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Anouar Ddaou: U16 auf den Punkt bereit

Freitag, 10. August 2018, 12:51

Anlässlich des Saisonstarts gegen die SG Kelkheim (Sonntag, 11 Uhr, Riederwald) bat die Eintracht-Redaktion den U16-Trainer Anouar Ddaou zum Interview. Er gab dabei nicht nur Einblicke in die kommende Saison, sondern erklärte auch den Hintergrund einer ganz besonderen Teambuilding-Maßnahme.

Eintracht Frankfurt Fußball Leistungszentrum Saison 2018/19 U16-Trainer Anouar Ddaou

Eintracht-Redaktion: Sie haben vergangene Saison interimsweise unsere U17 betreut. Inwiefern waren Ihre Erfahrungen in der B-Junioren-Bundesliga hilfreich, um mit der U16 auf die dortigen Anforderungen hinzuarbeiten?
Anouar Ddaou: Grundsätzliche geschieht  in der Junioren-Bundesliga alles auf einem höheren und intensiveren Niveau. Beispielsweise konnten wir bei der Videoanalyse gezielter auf den Gegner eingehen, da neben Bildmaterial der eigenen Mannschaft auch welches vom Gegner vorlag. Zudem hat sich mein Blick für viele Details nochmals geschärft, insbesondere hinsichtlich der Bedeutung des Individualtrainings. Denn je höher das Niveau ist, desto häufiger entscheiden Nuancen. Darüber hinaus kann ich den Jungs viele Dinge nun aus eigener praktischer Erfahrung berichten, etwa in puncto Spieltempo oder Physis, die dort an den Tag gelegt werden.

Welche Schwerpunkte haben Sie in der Vorbereitung gesetzt?
Wie üblich haben wir die vier großen Bausteine Taktik, Technik, Physis und Mentalität behandelt. Zunächst haben wir die konditionellen Grundlagen gelegt und sind dann auf technisch-taktische Inhalte eingegangen, die ohnehin ineinander verschwimmen, genau wie die mentale Komponente. Dabei sind hinsichtlich der Spielphilosophie und Trainingsgestaltung viele von Marco Pezzaiuoli (Technischer Direktor; Anm. d. Red.) eingeführte Veränderungen und Verbesserungen eingeflossen. Dazu zählen sogenannte implizierte Trainingsformen, die von uns als Trainerteam eine noch detailliertere Vorarbeit verlangen, aber in der Umsetzung einen wesentlich höheren Mehrwert für die Spieler erzielen, was ich als ungemein positiv empfinde.

Was hatte es mit der abschließenden Team-Building-Maßnahme auf sich?
Da wir kein klassisches Trainingslager abgehalten haben, wollten wir aus dem gewohnten Umfeld ausbrechen, sodass sich alle Jungs inklusive der Neuzugänge besser kennenlernen.  Gemeinsam mit unserer Sportpsychologin Lena-Claire Schulz ging es auf den Abenteuerspielplatz im Riederwald. Dort haben wir ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, bei dem alle die richtige Mischung aus Spaß und Konzentration gefunden haben.

Welche Aussagekraft messen Sie den Testspielen bei?
Die Tests dienten zum einen dazu, dass die Jungs unsere Spielphilosophie kennenlernen. Zum anderen ist es wichtig, zu sehen, ob die Jungs die erarbeiteten Trainingsinhalte verinnerlicht haben und im Spiel anwenden können. Natürlich haben die Ergebnisse eine gewisse Aussagekraft, aber gerade in der Vorbereitung sind die Beine oftmals schwer, was dazu führen kann, ein Spiel am Ende doch noch zu verlieren. Vor allem war es schön zu beobachten, wie unsere angestrebte Spielidee von Spiel zu Spiel deutlichere Konturen annahm. Insgesamt sehe ich uns auf dem Level, dass wir uns für diesen Zeitpunkt vorgenommen haben.

Der Großteil des Jahrgangs überragte im Vorjahr in der C-Jugend. Welches Potential sehen Sie im aktuellen Kader?
Es stimmt, dass wir schon in der Vorsaison einen vielversprechenden 2003er-Jahrgang hatten, den wir in dieser Konstellation zusammenhalten konnten. Darüber hinaus haben wir uns in allen Mannschaftsteilen klug verstärkt. Auch wenn fünf Akteure direkt in die U17 aufgerückt sind, verfügen wir über eine sehr ausgeglichene Truppe.

Dazu zählt seit diesem Sommer auch ein neuer Co-Trainer. Was können Sie uns zur Arbeitsweise von und mit Patrick Ortlieb verraten?
Patrick ist ein engagierter und erfahrener Trainer, der zuvor schwerpunktmäßig im Seniorenbereich gearbeitet, aber auch Erfahrungen im Nachwuchsbereich gesammelt hat und gut in unser Team passt. Schon in den ersten Wochen haben wir viel Freude an ihm gehabt und auch er geht seiner Aufgabe mit großem Elan nach.

Welche Ziele stecken Sie sich zur neuen Saison?
In erster Linie konzentrieren wir uns auf die Arbeit mit unseren Spielern, aus denen wir eine homogene Einheit bilden möchten, in der sich jeder Einzelne maximal entfalten und so weit entwickeln kann, dass er in einem Jahr in der U17 Fuß fassen kann. Dafür ist es wichtig, dass die Spieler technisch, taktisch, konditionell und in der Persönlichkeit den nächsten Schritt machen, wobei wir sie nach Kräften unterstützen. Inwiefern sich das tabellarisch auswirken wird, können wir nur bedingt beeinflussen und hängt auch immer von den Ergebnissen der Konkurrenz ab. Für den Saisonstart gegen Kelkheim sind wir auf jeden Fall bereit!

 

Die Testspiele unserer U16 im Überblick:

Mittwoch, 18. Juli 2018: SC Freiburg U16 - Eintracht Frankfurt U16 3:1
Samstag, 21. Juli 2018: SV Waldhof Mannheim U16 - Eintracht Frankfurt U16 1:2
Mittwoch, 25. Juli 2018: SG Rot-Weiss Frankfurt U17 - Eintracht Frankfurt U16 1:6
Samstag, 28. Juli 2018: Eintracht Frankfurt U16 - SV Sandhausen U16 3:4
Sonntag, 5. August, 2018: Eintracht Frankfurt U16 - TSG Wieseck U16 10:0

Von: Daniel Grawe

 

 


 

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