Mathias Roock

Der Eisstock-Schiedsrichter

Gesicht des Vereins - Mathias Roock

Steckbrief

Vorname: Mathias
Nachname: Roock
Geburtstag: 08.02.1966
Abteilung: Eisstock
Beruf: Für die Stadt Frankfurt im Bereich Kommunikationstechnik tätig
Vereinsmitglied seit: 01.10.1991
Aufgaben im Verein: Aktiver Sportler, Webmaster

Wenn Mathias Roock den Kofferraum seines Autos öffnet, tritt man ein in die Welt des Eisstocksports. In einer Kiste hat er alles dabei, was man braucht um einen Eisstock zusammen zu bauen: Einen Stiel, einen Stockkörper und diverse Laufsohlen in verschiedenen Farben und für jede Jahreszeit. Seine Leidenschaft für den Präzisionssport hat der Eintrachtler bereits vor über 20 Jahren entdeckt.

Mathias Roock hat ein eisiges  Glitzern in den Augen wenn er von „seinem“ Sport erzählt, denn seit 1991 ist er dem Eisstockschießen verfallen. Zur Eintracht kam Roock nach der Wende. Geboren ist er in Vorpommern, in Ostdeutschland. 1991 suchte er seinen beruflichen Werdegang in Frankfurt und kam so nach Hessen, wo er bei seinen Verwandten wohnte. Der Cousin seiner Mutter Günther Demuth war zu dieser Zeit Abteilungsleiter der Eissportabteilung bei der Eintracht und so entdeckte Mathias Roock seine Leidenschaft zum Eisstocksport. „Vorher kannte ich den Sport überhaupt nicht, ich war aber direkt fasziniert“, erzählt Roock. „Natürlich habe ich beim ersten Mal alle typischen Anfängerfehler durchlaufen aber ich wurde gut in die Mannschaft eingegliedert und habe relativ schnell auch an Turnieren teilgenommen um Spielpraxis zu erhalten.“  Mit der Zeit baute sich bei Roock eine Eintracht-Treue auf, die sich auch auf andere Abteilungen ausweitete. „Natürlich verfolge ich zum Beispiel auch die Radio-Konferenzen zu den Bundesligaspielen der Fußballprofis“, so Roock. Er jedoch ist vor allem seinem „Eisstock“ treu geblieben, denn die Faszination für den Sport hat sich bei dem Kommunikationstechniker bis heute gehalten. „Eisstock ist auf der einen Seite ein Mannschaftssport und auf der anderen Seite muss jeder trotzdem für seine eigenen Fehler grade stehen“, erklärt Roock. Zudem sei Eisstockschießen vor allem ein Konzentrationssport. „Fünfzig Prozent benötigt man natürlich das Gefühl für den richtigen Schuss und dafür welche Platte man am besten unter den Eisstock schraubt, die anderen fünfzig Prozent sind Konzentration“, so der Sportler.

 

Bei der Eintracht ist Roock zurzeit aktiver Sportler in der ersten Mannschaft und amtierender  Hessenmeister. 2009 belegte er bei den Deutschen Meisterschaften den fünften Platz im Einzel, mit der Mannschaft wurde er 2007 beim deutschen Mixpokal ebenfalls Fünfter.

 
Zudem hat Roock in den 22 Jahren seiner Tätigkeit auch schon einige Ämter in der Sparte innegehabt. 17 Jahre lang war er Mitglied im Vorstand und bis letztes Jahr sogar zweiter Vorsitzende der Eissportabteilung. Zudem betreut er als Webmaster die Seite der Eisstockabteilung auf der Eintracht-Homepage. „Ich bin derjenige der dort regelmäßig über unsere Turniere berichtet“, erklärt Roock. Anfang der 90er Jahre hatte er sogar mal eine Abteilungszeitschrift gegründet in der sich die Mitglieder regelmäßig über die Aktivitäten der Eissportabteilung informieren konnten. „Das hat sich damals dann irgendwie verlaufen und so habe ich das wieder eingestellt, der aktuelle Vorstand hat aber Idee wieder aufgenommen“, berichtet er.
Neben seinem Engagement bei der Eintracht ist er seit 1997 Landesschiedsrichter-Obmann in Hessen und seit August 2011 sogar Schiedsrichter-Obmann des Deutschen Eisstock-Verbandes (DESV).


Gerne erinnert sich Roock in diesem Zusammenhang an die Eisstock Weltmeisterschaft 2004 in Graz, bei der er als Schiedsrichter tätig war. „Gemeinsam mit einem Schiedsrichter aus der Schweiz und einem aus Italien habe ich das Turnier geleitet“, erzählt er. „Eine ganze Woche waren wir damals in Österreich. 26 Nationen haben am Turnier teilgenommen.“ Am Ende wurde Deutschlands Damen- und Herrenteam übrigens Weltmeister. „Ich habe einige schöne Erinnerungen an diese Woche. Vor allem, dass mir die kenianischen Sportler am Ende ein kleines Nilpferd aus Holz geschenkt haben. Ich denke mal, dass sie mit meiner Leistung zufrieden waren.“ 
Sportlich will Mathias Roock, der bereits vier Jahre in Folge Hessenmeister im Einzel ist, diese Serie auf jeden Fall ausbauen: „Ich bin zwar schon mehrfacher Hessenmeister aber auch im nächsten Jahr würde ich den Titel gerne wieder holen“, erklärt er.


Ein weiteres Erfolgserlebnis konnte Roock am vergangenen Wochenende verbuchen: Gemeinsam mit vier Mitstreitern sicherte er sich die Deutsche Meisterschaft im Mannschaftszielwettbewerb der Regionen im bayrischen Peiting im Pfaffenwinkel.

Text: Lyn Gramenz


 

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