Aktuelles vom Frauenfussball

Frauen 1: Auftaktsieg zum Rückrundenstart

Sonntag, 24. November 2019, 21:13

Das Spiel fand überwiegend in der Hälfte der Gäste statt, 11:0 Ecken und ein Torschussverhältnis von 21:3 belegen die deutliche Überlegenheit, die am Ende nur ein 2:0 im Ergebnis widerspiegelte. Frankfurt bleibt somit am Tabellenführer Freiburg dran und die Gäste aus Neu-Isenburg behalten die rote Laterne.

Eintracht Frankfurt Frauenfußball Saison 2019/20

Von Beginn an war die Frankfurter Eintracht feldüberlegen und drängte die Gäste in die eigene Hälfte. Neu-Isenburg konzentrierte sich mit konsequenter Defensivarbeit Torchancen und Spielfluss für die Eintracht zu verhindern. Über die Flügel versuchte die Eintracht den Deckungsverbund aufzureißen, Lisa Mundt und Nina Neumann spielten hierbei immer wieder ihre Schnelligkeitsvorteile aus. Die ersten beiden Top-Torchancen waren auch diesen beiden Spielerinnen vorbehalten. In der 8. Minuten setzte sich Nina Neumann auf dem rechten Flügel durch, ihre Flanke köpfte Lisa Mundt knapp neben das Tor. Drei Minuten später dribbelt Lisa Mundt in den Strafraum und legt quer auf Nina Neumann, ihr Torschuss geht am rechten Torpfosten vorbei.

Die größte Chance zur Führung hat Annika Leber in der 14. Minute. Durch frühes Pressing wird der Ball in der Hälfte von Neu-Isenburg erobert, Annika Leber wird steil in den Strafraum geschickt, umkurvt Keeperin Romina Kunze, kommt leider zu weit nach außen, ihr Rückpass wird dann abgeblockt. Neu-Isenburg hielt den Frankfurter Dauerdruck mit zahlreichen Torchancen stand, Annika Leber (20.), Ebru Uzungüney (22.), Nina Neumann (31.).

Das Defensiv-Bollwerk knackt in der 35. Minute Nina Neumann. Die 21jährige Flügelspielerin dribbelt mit Tempo von der rechten Seite auf den Strafraum zu und zieht unhaltbar aus 16 Metern zur 1:0 Führung ab. Bis zur Halbzeit blieben die Adlerträgerinnen drückend überlegen.

Eintracht Frankfurt Frauenfußball Saison 2019/20

Zur Halbzeit wechselte Eintracht-Trainer Christian Yarussi Selina Maslo und Alberina Syla für Fabienne Würtele und Kaho Fushiki ein. Der Spielverlauf der ersten Halbzeit setzte sich weiter fort - Frankfurt in der Offensive, Neu-Isenburg in der Defensive. Frankfurts Manko an diesem Nachmittag die mangelnde konsequente Chancenverwertung.

Nach einer Stunde verpasst ein Torschuss von Alberina Syla um Zentimeter das Neu-Isenburger Tor. Jubel in der 64. Minute, die eingewechselte Luzie Ottenheim drückt das Leder nach einer Flanke von Lisa Mundt über das Tor. Das Schiedsrichtergespann entschied aber leider auf Abseits. 

Zwanzig Minuten vor Abpfiff entschied Annika Leber mit dem 2:0 die Partie. Nach einem Dribbling zieht sie mit einem beherzten Schuss aus 18 Metern unhaltbar ab. Auch danach blieben die Gäste der defensiven Grundhaltung treu und die Eintracht kam zu weiteren Torschüssen (Julia Beuth (79., 85.), Rosi Sirna (80., 86.), Luzie Ottenheim (83.), Alberina Syla (89.)).

Am Ende ein verdienter, aber glanzloser, Eintracht-Sieg. Nun richtet sich der Blick auf das nächste Spiel beim Tabellenvierten SC Sand II am kommenden Sonntag.

Eintracht Frankfurt Frauenfußball Saison 2019/20

Stimmen zum Spiel:

Selina Maslo "Ich bin froh nach der langen Pause wieder auf dem Platz zu stehen und mit einem Heimsieg natürlich um so mehr. Wir haben uns heute schwer getan, Neu-Isenburg war nicht so angenehm zu bespielen, sie standen sehr tief. Am Ende haben wir gewonnen und dies ist das Wichtigste."

Christian Yarussi "Glückwunsch an die Mannschaft. Wir haben absolut verdient gewonnen. Ich bin nicht so glücklich mit unserer Leistung, wir hätten cleverer spielen müssen, dann wäre ein höherer Sieg möglich gewesen."

 

Eintracht Frankfurt - TSG Neu-Isenburg 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Neumann (35.), 2:0 Leber (71.)

Schiedsrichterin: Meike Weichselmann

SGE: Bläser; Würtele (46. Maslo), Müller (68. Bathmann), Uzungüney, Perri, Beuth, Neumann (61. Ottenheim), Fushiki (46. Syla), Sirna, Mundt, Leber.

TSG: Kunze; Rust (57. Jami), Müller, Tampe, Bulut, Biermann, Franz, Martens, Frank, Zöll, Keim (88. Waldmann).

 

Fotos: Bernd Höppler

Von: Denis Michel Biesold