Kurt E. Schmidt

Das Urgestein

Steckbrief

Vorname: Kurt E.
Nachname: Schmidt
Vereinsmitglied seit: 1950

Kurt E. Schmidt war ein Urgestein der Eintracht. Er half, wo er konnte und blieb der Eintracht bis zum Ende immer treu. Im September 2013 verstarb Kurt im Alter von 87 Jahren, doch die Erinnerung an ihn bleibt.

Kurt E. Schmidt kam mit sieben Jahren das erste Mal zur Eintracht. Damals nahm ihn sein Onkel mit ins Waldstadion. Die Eintracht gewann das Derby gegen den FSV mit 3:1, seitdem war es um ihn geschehen. In dieser Zeit besuchte er fast sämtliche Heimspiele seiner Eintracht. Seit 1950 war Kurt dann auch Mitglied in der Fußball-Abteilung des Vereins, seit 1970 beteiligte er sich aktiv ehrenamtlich am Vereinsleben. Er selbst scherzte gerne über seine Positionen im Verein. Dabei betonte er stets, dass er so gut wie alles war, außer Präsident und Trainer. Er betreute u.a. die Profifußballer der Eintracht und war insgesamt 32 Jahre Stadionsprecher der U23.

Sein schönstes Erlebnis war das Meisterschaftsfinale 1959, nicht nur wegen des Erfolges über die Offenbacher Kickers. Er hatte wohl den besten Platz im Berliner Olympiastadion - Umringt von den Hockeydamen der Eintracht verfolgte er die Partie. Vor dem Anpfiff machten die Damen aus, dass sie ihm für jedes Tor, das die Eintracht erzielt, einen Kuss geben. Das Spiel endete bekanntlich 5:3 für die Eintracht und Kurt war mehr mit küssen als mit Fußballschauen beschäftigt. Sein schönstes berufliches Erlebnis als Polizeibeamter hatte auch direkt mit der Eintracht zu tun. Nach dem Meisterschaftserfolg regelte er vor der Alten Oper den Verkehr mit zwei Eintrachtfahnen, die ihm die Ehefrau von Alfred Pfaff mitbrachte. Das sorgte für einen kleinen Skandal, der ihn vor einen polizeilichen Ordnungsausschuss führte. Sein damaliger Chef, der Kurt wohl gesonnen war, schaute sich das Bild genau an und erklärte: "Ich habe noch nie eine solch geschickte Fotomontage gesehen." Daraufhin waren sämtliche Kritiker verstummt und er konnte seiner Arbeit weiter nachgehen.

Die Eintracht bedeutete für ihn, als Frankfurter, die pure Faszination. Für ihn war die Eintracht gleichzeitig eine große Familie – und er war ein besonderer Teil dieses Vereins. Seinen Wunsch, der Eintracht immer treu zu bleiben, erfüllte er sich mit seinem selbst gewählten Lebensmotto: Einmal Eintracht, immer Eintracht. Die Mitglieder dankten es „Kurti“ mit der Wahl in den Ehrenrat des Vereins. Eine Mitgliedschaft in diesem Kreis war schon immer sein Wunsch gewesen.