Oka Nikolov

Der Ewige

Oka Nikolov

Steckbrief

Vorname:Oka
Nachname:Nikolov
Geburtstag:25. Mai 1974
Abteilung:Fußball
Tätigkeiten im Verein:Torwart

Er ist immer da – der große, dunkelhaarige Junge, der fast täglich am Trainingsgelände der Profis anzutreffen ist. Aus respektvoller Ferne schaut er den Profis beim Training zu und saugt jedes noch so kleine Detail auf. Sein Trainer ist kein geringerer als Charly Körbel. Und der Name des damals 17-Jährigen ist Oka – Oka Nikolov.

Mehr als 20 Jahre und über 370 Bundesligaspiele absolvierte Oka im Eintracht-Trikot, er erlebte vier Aufstiege in die 1. Liga mit. Kein Zweifel: Oka Nikolov ist eine lebende Eintracht-Legende. Die Zeiten, in denen der junge Oka mit großen Augen zu den Profis aufsah, sind lange vorbei und dennoch erinnert er sich noch sehr gut an die Anfänge am Riederwald: „Ich war schon meist eine ganze Zeit vor meinem Training da, um noch bei den Profis zuzusehen und mir etwas abzuschauen“, erzählt er. „Es war damals schon bemerkenswert und auch aufregend. Die tollen Autos, die hier auf dem Gelände parkten, und dann trainierten wir noch teilweise parallel zu den Profis. Für einen Jugendspieler ist das eine tolle Motivation. Die Zeit hier war schon etwas Besonderes.“ Direkten Kontakt zu den Profis gab es damals allerdings noch nicht. „Mit den Spielern sprechen? Das hat man nicht gemacht. Es war eine andere Zeit. Dafür hatten wir viel zu viel Respekt“, erzählt Oka.

Wenn Oka an diese Zeit zurückdenkt, strahlt er. Man merkt, dass er an seinem Verein, in dem er fast sein ganzes Sportler-Leben verbracht hat, mit Leib und Seele hängt. Dabei hätte er in jungen Jahren beinahe den Geißbock auf der Brust getragen, denn das Fanherz des Torhüters schlug damals eigentlich für den 1. FC Köln. 

„Das erste Mal bin ich mit dem Verein in Berührung gekommen, als Charly Körbel, dem ich aufgefallen bin und der mich unbedingt haben wollte, mich mit ins Stadion zu den Profis genommen hat. Die haben damals gegen den HSV gespielt“, erzählt Oka. Auch wenn die Eintracht am 13. April 1991 mit 0:6 unter die Räder kam, hatte der Stadionbesuch doch etwas Gutes: Der talentierte Nachwuchstorhüter entschied, sich der Eintracht anzuschließen – und das, obwohl auch der 1. FC Köln an ihm interessiert war. „Da hätte ich ja aber ins Internat, weg von Zuhause, ziehen müssen“, erzählt er. Darauf hatte er keine Lust. Zum Glück für die Eintracht: Von 1991/92 bis 2012/13 war Oka dem Verein treu. Eine Herzensangelegenheit: „Mein Herz schlägt für Fußball und für Eintracht Frankfurt.“