Aktuelles vom Fussball

U17-Juniorinnen: Punktgewinn zum Jahresabschluss

Montag, 03. Dezember 2018, 11:58

Für das letzte Punktspiel vor der Winterpause hatte der Spielplan noch ein Highlight zum Abschluss für die Frankfurter Mädchenfußball-Fans parat: das Stadtderby zwischen dem 1. FFC Frankfurt und unserer Eintracht-U17.

Eintracht Frankfurt Frauenfußball Saison 2018/19 Mädchenfußball

Leider fiel krankheitsbedingt Eintracht-Torhüterin Lara Eul kurzfristig für das Spiel aus, sodass unsere Eintracht nur mit einer Torhüterin antreten konnte.

Bestrebt die Hinspielniederlage vergessen zu machen, versuchten die Gastgeberinnen zunächst das Spielgeschehen zu bestimmen. Jedoch boten die Adlerträgerinnen sehr gut Paroli und versuchten nach Ballgewinnen eigene Chancen zu kreieren, so dann auch in der 8. Spielminute geschehen. Nach einer Balleroberung auf der linken Seite, konnte der Ball über Jana Felchle und Linn Beck in die gegnerische Hälfte gebracht werden, Im Anschluss wurde über die Stationen Lena Bencic, erneut Linn Beck und Nathalie Engelmann der Ball zu Leandra Wickert gespielt. Der erste Schussversuch von Wickert stellte FFC-Torhüterin Kübra Peykar jedoch vor keine größeren Probleme.

Danach dann eine erste gute Aktion vom FFC, als Emily Kraft einen Schnittstellenball jedoch nicht richtig aufs Tor bringen konnte, leichte Beute für die Eintracht Hintermannschaft (11.). Eine Minute später wurde es dann deutlich gefährlicher. Dieses Mal wurde Leonie Springer von Emily Kraft in Szene gesetzt, ihren Torschuss konnte Michèle Häuser mit einem tollen Reflex zur Ecke klären. Die anschließende Ecke brachte jedoch nichts ein und konnte sicher geklärt werden (12.).

Über einen Freistoß aus etwa 12 Meter in der gegnerischen Hälfte kam dann die Eintracht zur nächsten guten Möglichkeit. Der von Lili Wanjura scharf in Richtung des langen rechten Ecks getretene Ball konnte jedoch leider nicht mehr von einer Mitspielerin erreicht werden, und ging knapp am rechten Pfosten vorbei (17.).
In der Folge hatte der FFC etwas mehr Spielanteile, auch bedingt durch einige Pässe der Eintracht, die nach guten Ballgewinnen zu überhastet in die Spitze gespielt wurden – Chancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware.
Eine gute Passstafette kurz vor der Halbzeit für die Eintracht über Leandra Wickert, die tief auf Nathalie Engelmann spielte und einem anschließenden Doppelpass mit Linn Beck in Richtung Strafraum, konnte von der FFC Hintermannschaft gerade noch geklärt werden (38.). So ging es mit dem 0:0 in die Kabinen.

Durchaus zufrieden war Eintracht-Trainer Adrian Stanik zum ersten Durchgang: „Die ersten 15-20 Minuten haben wir das sehr ordentlich gemacht und gut gegen den Ball gearbeitet. Danach haben wir leider zu viele Bälle etwas leichtfertig hergegeben, da hat uns ein wenig die Ruhe gefehlt. Letztlich haben wir dem FFC aber auch nur eine richtige Torchance zugestanden, welche Michèle glänzend pariert hat.“

Eintracht Frankfurt Frauenfußball Saison 2018/19 Mädchenfußball

Zur zweiten Halbzeit war der Eintracht klar, dass der FFC sicherlich die Schlagzahl nochmals erhöhen würde. So gehörte die erste Torannäherung in Halbzeit zwei auch den Gastgeberinnen, der abgefälschte Torschuss von Natascha Latincic stellte Michèle Häuser vor keine großen Schwierigkeiten (45.). Das Trainerteam um Adrian Stanik und Sophie Schouten reagierte dann auch, brachte mit Beni Papela (47.) und Mila Rausch (50.) zwei frische Kräfte, die einerseits zusätzliche Stabilität im Zentrum und andererseits neuen Schwung für die Offensive ins Spiel bringen sollten.

