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U19 triumphiert im Derby beim FSV Frankfurt

Mittwoch, 03. Oktober 2018, 19:06

Dank eines ungefährdeten 3:0-Erfolges beim FSV Frankfurt hat sich unsere U19 am Mittwochnachmittag weiter Luft nach unten verschaffen können. Nach dem ersten Auswärtssieg ist die Eintracht seit nun drei Spielen ungeschlagen.

Angesichts des zuletzt immer gefestigter wirkenden Fundaments beließ es Chefcoach Tomislav Stipic bei einer Änderung und beorderte einzig Jabez Makanda für Mischa Häuser in den Angriff. Auf tiefem Geläuf standen weite Teile der ersten Halbzeit im Zeichen des erwartet intensiven, aber jederzeit fairen Abnutzungskampfes, wozu auch das Schiedsrichtergespann um Patrick Glaser mit seiner großzügigen, aber konsequenten Linie beitrug. Nach einer ersten Abtastphase übernahmen die Gäste dann zusehends das Kommando.

Während in der ersten Viertelstunde die einträchtigen Vorstöße meist in ungenauen Abspielen oder zu unplatzierten Abschlüssen mündeten, eröffnete Justin Kabuya Mitte des ersten Durchgangs eine Drangperiode, aus der sich der FSV kaum mehr zu befreien wusste. Nach einer abgefälschten Ecke hielt der Linksaußen aus 35 Metern einfach mal drauf, woraufhin das Leder nur wenige Millimeter über die Latte zischte (22.). Der Gastgeber sah allenfalls über Standardsituationen etwas vom gegnerischen Sechzehner, die bei den aufmerksamen Riederwäldern aber meist in besten Händen waren. Die Ausnahme bildete ein Schreckmoment kurz vor der Pause, als das Spielgerät eher zufällig zu Ibrahim Aral gelangte, der freistehend nur das Außennetz traf (38.). Aral war nebenbei einer von sechs eingesetzten Ex-Adlern aufseiten der Bornheimer, die sich kurz zuvor fast selbst ein Ei ins Nest gelegt hätten, als Torwart Niklas Schwaar nach einem auf ihn zufliegenden Abstoß ein Luftloch schlug, aber die Situation danach eigenständig entschärfte (30.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später hatten sich Patrick Finger und Nils Stendera über den linken Halbraum kombiniert, woraufhin der Kapitän knapp am langen Pfosten vorbeischoss (32.).

Fortan kamen wie bei einem nahenden Gewitter die Einschläge vor dem FSV-Gehäuse mit zunehmender Spieldauer immer schneller immer näher. Erst prüfte Umar Sarho aus der Distanz Schlussmann Schwaar, der auch beim darauffolgenden Nachschuss Florian Zorns zur Stelle war (42.). Noch in der letzten Minute erreichte eine nach innen gezogene Freistoßflanke Fingers von der rechten Seite Stürmer Makanda, dessen artistischer Seitfallzieherversuch aus nächster Nähe auf dem Tordach landete (45.). Als die Hausherren schon das Gröbste überstanden zu haben schienen, tauchte in der Nachspielzeit auf einmal Justin Kabuya im Strafraum auf und gab der Kugel nach einem Missverständnis der FSV-Verteidigung den entscheidenden Impuls zum Überschreiten der Torlinie (45. + 1)!

Die zweite Halbzeit begann hinsichtlich Strafraumszenen analog zur ersten, wenngleich die Eintracht bald der längst erlangten Kontrolle immer häufiger spielerische Elemente beimischte und nach einer Stunde keine Kompromisse mehr einging. Nachdem eine scharfe Flanke Patrice Kabuyas fast auf direktem Wege im kurzen Eck eingeschlagen wäre, Torhüter Schwaar in Kombination mit dem Aluminium aber im letzten Moment zur Ecke klärte (62.), steuerte Zwillingsbruder Justin kurz darauf allein aufs Tor zu, schoss aber unter Bedrängnis direkt auf Schwaar (64.). Zielsicherer zeigte sich wenige Augenblicke später Kapitän Stendera, als er die Pille aus 25 Metern zentraler Position wie an der Schnur gezogen in den linken oberen Torwinkel beförderte (64.). Nach dem 0:2 gab sich der Aufsteiger zwar keineswegs geschlagen, fand aber gegen den bis zur letzten Sekunde leidenschaftlich ackernden Stadtnachbarn keine Mittel, abgesehen von einem kurzen Moment der Unachtsamkeit, als Torwart Tobias Stirl bei einem Versuch Ersen Albayraks von der Strafraumkante rechtzeitig unten lag (78.). Mit dem 3:0 durch den eingewechselten und gleich für Belebung sorgenden Häuser war der Derbysieg perfekt, als der Joker einen Konter nach Vorarbeit Fingers im langen Eck unterbrachte (79.). Am Ende hätte Mittelstürmer Zorn beinahe noch für den denkbar rundesten Abschluss sorgen können, als er gegen seine alten Kollegen anstatt querzulegen selbst den Abschluss suchte und das Außennetz traf (89.). So oder so hinterließ der souveräne Derbyerfolg ausschließlich zufriedene Gesichter.

„Natürlich fühlt sich das 3:0 gut an“, meinte Trainer Stipic nach der ersten Partie ohne Gegentor. „In den ersten 15 Minuten wollten wir sehen, wie uns der FSV begegnen würde“, erklärte er das Kalkül hinter der anfänglich eher abwartenden Haltung. „Danach waren wir bis zum Ende klar überlegen und hatten ein deutliches Chancenplus. Die Tatsache, zuvor noch nie beim FSV gewonnen zu haben, haben wir als Motivation angesehen, in die Zukunft und nicht zurückzublicken“, gab der Fußballlehrer außerdem Einblicke in die grundsätzlich vorwärtsgewandte Marschroute unserer A-Junioren. Weshalb auch davon auszugehen ist, dass sich nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Begegnungen keiner zurücklehnen wird. Dennoch: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung.“

 

FSV Frankfurt U19 - Eintracht Frankfurt U19 0:3 (0:1)

FSV: Schwaar - Tiago, Amoah (67. Chambron), Yokota (71. Albayrak), Altindag, Kuscu, Aral, Toure (56. Mahmudov), Sejdovic (46. Weinhardt), Bazzoli, Rehorst

Eintracht: Stirl - Sarho, Orywol (87. Uth), Stich, Irorere, Stendera, P. Kabuya (80. Engel), Finger, Zorn, Makanda (59. Häuser), J. Kabuya (84. Safaridis)

Tore: 0:1 J. Kabuya (45. + 1) 0:2 Stendera (64.) 0:3 Häuser (78.)

Gelbe Karten: Toure, Weinhardt - P. Kabuya

Zuschauer: 300

Schiedsrichter: Patrick Glaser (Wiesbaden)

 

 


 

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