Walter und Hannelore Kopf

Das Eintracht-Ehepaar

Ehepaar Kopf

Steckbrief

Vorname: Hannelore und Walter
Nachname: Kopf
Geburtstag: 08.03.1929 und 15.04.1932
Sportart: Tennis
Beruf: Pensionäre
Vereinsmitglied seit: 1953 und 1956

Schon in den 20er-Jahren wurde am alten Riederwald im Häuschen der Tennisabteilung so manche Nacht durchgetanzt und im Morgengrauen die Müdigkeit einfach bei einem flotten Match abgeschüttelt. Nach Ende des Krieges dauerte es jedoch noch bis 1954, ehe hinter dem neu gebauten Riederwaldstadion die ersten Tennisplätze eingeweiht werden konnten.

Ein Jahr später kam Hannelore, damals noch unter ihrem Mädchennamen Nadolney, zur Eintracht und begann auf den Plätzen am Riederwald Tennis zu spielen. Hier traf sie ab 1956 immer mal wieder einen jungen Mann: Walter Kopf war nach Beendigung seiner kaufmännischen Ausbildung nach England gegangen um die Sprache zu lernen und zu arbeiten. Dort hatte er in seiner Freizeit auch Tennis gespielt, deshalb suchte er nach seiner Rückkehr sogleich den Weg zur neu gegründeten Tennisabteilung der Eintracht.

Eintracht Frankfurt war damals einer der ersten Vereine, der sich eine Flutlichtanlage leistete. „Nachtspiele“ der Fußballer waren damals etwas ganz Besonderes und an einem dieser magischen Abende hat es zwischen Walter und Hannelore dann endgültig gefunkt. In der Folgezeit sah man die beiden dann immer öfter gemeinsam auf dem Tennisplatz. 1960 läuteten die Hochzeitsglocken, zwei Jahre später kam mit Kerstin die erste Tochter. Es folgte Sohn Armin, der in die Fußstapfen der Eltern trat und 1988/89 Deutscher Meister im Hallendoppel wurde.

Bis heute sind die Kopfs der Eintracht verbunden. 2008 waren Walter und Hannelore bei der Abrissparty am alten Riederwald. Hier, wo sich die beiden vor mehr als 50 Jahren kennen und lieben lernten, wurden sie doch ein wenig wehmütig. „Man trifft nicht mehr viele aus der alten Clique. Aber die Fußballer der Meistermannschaft waren da, mit denen war es ganz toll. Die Spieler kennen wir ja alle noch aus der gemeinsamen Zeit am Riederwald, da wurden viele Erinnerungen wieder wach." So wurde der Abschiedsabend am Riederwald ein Wiedersehen mit zahlreichen Geschichten und Anekdoten.