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U19 ringt OFC nieder: Molenaar trifft wieder doppelt

Samstag, 08. Februar 2020, 08:33

In einer packenden Flutlichtpartie am Freitagabend besiegen unsere A-Junioren zum zweiten Mal in dieser Saison die Kickers Offenbach und rücken somit der Spitzengruppe gefährlich nah.

Vor rund 320 Fans ging es für das Team von Technischem Direktor Marco Pezzaiuoli und Trainer Andreas Ibertsberger ins zweite Mainderby der Saison 19/20. Auf der großen Bühne in der PSD Bank Arena am Bornheimer Hang zeigten die Adlerträger von Beginn an, dass sie gewillt waren, das Ruder in die Hand zu nehmen und das dominante Team zu sein. In der zweiten Minute passte Hüseyin Bakirsu einen butterweichen Ball auf den freigelaufenen Abdulkerim Cakar, doch die Fahne des Linienrichters unterbrach den Angriff jäh. Doch keine zwei Minuten später folgte dann der erste vollendete Angriff. Über die rechte Seite gelangt der Ball in den Strafraum, wo Sturmtank Jip Molenaar nur noch den Fuß dazwischen halten musste und zum frühen 1:0 einnetzte.

Frankfurt erhöht schnell, Offenbach kommt zurück

Die Adlerträger ließen nach der Führung nicht nach und machten weiter Druck auf den Offenbacher Kasten. Doch sowohl Bakirsu mit einem Fernschuss (7.) als auch Cakar nach einem großartigen Solo über Links (14.) scheiterten. Doch vieles ging über die linke Seite von Abdulkerim Cakar, der bei einem 4-gegen-3-Konter in den Strafraum eindrang, einen Gegner tunnelte und den Ball quer auf Leandro Weingärtner legte. Anstatt selbst zu schießen, passte der Flügelflitzer uneigennützig auf den freistehenden Jabez Makanda, der aus ähnlicher Position wie Molenaar beim 1:0 den Ball nur noch über die Linie drücken musste. 2:0 für die Eintracht und das sehr früh im Spiel.

Unsere A-Junioren hatten Blut geleckt und wollten das Ergebnis weiter in die Höhe jagen. Die besten Chancen dazu hatten Cakar (21.) und Makanda (25.), das Spielgerät wollte beide Male nicht dorthin, wo es sich die Angreifer wünschten. Doch nach der Chance durch Makanda kamen die Kickers auf einmal besser ins Spiel: Nach einer Kombination durch die Mitte landete der Ball beim Offenbacher Toptorschützen Emir Kuhinja, der aus circa 15 Metern von Halblinks Maß nahm und an Torhüter Max Hinke vorbei ins lange Eck schlenzte. Das 2:1 in der 27. Minute. Die mitgereisten Offenbacher Fans jubelten und peitschten die Mannschaft nach vorne, was eine starke Phase der Kickers mit sich brachte. In der 35. Minute gelang der Ball über den Flügel erneut auf Kuhinja, der auf Höhe des Elfmeterpunktes frei zum Schuss kam und wie schon im Hinspiel einen Doppelpack schnürte. „Der Spielverlauf ähnelte bis dato sehr dem der letzten Woche gegen den FC Ingolstadt“, sagte Trainer Andreas Ibertsberger nach der Partie. „Wir sind von Beginn an unfassbar gut reingekommen, erzielten zwei Tore und mussten dann in einer etwas schwächeren Phase zweimal zusehen, wie der Gegner traf. Wir hätten es früher schaffen müssen, das dritte Tor nachzulegen, denn die Chancen dazu hatten wir.“