Die beiden Akteurinnen konnten sich dann auch direkt gut einbringen. Nachdem der FFC in der Spieleröffnung nach einem Abstoß von Rausch direkt hoch angelaufen wurde, konnte Beni Papela den Passversuch abfangen und legte im Anschluss auf Karla Reuter ab, welche Richtung Tor den Abschluss suchte (53.). In der 55. Minute ein Schussversuch von Spielführerin Aileen Passler aus der zweiten Reihe, welcher vor der FFC-Schlussfrau nochmals aufsetzte, aber sicher gefangen werden konnte (55.).
Dann war der FFC wieder am Drücker. Der Torschuss von Emily Kraft ging jedoch deutlich links am Tor vorbei (56.). Der FFC erhöhte danach nochmals den Druck und suchte immer wieder den Vorwärtsgang durch Zuspiele in die Tiefe. So auch in Minute 61, als der FFC eine gefährliche Ecke unserer Eintracht klären konnte. Über Leonie Springer und Ann Kathrin Seiler wurde der Ball auf Emily Kraft gespielt. Allerdings war Katharina Bilz – neben Lili Wanjura heute die zweite sehr gut spielende Innenverteidigerin – zur Stelle und konnte den Ball gerade noch Richtung Michèle Häuser spitzeln. Aufgrund ihrer Maske war sie allerdings im Sichtfeld eingeschränkt und erkannte den Rückpass nicht, die Schiedsrichterin entschied folgerichtig auf indirekten Freistoß innerhalb des Strafraums. Die Eintracht-Hintermannschaft bewahrte jedoch die Ruhe, die Mauer blieb stehen, und der flach getretene Freistoß konnte sicher geklärt werden (62.). „An dieser Stelle kein Vorwurf an Michèle, den Rückpass hat sie einfach nicht erkennen können.“ so verständnisvoll Adrian Stanik zur Spielszene.

In diese starke Phase des FFC fiel dann ein Entlastungsangriff der Eintracht, welcher es in sich haben sollte. Zunächst setzte sich Jana Felchle auf der linken Seite durch und passte den Ball nach innen. Der Ball landete schließlich bei Aileen Passler, welche in den Strafraum eindrang und zu Fall gebracht wurde. Die Schiedsrichterin nahm die Pfeife in den Mund und alle Eintracht-Anhänger rechneten mit Strafstoß, jedoch blieb der Pfiff dann doch aus (67.).

„In den letzten drei Spielen ist das jetzt der zweite klare Strafstoß, den wir nicht zugesprochen bekommen. In der ersten Halbzeit hat Aileen selbst sogar die gelbe Karte für eine ähnliche, aber deutlich harmlosere Szene erhalten. Hier muss man einfach mal den Mut haben und dem Außenseiter den klaren Elfmeter auch zusprechen!“ ärgerte sich Eintracht-Trainer Stanik.

Nachdem Nathalie Engelmann nochmals einen Schussversuch auf das FFC-Gehäuse abgab, nahm das Spiel wieder mehr Fahrt in Richtung Eintracht Tor auf (74.). Mit einem strammen Schussversuch, der jedoch über das Tor ging, läutete Hannah Marx die intensive Schlussphase ein (74.). Hier gab es dann wieder eine Freistoßmöglichkeit für die Eintracht. Mila Rausch brachte diesen mit vollem Risiko in Richtung Tor, leider drüber (76.). Die Eintracht stand in dieser Phase auch wieder deutlich höher und störte somit auch früher das Aufbauspiel der Gastgeberinnen. Hierdurch wurde der FFC auch erstmal vom eigenen Tor weggehalten. Bis zur 80. Minute, als ein eher harmloser langer Ball unter dem Fuß der Eintracht-Hintermannschaft durchrutschte und bei Emily Kraft landete. Diese konnte schließlich im Strafraum zum Abschluss kommen. Eintracht Schlussfrau Michèle Häuser konnte den Torschuss so entscheidend abbremsen, dass die mitgelaufene Jana Felchle den auf das Tor zurollenden Ball vor dem Überschreiten der Torlinie aus der Gefahrenzone bugsieren konnte. „Tolle Aktion von Jana. Im Hinspiel gab es die Großchance für Leonie Springer, als Michèle ebenfalls überragend reagiert hat und Jana den Ball abschließend klärte. Heute war es deutlich enger und wieder hat uns Jana vor einem Gegentor bewahrt – diese Situation hat einfach zu ihrer heute wirklich sehr guten Leistung gepasst!“ lobte Adrian Stanik die Rettungsaktion von Jana Felchle.

