiselhart; Schick, Hauler (81. Frisch), Enderle (90. Seitz), Würstle, Ellgass, Herle, Rapp (76. Jerg), Bucher, Schlitter, Temaj.

SGE: Bläser; Würtele (46. Perrri), Uzungüney, Marcellino, Beuth, Baumann, Klich (61. Mundt), Sirna (76. Bathmann), Neumann, Leber, Syla (64. Fushiki).

 

 

 

Von: Denis Michel Biesold