Derbyspezialist Molenaar erzielt den Siegtreffer

Das Spiel war wieder ausgeglichen und die Offenbacher, die schon das gesamte Spiel über über den Kampf kamen, spielten nach der Aufholjagd und dem Ausgleich wie beflügelt. So übten die Kickers weiter Druck aus und drängten stärker auf die Führung als die Adlerträger. Doch der Ansturm flachte ab, nachdem die Offenbacher nicht mehr zwingend vors Frankfurter Tor kamen, und die Adlerträger konnten ihr Spiel wieder besser aufziehen. Kurz vor der Pause, in der 44. Minute, setzte sich Weingärtner temporeich auf dem rechten Flügel durch. Seine Flanke findet in der Mitte den goldrichtig stehenden Jip Molenaar, der mit seinem Treffer zum 3:2 ebenfalls seinen zweiten Derby-Doppelpack schnürte. Mit diesem wichtigen Treffer ging es für beide Teams in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel machte sich bemerkbar, dass beide Mannschaften in der ersten Halbzeit alles gegeben hatten: Die Chancen wurden auf beiden Seiten weniger, das Spiel fand mehr im Mittelfeld statt und wurde zunehmend ruppiger. Die einzige Chance der ersten zehn Minuten hatte wieder Molenaar, der dieses Mal nach einer Ecke höher als alle anderen stieg, jedoch nicht genug Druck hinter den Ball bekam. Das Spiel wurde zerfahrener und beide Teams leisteten sich häufiger kleinere Fouls, die den Spielfluss deutlich verlangsamten. „Das Spiel wurde dann ziemlich wild“, so Ibertsberger. „Doch im Großen und Ganzen hatten wir im zweiten Durchgang mehr Kontrolle über das Spiel, konnten jedoch den Sack nicht frühzeitig zu machen.“ So kam es auf beiden Seiten zu keinen nennenswerten Chancen mehr. Einzig und allein eine kleinere Rudelbildung nach einem Foul an Hüseyin Bakirsu an der Seitenlinie brachte kurz vor dem Spielende noch einmal Feuer in die Partie. In der Folge erhielt der Offenbacher Trainer Robin Trabert von Schiedsrichter Marc Heiker erst eine Ermahnung und nach weiterem lautstarkem Reklamieren die gelbe und kurz darauf die gelb-rote Karte gezeigt. Nach einer langen Nachspielzeit erlöste Schiedsrichter Heiker die Adlerträger mit dem Schlusspfiff und die von Kampf und Erde gezeichneten Jungadler fielen sich in die Arme. „Für uns war der Sieg in der Hinsicht wichtig, dass wir letzte Woche unnötig Punkte haben liegen lassen“, resümierte Ibertsberger nach dem Spiel. „Wir wollen die Spitze angreifen und brauchen dafür alle Punkte, die wir einsammeln können. Da war es wichtig, dass wir heute, nach ähnlichem Verlauf wie in der letzten Woche, die drei Punkte einfahren konnten.“

Durch den Sieg gegen die Kickers Offenbach stehen die Adlerträger mit 29 Punkten auf dem sechsten Platz und sind vorerst punktgleich mit dem Fünften, SC Freiburg, die jedoch am Sonntag, den 9. Februar, noch beim FC Augsburg ran müssen. Für die Adlerträger geht es am nächsten Wochenende dann auch wieder in die Ferne. Am Samstag, den 15. Februar, steht das Auswärtsspiel beim Tabellenführer, dem VfB Stuttgart, an. Anpfiff zum Spitzenspiel ist um 14 Uhr.

Eintracht Frankfurt U19 - Kickers Offenbach U19 3:2 (3:2)

Frankfurt: Hinke - Orywol, Otto, Makanda (70. Littmann), Cakar (82. Zorn), Brugger, Bakirsu, Loune, Siebert (63. Engel), Weingärtner (64. Fahrnberger), Molenaar

Offenbach: Tramontana - Mun Thang, Moreno Giesel (56. Bell Bell), Dahl (80. Sentürk), Dejanovic, Kuhinja (78. Meyer), Huseinbasic, Dos Santos Ferreira (50. Sausen), Herth, Oestreicher, Schütz

Tore: 1:0 Molenaar (4.), 2:0 Makanda (19.), 2:1 Kuhinja (28.), 2:2 Kuhinja (36.), 3:2 Molenaar (44.)

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Robin Trabert (90.)

Schiedsrichter: Marc Heiker

Zuschauer: 323

Von: Leon Mathieu

 

 


 

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