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Hessenpokal: U17 macht Halbfinale klar

Donnerstag, 02. Mai 2019, 12:49

„Man hat gesehen, dass den Jungs der Hessenpokal genauso wichtig wie die Liga ist“, begründete Dominik Reichardt den deutlichen 7:1-Erfolg am Mittwoch beim SV Darmstadt. Somit stehen nur noch zwei Spiele zwischen der Eintracht und der Titelverteidigung.

Der Trainer, der in Abwesenheit des beim Trainerlehrgang weilenden Jan Fießer die alleinige Verantwortung an der Seitenlinie trug, schöpfte die ganz Tiefe des Kaders aus und schenkte in dieser Saison weniger berücksichtigten Akteuren wie Patrick Markiewicz oder Nils Knecht wichtige Spielpraxis. Die Spieler sollten das Vertrauen zurückzahlen, was sich nur nach den ersten 40 Minuten noch nicht im Ergebnis widerspiegelte. Bis dahin hatten die einmal mehr Pressing- und umschaltstarken Adlerträger das Geschehen im Griff, verpassten es aber, die Überlegenheit mit Toren zu veredeln. Die Hausherren kamen einzig nach zehn Minuten zu einer gefährlichen Freistoßgelegenheit, während die Eintracht unter anderem mit drei Distanzschüssen scheiterte. Die größte Chance im ersten Durchgang hatte Elias Kurt, der aus acht Metern aber freistehend im Darmstädter Torhüter Henry Bremer seinen Meister fand. Nach einer halben Stunde war es dann soweit: Steckpass in die Gasse auf den in den Strafraum durchgestarteten Hüseyin Bakirsu, der das Leder aus kurzer Distanz im kurzen Eck unterbrachte.

„Wir hatten angesprochen, unsere Effizienz vor dem Tor erhöhen zu müssen“, sagte Coach Reichardt rückblickend. Der Forderung sollten Taten folgen. Die zweite Halbzeit war keine 30 Sekunden jung, als sich die Riederwälder unbehelligt durchs Zentrum kombinierten und das Spielgerät förmlich über die Torlinie trugen, als Markiewicz aus nächster Nähe zum 2:0 traf. „Psychologisch waren wir durch den Blitzstart klar im Vorteil“, war Reichardt der günstige Zeitpunkt des Treffers bewusst. Fortan entwickelte sich das eigentlich enger erwartete Duell zum Selbstläufer. Die aufgerückten Junglilien liefen dem Titelverteidiger ein ums andere Mal ins offene Messer, wie vor dem 3:0, als ein langer Schlag der Frankfurter Jungs vor den Füßen von Markiewicz landete, der seinen zweiten von drei Treffern an diesem sonnigen Maifeiertag markierte. Im Gegenzug konnte sich auch SGE-Schlussmann Elias Bördner im Eins-gegen-eins Auszeichnen. Mit dem 4:0 durch Jongmin Seo von der Strafraumkante war die Partie nach knapp einer Stunde endgültig entschieden. Daran konnte auch das 1:4 des Gastgebers nichts ändern. Vielmehr brachten die baldigen Einwechslungen von Edeljokern wie Martin Pecar, Tim Littmann oder Larion Kosuchin nochmal Schwung, wie sich nicht zuletzt an der Torschützenliste ablesen lässt: Nach dem 5:1 des Dreierpackers Markiewicz stellten Kosuchin und Littmann kurzerhand den 7:1-Endstand her.

Wenig verwunderlich sprach Reichardt im Anschluss von einem „rundum gelungenen Feiertag. Wir konnten vielen Jungs Spielpraxis geben und bleiben durch das Halbfinale am 15. Mai bis zum Ligaspiel in Hoffenheim weiter im Rhythmus. Der Sieg ist zweifelsohne verdient – auch in der Höhe“, beschloss der Trainer seine Einschätzungen zum Spiel.

 

SV Darmstadt 98 U17 - Eintracht Frankfurt U17 1:7 (0:1)

Darmstadt: Bremer - Ehrmann (54. Onyia), Paller (64. Portugall), Wink, Bauer, Vogler (69. Uzunhasanoglu), Kasper, Shuteriqi, Die, Konitzko, Crosthwaite (54. Lerch)

Frankfurt: Bördner - Vrcic, Knecht, Komljenovic, Heckmann, Bakirsu, Harder (65. Fröls), Seo (74. Littmann), Pontikou, Kurt (54. Pecar), Markiewicz (67. Kosuchin)

Tore: 0:1 Bakirsu (32.) 0:2 Markiewicz (41.) 0:3 Markiewicz (46.) 0:4 Seo (59.) 1:4 Kasper (65.) 1:5 Markiewicz (66.) 1:6 Kosuchin (74.) 1:7 Littmann (77.)

Schiedsrichter: Patrick Glaser

Von: Daniel Grawe

 

 


 

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