Danach verteidigte die Eintracht leidenschaftlich und konnte sich kurz vor Schluss nochmals in der FFC-Hälfte festsetzen. Es sprang sogar nochmal eine Ecke raus, die die letzte Torchance des Spiels mitbringen sollte. Mila Rausch trat die Ecke von der linken Seite Richtung Strafraum und Nathalie Engelmann legte auf die im Rückraum stehende Beni Papela ab, die sofort den Abschluss suchte. Die Bogenlampe senkte sich sehr gefährlich für die bereits geschlagene Kübra Peyker in Richtung FFC-Tor und klatschte dann an die Latte, ein weiterer Torschuss flog im Anschluss über das Tor (80.+2). Danach war Schluss und es blieb beim 0:0.

„Zum Jahresabschluss haben wir nochmal ein leidenschaftliches Spiel unserer Mannschaft gesehen. Leider haben wir phasenweise die Bälle zu schnell wieder hergegeben und teilweise auch zu tief gestanden, sodass wir gerade in der zweiten Halbzeit deutlich mehr Druck durch den FFC bekommen haben. Wir dürfen bei der Betrachtung aber nicht vergessen, wo wir herkommen. Schließlich haben mal wieder drei Spielerinnen des Jahrgangs 2004 in der Startelf gestanden – Linn Beck wird in diesem Monat 14 Jahre alt (Anm. d. Red.) –  und zum Teil haben Spielerinnen von uns letzte Saison noch in der Mädchen-Kreisliga gespielt. In der Startelf des FFC standen beispielsweise sechs Spielerinnen mit U-Nationalmannschaftserfahrung. Unsere Defensive um Katharina Bilz und Lili Wanjura stand wirklich sehr gut und so konnten wir nur zwei richtig gefährliche Torchancen zulassen. Wenn wir den nicht gegebenen Elfmeter mit einrechnen, konnten wir auch zwei sehr gefährliche Aktionen verbuchen. Auch wenn das am Ende natürlich das i-Tüpfelchen gewesen wäre, sind wir mit dem Punktgewinn sehr zufrieden. Schließlich haben wir gegen den FFC in dieser Saison kein Gegentor bekommen und stehen mit vier Punkten Vorsprung über dem Strich. Unsere Mädels sollen sich jetzt erst einmal erholen und im neuen Jahr werden wir uns dann wieder konzentriert auf die restlichen Spiele für das große Ziel Klassenerhalt vorbereiten.“ äußerte sich ein zufriedener und stolzer Eintracht-Trainer Adrian Stanik nach dem Spiel gegen den FFC Frankfurt und auch zum bisherigen Saisonverlauf.

1.FFC Frankfurt - Eintracht Frankfurt 0:0

SGE: Häuser; Meier, Bilz, Wanjura, Felchle, Passler, Wickert (47. Papela), Engelmann, Beck, Reuter, Bencic (50. Rausch).

 Eintracht Frankfurt Frauenfußball Saison 2018/19 Mädchenfußball

Fotos: Harry Engelmann

 

 


 

Kontakt

Armin Kraaz
Leiter Leistungszentrum

Eintracht Frankfurt e. V.
Alfred-Pfaff-Straße 1
60386 Frankfurt/Main

Tel: +49 69 42 09 70 0
Fax: +49 69 42 09 70 322
kraaz(at)eintracht-frankfurt.de