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Frauen 1: Interview mit Laila Koch

Samstag, 02. Mai 2020, 18:52

Im Sommer wechselte die ehemalige U19-Nationalmannschaftstorhüterin der Schweiz, Laila Koch, an den Riederwald. Das Adlertrikot konnte sie aufgrund eines Kreuzbandrisses bisher noch nicht tragen. Wir sprachen mit ihr, wie der bisherige Verlauf der Reha ist.

Eintracht Frankfurt Frauenfußball Saison 2019/20 Laila Koch

Bei Young Boys Bern und dem FC Luzern stand die 22jährige Laila Koch erfolgreich im Tor, auch das Trikot der Schweizer U19-Nationalmannschaft durfte sie bereits tragen. Einen Kreuzbandriss hat sie in dieser Zeit bereits erfolgreich hinter sich gehabt, doch kurz vor dem Umzug nach Frankfurt kam es zum zweiten Kreuzbandriss bei der jungen Schweizerin. Die Schufterei ging somit bei Laila Koch von vorne los. Einen Einblick in ihre Gedanken zu der Verletzung und zum aktuellen Gesundheitsstand gab sie uns gerne.

Hallo Laila, wo „erwische“ ich Dich gerade bzw. wo bist Du derzeit?

Ich war einige Tage in der Schweiz bei meiner Familie. Nun bin ich wieder in Frankfurt und versuche das Beste aus der aktuellen Situation zu machen. 

Wie ist Dein aktueller Stand nach dem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr?

Es sind jetzt über 11 Monate seit der OP vergangen. Ich fühle mich sehr gut. Grundsätzlich bin ich ‚austherapiert‘, kann jetzt aber noch weiter von den Physios profitieren, damit ich bei der Wiederaufnahme des Trainings fit starten kann. Das erste Torwarttraining hätte ich schon absolvieren dürfen, dann kam aber leider der Lockdown dazwischen.

Kannst Du uns von Deinen Erfahrungen in der Reha berichten?

Nach jedem Reha-Trainig bin ich ziemlich ausgelastet. Zum Glück ist es sehr abwechslungsreich und macht daher auch viel Spaß. Es gab viele Momente wo ich dachte: Was, das soll ich machen? Hält das mein Knie aus? Und jedes Mal wurde ich einem besseren belehrt. Das Gefühl über meine Grenzen zu gehen, hat mich jedes Mal noch mehr motiviert. Jetzt bin ich natürlich froh, wenn es bald wieder auf den Rasen geht. 

Es ist Dein zweiter Kreuzbandriss, welche Gedanken gingen Dir da durch den Kopf?

Unglaubliche Enttäuschung. Ich lag da nach meiner letzten Aktion und wusste sofort, dass ich mir das Kreuzband im anderen Knie gerissen habe. Ich hatte erst wieder zwei Spiele gespielt, es lief immer besser und ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt wieder richtig wohl auf dem Platz und dann dieser Rückschlag. Ändern konnte ich es nicht und so fand ich schnell wieder einen kleinen Funken Energie, um ein weiteres Jahr Reha in Angriff zu nehmen.

Wo siehst Du als Torfrau Deine Stärken im Tor?

Ich denke, dass ich eine gute Präsenz auf dem Platz ausstrahle und so für mein Team ein positiver Rückhalt bin. Zudem mag ich 1:1 Situation, wo ich meine Reflexe ausspielen darf.

Welche sportlichen Ziele strebst Du in den nächsten Jahren an?

Im Moment schwer zu sagen. Klar hat man mögliche Ziele vor den Augen. Ich möchte aber zuerst wieder im Tor stehen können und mich dabei wohl fühlen, auch was das Knie betrifft. 

 

 

 

 

 

 

 

Von: Denis Michel Biesold

 

 


 

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