Aktuelles aus der Eissportabteilung

Soloturnier beim ESC Rigi

Sonntag, 05. Juli 2015, 21:17

Das sieht man in unserer Turnierliste, einer Sammlung anstehender Ausschreibungen eher selten.  Eine Veranstaltung beim ESC Rigi (Schweiz) - ein Soloturnier. Das für 7 "Mannschaften", also Personen mit je 4 Stöcken. Diese Herausforderung wollte ich für mich einmal suchen. Also Startplatz reservieren, später melden lassen und auch für die Unterkunft sorgen. Im Allgemeinen sind in den Vereinsbezeichnungen auch immer die Ortsnamen vereint, in denen der Verein ansässig ist. Nur Rigi ist keine Stadt oder Gemeinde, sondern ein Gebiet. Verglichen mit dem Westerwald, der in Hessen, NRW und auch Rheinland-Pfalz "zuhause" ist. Rigi also ist in 2 Kantonen vertreten, dem Kanton Schwyz und dem Kanton Luzern. Darin lag dann schon der erste Irrtum von mir. Ich buchte meine Übernachtung in Rigi-Kaltbad. Die 2. Verwunderung brachte mir mein Navi. Um nach Rigi-Kaltbad zu kommen wurde mir keine Hoteladresse angeboten. Es wurde nur die Wellnessregion Weggis - Rigi - Vitznau ausgewiesen. Was man spätestens nach dem 2. Fragen an Einwohner erfahren musste, Rigi-Kaltbad ist nur über die Seilbahn zu erreichen. Weggis oder Vitznau, am Vierwaldstätter See gelegen, auf einem Höhenniveau von 435 m ü. NN, dagegen liegt Kaltbad auf 1433 m. Auto also im Tal abstellen und die Seilbahn nehmen. Die 2330 m lange Fahrt nach oben schafft man in 10 Minuten... wenn man aber solche Fahrten nicht gewöhnt ist, kommt schnell ein flaues Gefühl in der Magengegend auf, wenn man den zunehmenden Höhenunterschied miterlebt. Es entschädigt aber der weitläufige Blick auch über den Zuger See oder auch den Küssnachter See.

Die Abfahrt am Turniertag erfolgte bereits gegen 9 Uhr, auch wenn die Meldung erst gegen 12 Uhr angesetzt war. Eine Fahrt von Weggis nach Kaltbad und zurück kostet im Übrigen 24 SFr. zuzüglich 8 SFr. Parkgebühr.
In Vitznau am Schulhausplatz, etwa 5 km von Weggis entfernt, angekommen, brauchte man sich nicht warmzuspielen. Das tat der Sommer mit all seiner Kraft. Mit dem Wetter in Frankfurt vergleichbar, strahlte die Sonne massiv. Ich versuchte mich auch mal an der lila-Platte... das aber nur 2-3 mal, die war für mich nicht beherrschbar. Statt dessen wurde das Maßen mit der orangenen versucht, geschossen eher mit grau oder auch schwarz/weiß. Alle anderen Farben hat man zwar mitgeführt, aber eher nicht genutzt. In meinem kleinen Wortbeitrag zur Siegerehrung hätte man in seinem ersten Leben wohl Golfspieler sein müssen, dann hätte man auch die Bahn lesen können. Keine war wir die andere, aber jeder andere Gegenspieler hatte das gleiche Problem. Mit nur 2 Siegen wurde ich Vorletzter in dem nicht nur 7 sondern 9 Spieler (incl. mir ) großen Turnier standen. Ich glaube, ich hab in jedem Spiel einen halben Liter Wasser getrunken, dazu Eistee oder Rivella. Kühlboxen sorgte für die fortlaufende Kühlung. Obwohl ich glaube die Kühlschränke konnten es gar nicht schaffen. Bei dem Andrang an der Theke. 4 1/2 Stunden Spieldauer und ein umgerechnet 32 Mannschaften-Turnier liegt hinter mir. Die Spielhand war bis auf 2-3 Blasen normal, erschöpft fühlte ich mich irgendwie auch nicht.

Beeindruckend auch die Nachwuchsarbeit des ESC Rigi. Was an "laufenden Metern" sich dort mit den Eisstöcken beschäftigt hat....erstaunlich. Die Altersklasse kann ich schlecht einschätzen, aber der ESC Rigi hat Kinderstöcke für den Sommerspielbetrieb, sie kann in Turnhallen, auf Eis den Trainingsbetrieb aufrechterhalten. Wenn eben an diesem Wochenende durch sie nicht immer Eisstock gespielt wurde, dann war es neben den Temperaturen, auch dem Planschbecken geschuldet.
Was mich aber sehr gefreut hat war, dass ich aus den Händen der IFI-Frauenbeauftragten Frau Andrea Spiess-Berger, eine Hin- und Rückfahrkarte nach Kaltbad bekommen habe. Sie ist selbst bei den Rigi-Bahnen beschäftigt. Damit ist ein Teil meiner Ausgaben minimiert worden.

Ein Abstecher sonntags am Mixed-Turniertag brachte nochmal viele schöne Kontaktaufnahmen mit Bekannten und Eisstocksportlern der Schweiz. Nach der Hinfahrt mit 7,5 Std. war ich am Sonntag 05.07.2015 in genau 5 Std. an der Stocksportanlage in Frankfurt.

Ich danke dem ESC Rigi, namentlich Marcel Bühler, einfach allen Beteiligten des Durchführers.

Es war ein schönes, wenn auch nicht sportlich erfolgreiches Wochenende für mich. Fortsetzung einer Teilnahme folgt..., versprochen.

 

Von: mroock

 

 

 


 

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