Björn Keske

Der FuFA-Samariter

Björn Keske

Steckbrief

Vorname: Björn
Nachname: Keske
Abteilung: Fan- und Förder
Vereinsmitglied seit: 01.08.2008

„Hier bin ich nie alleine“


Nord-östlich von Heidenheim liegt die kleine Gemeinde Maihingen. Dort hält er die Eintracht-Fahne hoch: Björn Keske. Seit 1986 ist er bereits Eintracht-Fan, vor allem, weil der Verein für ihn wie eine große Familie sei. Und das nicht nur, weil er bei einem Auswärtsspiel seine Frau kennen- und lieben gelernt hat.

Viele Höhen und Tiefen hat Keske in fast 30 Jahren Eintracht schon erlebt. Ein einziges, besonderes Ereignis auszuwählen fällt ihm schwer. „Für mich gibt es viele Momente, an die ich mich gerne zurück erinnere“, berichtet der 39-Jährige. Ins Gedächtnis gebrannt habe sich vor allem das 5:1 gegen Kaiserslautern am 29. Mai 1999. „Für jeden der dabei war, ist das auch heute noch ein absolutes Highlight“, so Keske, der ein wenig nostalgisch wird. Aber auch die Reisen nach Porto oder Bordeaux seien einzigartige Momente. Aus privater Sicht hat sich mit der Auswärtsfahrt nach Wolfsburg im Jahr 2011 einiges geändert: Auf dieser Fahrt lernte er seine heutige Frau Katharina kennen.

Zu den Heimspielen unserer Eintracht fährt er rund 250 Kilometer – einfache Strecke. Zum Glück, so sagt er, müsse er sich nicht entscheiden, ob er zum Fußball fährt oder Zeit mit seiner Familie verbringt. Mit seiner Frau und den beiden Kindern Nina (5) und Finn (2) geht es aus Maihingen nach Frankfurt. Gemeinsam eine solche Leidenschaft zu teilen, macht den Familienvater stolz. Auch die kleine Nina hat der Eintracht-Virus schon gepackt: „Meine Tochter lässt zum Glück den Bayern-Einfluss im Kindergarten links liegen und läuft mit ihrer Eintracht-Mütze glücklich herum“, berichtet der Familienvater lachend.

Wie bei vielen anderen Eintracht-Anhängern auch, waren es die familiären Prägungen, die Björn Keske zur Eintracht gebracht haben. Bei seinem ersten Stadionbesuch mit seinem Vater war er sofort begeistert und kam immer wieder. Während der gebürtige Rheinland-Pfälzer in seiner Kindheit viele FCK-Fans um sich herum hatte, suchte er schnell den Anschluss an die Fangemeinde der Eintracht. Seit 2008 ist er Mitglied in der Fan- und Förderabteilung, über eine Online-Plattform war er damals auf das Vereinsangebot aufmerksam geworden. Dass er seitdem der Abteilung beispielsweise auch bei Veranstaltungen regelmäßig ehrenamtlich unter die Arme greift, ist für ihn selbstverständlich.

Dass er eine solch enge Verbindung im Fußball finden würde, hätte er nie gedacht. „Ich kam alleine zur Eintracht und habe direkt Anschluss gefunden. Auch bei meinen ersten FuFA-Auswärtsfahrten mit Übernachtung - ich war nie alleine“, erzählt der Bankkaufmann. „Ich kannte anfangs wirklich niemanden, heute kann ich nicht ins Stadion gehen ohne an jeder Ecke jemanden zu treffen, den ich kenne. Unser Vereinspräsident Peter Fischer sagt das immer so schön: Die Eintracht ist eben eine große Familie.“

So trägt Keske mit Stolz auch in seiner Wahlheimat in Bayern den Adler auf der Brust. Befallen vom Eintracht-Virus, von dem er seit 1986 nie wieder genesen ist und ihn heute auch gar nicht mehr missen möchte. Getreu dem Motto: „Einmal Adler, immer Adler!“

Text: Ann-Kathrin Ernst