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Kern AG-Training: Deutsch-Unterricht im Leistungszentrum

Mittwoch, 17. April 2019, 16:57

Auf dem Platz verstehen sie sich (fast) ohne große Worte – am liebsten lassen sie Siege mit der U17 für sich sprechen. Doch damit sich unsere Spieler Martin Pecar, Mason Judge und Giorgos Pontikou auch im Alltag gut verständigen können, nehmen sie einmal wöchentlich für zweieinhalb Stunden am Sprachunterricht unseres Partners KERN AG Training im Sportleistungszentrum am Riederwald teil. Mit dabei ist außerdem Martins Mutter, die mit ihrem Sohn im vergangenen Sommer von Slowenien nach Deutschland gezogen ist.

Woher sie kommen, wie alt sie sind und welche Hobbies sie neben Fußball noch haben, will Sprachentrainerin Frau Kreß wissen. Es ist ihr zu Beginn jeder Unterrichtseinheit wichtig, ihre Schüler in Gesprächssituationen zu verwickeln, damit sie ins Erzählen kommen und sicherer im Umgang mit der deutschen Sprache werden. Und schnell wird deutlich: So international wie die Stadt Frankfurt ist, so multikulturell geht es auch im Unterricht zu: So zog US-Junioren-Nationalspieler Mason für seinen großen Traum vom Fußballprofi im Sommer 2018 aus Florida nach Deutschland. Zeitgleich verließ sein 16-jähriger Mannschaftskollege Martin seinen slowenischen Verein NK Olimpija Ljubljana, um für die Adlerträger aufzulaufen. Im Januar 2019 folgte der ebenfalls 16-jährige Giorgos aus dem griechischen Teil von Zypern den beiden in das U17-Team der Eintracht. Seit zu dieser Saison im Jugendbereich personelle Verstärkung aus dem Ausland Einzug gehalten hat, wird die Partnerschaft mit dem Dienstleister im Bereich der fremdsprachlichen Kommunikation, der KERN AG Training, auch für das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) immer wichtiger. Die Sprachkenntnisse der jungen Talente sollen schließlich gezielt gefördert werden, damit unsere Spieler durch das schnelle Erlernen der deutschen Sprache gut in den Verein und unser Land integriert werden.

Fußballspezifisches Vokabular
Der wöchentliche Kurs ist speziell auf unsere Nachwuchstalente zugeschnitten. „Es ist uns wichtig, die Kurse so individuell wie möglich zu gestalten. Die Teilnehmer sollen sich mit den Trainingsinhalten identifizieren können, damit der Lerneffekt erhöht wird“, erklärt Frau Kreß. So baut sie viel fußballspezifisches Vokabular in ihre Übungen ein, das für die jungen Spieler natürlich besonders von Belang ist. Wichtig ist ihr aber vor allem, dass Mason, Giorgos, Martin und seine Mutter richtiges und gutes Deutsch lernen. Sie sollen nicht einfach nur Begriffe aneinanderreihen, sondern in ganzen Sätzen sprechen und sich problemlos im Alltag ausdrücken können. Deshalb geht die Lehrerin während des freien Sprechens auch immer wieder auf die Grammatik ein. Die Regeln der deutschen Sprache sollen sitzen, darauf achtet sie.

Lesen und Verstehen
Im letzten Part des Unterrichts ist es Frau Kreß wichtig, dass die Jungs Leseverstehen üben. Hierfür lesen Giorgos und Mason einen Text in Dialogform vor. Giorgos fragt nach der Bedeutung des Wortes „Bitte“, auch wenn er es tagtäglich schon benutzt. Mason erklärt es seinem Mannschaftskollegen auf Englisch. Kurze Stille im Raum, dann gießt unser zypriotischer Neuzugang Mason Wasser in sein halbvolles Glas. Dieser schaut zunächst etwas irritiert, als dann ein „Bitteschön“ seines Mannschaftskollegen kommt, gibt es großes Gelächter. Insgesamt herrscht eine angenehme Lernatmosphäre.

Motivierte Sprachschüler   
Auch wenn es nicht immer leicht fällt, motiviert sind unsere Sprachschüler trotzdem. „Die Jungs wollen lernen und sich ständig verbessern. Sie haben alle einen großen Ehrgeiz und machen viele Fortschritte“, so Frau Kreß.

Mit dem Verstehen klappt es bei allen Sprachschülern bereits recht gut. Der Unterricht kann fast ausschließlich auf Deutsch stattfinden. Lediglich einzelne Wörter übersetzt Frau Kreß noch ins Englische. Am Einfachsten hat es hierbei sicherlich Mason, dessen Muttersprache es ist. Doch nach zweieinhalb Stunden Sprachunterricht geht es für die Jungs direkt weiter auf den Trainingsplatz. Lieber als mit Wörtern jonglieren sie dann doch mit Bällen.

Von: Nina Bickel

 

 


 

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Leiter Leistungszentrum

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