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U17 2:2 gegen Karlsruhe – Vermeidbare Punktverluste

Samstag, 06. Oktober 2018, 15:56

Trotz einer über 60 Minuten extrem überlegenen Vorstellung inklusive 2:0-Führung musste sich unsere U17 am Samstagnachmittag gegen den Karlsruher SC mit einem 2:2 begnügen.

Dabei hatte gerade in der ersten Halbzeit absolut nichts auf eine Punkteteilung hingedeutet, zu einseitig gestaltete sich das ungleiche Kräftemessen. Während die Gäste die Eintracht frühestens an der Mittellinie, mit zunehmender Spieldauer eher kurz vor dem eigenen Strafraum, in Zweikämpfe verwickelten, bespielten die Hessen die gegebenen Räume geduldig, ließen Ball und Gegner laufen und drangen dadurch regelmäßig auf ansehnliche Weise in den Strafraum vor. Die erste Gelegenheit hatte Dzanan Mehicevic auf dem Fuß, als das verloren geglaubte Spielgerät zum Mittelstürmer zurückprallte und der Startelfdebütant aus kurzer Entfernung das lange Eck anvisierte, aber in KSC-Keeper Niklas Schuch seinen Meister fand (7.). Mehicevic war neben Martin Pecar einer von zwei Neuen in der Startelf. Für den Neuzugang aus Tschechien war es der erste Einsatz überhaupt im Adlerdress.

Während sich der umtriebige Offensivakteur nahtlos ins muntere Kombinationsspiel der Frankfurter Jungs einfügte, sorgten bald die schon Etablierten für weitere Gefahrenmomente. Etwa Kapitän Hüseyin Bakirsu, der nach einer Eckballvariante in den Rückraum aus halblinker Position den Kasten nur um wenige Zentimeter verfehlte (18.). Die Führung war folglich nur eine Frage der Zeit und ließ nicht länger auf sich warten, als Mehicevic im Strafraum nicht mehr vom Ball zu trennen war und im zweiten Versuch trocken ins kurze Eck abschloss (21.). Wer erwartet hatte, die Badener würden sich nach dem Rückstand etwas aus ihrem Kokon locken lassen, sah sich getäuscht. Eher zogen sich die Gelben noch weiter zurück und waren dadurch im eigenen Drittel meist in Überzahl. Was allerdings Tim Littmann nicht davon abhielt, relativ unbedrängt von der Strafraumkante abzuziehen. Der feine Schlenzer des Sommertransfers aus der Fächerstadt klatschte aber nur an die Latte (33.). Noch einen Tick platzierter zielte wenige Sekunden vor dem Pausentee allenfalls Bakirsu, als er eine abgeblockte Flanke aus etwa 17 Metern gefühlvoll im rechten unteren Eck unterbrachte (40.).

Mit dem 2:0 im Rücken behielten die Adlerträger auch in der zweiten Halbzeit weitgehend die Kontrolle, agierten aber längst nicht mehr so zwingend. Gleichwohl präsentierten sich die Gäste weiter ohne ersichtliche Ambitionen auf einen Torerfolg, der wiederum beinahe Pecar vergönnt gewesen wäre, als er aus zehn Metern etwas zu zentral zielte und Max Lud per Fußabwehr zur Ecke klären konnte (60.). Der zweite Torwart war kurz zuvor für den nach einem Zusammenprall unglücklich verletzten Schuch ins Spiel gekommen. Eintracht Frankfurt wünscht an dieser Stelle eine bestmögliche Genesung! Wie wiederbelebt präsentierten sich kurz darauf auf einmal dessen Vorderleute, als Marco Varivoda sich am energischsten durchzusetzen vermochte und mit dem ersten Torschuss auf 2:1 verkürzte (62.). Plötzlich waren die fortan mutiger agierenden Gäste nicht wiederzuerkennen, wenngleich Chancen bis kurz vor Schluss beiderseits ausblieben. Jedenfalls bis zur 79. Minute, als die energisch auf die Vorentscheidung drängenden Riederwälder sich durch eine einfache Verlagerung auseinanderziehen ließen und Varivoda den Rückpass auf den kurzen Pfosten eiskalt zum 2:2 verwertete. In der Nachspielzeit boten sich der nochmal aufs Gas tretenden Eintracht einige Eckballmöglichkeiten, von denen Ioannis Vassiliou eine in Form eines Fallrückziehers sogar fast im Gehäuse untergebracht hätte. Da ein Verteidiger aber kurz vor der Torlinie rette (80. + 3) blieb es beim etwas unwirklichen 2:2.

„Bis zur 60. Minute war der KSC quasi nicht existent, hat nach dem Anschlusstreffer aber eine sehr gute Moral bewiesen. Bis dahin haben meine Jungs spielerisch keine Wünsche offen gelassen und auch durchweg aufmerksam verteidigt, allerdings das 3:0 verpasst. Gegen Ende haben wir es nicht mehr geschafft, seriös zu verteidigen, was letztlich zum Unentschieden geführt hat“, zeigte Chefcoach Frank Leicht im Nachgang nachvollziehbar die zusammenhängenden Faktoren des vermeidbaren Spielverlaufs auf.

 

Eintracht Frankfurt U17 - Karlsruher SC U17 2:2 (2:0)

Frankfurt: Girelli - Komljenovic, Vassiliou, Judge, Otto, Harder, Littmann, Loune (72. Kurt), Mehicevic (59. Kosuchin), Bakirsu, Pecar

Karlsruhe: Schuch (54. Lud) - Allgeier, Demir, Trkulja, Yumurtaoglu, Breithaupt, Nagelbach (41. Seemann), Varivoda, Kronemayer, Schuppler (41. Weißer), Ahunbaev (56. Wähling)

Tore: 1:0 Mehicevic (21.) 2:0 Bakirsu (40.) 2:1 Varivoda (62.) 2:2 Varivoda (79.)

Gelbe Karten: Loune - Trkulja, Seemann, Varivoda

Zuschauer: 100

Schiedsrichter: Jean Luc Behrens (Neunkhausen)

Von: Daniel Grawe

 

 


 

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