Abdelilah el karouia

Der Boxer

Abdelilah El karouia

Steckbrief

Vorname: Abdelilah
Nachname: El karouia
Geburtstag: 22.09.1985
Abteilung: Boxen
Beruf: Speditionskaufmann
Vereinsmitglied seit: 2011

Da Abdelilah El karouia als Kind um die Ecke der Eintracht Frankfurt Turnabteilung im „Oeder Weg“ lebte, war es nicht verwunderlich, dass er dort seine sportliche Laufbahn startete. Sein älterer Bruder Azzedine nahm ihn vor elf Jahren mit zum Boxtraining und so entdeckte er seine Leidenschaft und sein Talent für den Kampfsport.

Mit 15 Jahren absolvierte Abdelilah seinen ersten Box-Wettkampf und darauf folgten viele mehr. Um sich fit zu halten, trainiert er in der Regel drei- bis viermal pro Woche. Eineinhalb Monate vor einem Wettkampf steigert er sein Training auf sechs Einheiten pro Woche. Seine Kampfstatistik ist beeindruckend: In 31 Kämpfen holte er 27 Siege. Nach elf Jahren Schweiß und Blut denkt der zweifache Hessenpokalmeister über seinen Rücktritt nach. „Ich nehme mir noch ein Jahr, wenn ich mich dann für die Südwestdeutsche Meisterschaft qualifiziere, mache ich weiter, wenn nicht, höre ich auf“, erklärt der gelernte Speditionskaufmann. Doch ganz aufhören geht natürlich nicht. Wer einer Sportart so viele Jahre treu ist, wird sich immer damit beschäftigen. Für die Zeit nach seiner aktiven Boxlaufbahn möchte er als Trainer tätig sein und hat sich auch dafür schon hohe Ziele gesetzt: „Mein Bruder engagiert sich sehr für das Ansehen und Weiterkommen der Abteilung. Unser gemeinsames Ziel ist es, in Zukunft eine eigene Bundesliga-Mannschaft für Eintracht Frankfurt aufzustellen“, erzählt Abdelilah.
Einen seiner schönsten Momente erlebte er im Jahr 2004, als er gemeinsam mit seinem Bruder das Halbfinale der Hessenmeisterschaften in Groß Felda erreichte und beide durch einen K.o.-Sieg ihre Kämpfe gewinnen konnten. „Es war schon etwas Besonderes, dass uns beiden der Knock-Out gelang und wir zusammen in das jeweilige Finale eingezogen sind“, schwärmte er von dem Ereignis. Eine Woche später erkämpfte sich Abdelilah den Meistertitel und auch sein Bruder siegte zwei Wochen später im Finale. Aber auch lustige Momente prägten die Jahre in der Boxabteilung.  Lachend denkt er an die Zeit zurück, als sein Trainer fünf Jahre lang auf jeder Reise, nur drei Lieder in der Dauerschleife spielte. „Auf einer Autofahrt von drei Stunden kann das schon ein bisschen anstrengend werden“, berichtet er mit einem Lächeln auf den Lippen. Bei dem Lied „Eye of the tiger“ will bis heute keine rechte Freude mehr aufkommen.
Auch wenn die Förderung der Boxabteilung nicht immer so gut war wie heute, ein Vereinswechsel kam für Abdelilah nie in Frage. Ein Grund dafür ist der Abteilungsleiter Karl Wiegand, der sich trotz seiner 80 Jahre immer noch für die Boxabteilung engagiert und die Sportler auf ihren Wettkämpfen begleitet. „Er lebt für das Boxen und damit lebt er für uns. Er hat eine große Vorbildfunktion für viele von uns“, bekräftigt der gebürtige Marokkaner. Außerdem hat er es nie über das Herz gebracht, seinen Verein zu verlassen: „Die Eintracht ist mein Anfang und mein Ende. Hier habe ich das Boxen gelernt und hier werde ich es beenden!“