Omid Nouripour

Der „bundesAdler“

Gesicht des Vereins - Omid Nouripour

Steckbrief

Vorname: Omid
Nachname: Nouripour
Geburtstag: 18.06.1975
Abteilung: Fußball
Beruf: Politiker, Mitglied des Bundestags
Vereinsmitglied seit: 01.09.2006
Aufgaben im Verein: glühender Fan

Der Bundesadler muss den Berliner Luftraum mit einem Artgenossen teilen: mit dem Eintracht-Adler. Ende März 2012 wurde der „bundesAdler – Fanclub von Eintracht Frankfurt im Deutschen Bundestag“ gegründet – der erste seiner Art. Omid Nouripour ist eines der Gründungsmitglieder und aktueller Vorsitzender des Clubs.

Omid Nouripour wurde am 18. Juni 1975 in Teheran geboren. Im Alter von dreizehn Jahren kam er mit seinen Eltern und seiner Schwester aus dem Iran an den Main. Die Jahre in seiner neuen Heimat werden für den jungen Nouripour sehr abwechslungsreich. Nach der Schulzeit studierte Nouripour deutsche Philologie, Politik- und Rechtswissenschaft, Soziologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Während der Schul- und Studienzeit nimmt er diverse Jobs an: Hotel-Aushilfe, Zeitungsausträger, Bücherverkäufer, Küchenhilfe, Kellner, Museumswärter. Später wird er als Mitarbeiter von Europa- und Bundestagsabgeordneten sowie als Freier Mitarbeiter einer großen Frankfurter Tageszeitung tätig. Seit 1996 ist Nouripour bei Bündnis 90/Die Grünen aktiv.

Seit dem 21. Juni 2006 befindet sich Omid Nouripour als Teil der Fußball-Abteilung in unserer Mitgliederdatei. Exakt 72 Tage später, am 01. September 2006 wird er Mitglied des Bundestags. Seitdem pendelt er zwischen seiner beruflichen Arbeitsstätte Berlin und seiner Heimat Frankfurt. So oft es geht, besucht er Heimspiele „seiner“ Eintracht. Wenn er es nicht nach Hause schafft, bleibt er natürlich am Ball. Seine Eindrücke über die Lage von Eintracht Frankfurt schildert er gerne in seinem Blog des ‚Journal Frankfurt‘, dem „Bundesadler-Blog“ oder über seinen eigenen ‚youtube‘-Kanal. Um die Brücke zwischen Berlin und Hessen nun endgültig zu schlagen, hat er den Fanclub „bundesAdler – Fanclub von Eintracht Frankfurt im Deutschen Bundestag“ ins Leben gerufen. Der mittlerweile 40 Mitglieder starke EFC bietet dem 423 Kilometer entfernten Lieblingsclub die „uneingeschränkte Solidarität“, wie sich Nouripour des Altkanzlers Schröders Worte bedient. „Uns geht es um das „Gemeinschaftserlebnis Eintracht“. Aber wir wollen uns auch sozial engagieren: So haben wir das Benefizturnier „Fußballer und Fans helfen“, das am 2. Juni 2012 in Praunheim stattfand, unterstützt. Und nicht zuletzt wollen wir die öffentlichen Fußballdebatten, in denen es ja auch oft um Politik geht, begleiten“, so der 37-Jährige.

Als glühender Fan und Politiker ist es naheliegend, dass er sich mit der Pyrotechnik-Debatte auseinandersetzen musste: „Ich habe persönlich ein Problem damit, wie das Thema diskutiert wird: Wenn Johannes B. Kerner in seiner Talkshow eine Pyro an eine Puppe hält und sagt: ‚Seht nur, sie brennt. Das ist gefährlich!‘, dann sage ich: ‚Wenn ich die Puppe mit dem Auto über den Haufen fahre, dann ist das auch gefährlich.‘ So etwas hat mit einer sachlichen Debatte nichts zu tun.“

Beruflich kümmert sich der gebürtige Teheraner ebenfalls um Sicherheitsfragen. In der laufenden 17. Wahlperiode des Bundestages ist Omid Nouripour  Sprecher für Sicherheitspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Obmann im Verteidigungsausschuss.

Vor der Saison 2012/13 auf das sportliche Abschneiden der Profi-Fußballer gefragt, bleibt der Deutsch-Iraner in typischer Eintracht-Manier bodenständig: „Der großartige Sebastian Vettel hat gesagt, dass die Frankfurter in dieser Saison alle wegballern. Vettel ist ein großer, weiser Mann. Mein Kopf aber sagt: Wenn wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben, bin ich der glücklichste Mensch der Welt.“ Den Ausgang der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien gestaltet er in seinem eigenen „Bundesadler-Blog“ schon deutlich optimistischer: „Der Weltmeister 2014 steht fest - es ist Deutschland! Mit der Nominierung Sebastian Jungs hat der Bundestrainer endlich die Formel einer Weltmeistermannschaft komplettiert.“ Wir hätten nichts dagegen.