Meilensteine

U23-EM: 3000-Meter-Hindernis-Gold Gesa Krause

13. Juli 2013

Die Leichtathletiksaison ist längst wieder in vollem Gange. Mittendrin im Wettkampftrubel wie gewohnt: Gesa Krause, die vor nicht einmal zwei Jahren endgültig die Schwelle vom Junioren- in den Erwachsenenbereich überschritt.

Nicht ohne den reibungslosen Übergang nochmals in goldenem Glanz erstrahlen zu lassen. Die Grenzen zwischen den „Kleinen“ und „Großen“ waren zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon fließend, siehe die WM-Teilnahme 2011 in Daegu oder den Olympia-Auftritt 2012 in London, wo die damalige Abiturientin jeweils unter den Top-Ten landete. Nicht zu vergessen auch die im selben Jahr bestrittene Europameisterschaft in Helsinki, als die Hindernisspezialistin über 3000 Meter das Treppchen nur um einen Platz verpasste.  Schon die Tatsache, dass die LG-Athletin während dieser frühen Karriere-Highlights weiterhin ihres Alters wegen berechtigt war, bei den Junioren mitzumischen, unterstrich ihren Status als Rohdiamant, für dessen Feinschliff sowohl bei der Eintracht als auch seit 2013 beim Deutschen Leichtathletik-Verband Wolfgang Heinig sorgen soll.

Mitte jenes Jahres fand denn auch die U-Laufbahn der damals 20-Jährigen ein standesgemäßes wie glorreiches Ende. Ähnlich dem Jahr zuvor rief erneut in Finnland die Suche nach Europas Besten, wenngleich nun im U23-Segment. Zudem ging Krause diesmal nicht in Helsinki, sondern im knapp 200 Kilometer entfernten Tampere an den Start. Und das aufgrund des weggefallenen Vorlaufs zwei Tage später als gedacht. Die erste Hürde Finaleinzug war somit kampflos überwunden. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit lag so zunächst auf den anderen Disziplinen – für die als Meldebeste angetretene Nachwuchshoffnung lediglich die Ruhe vor dem Sturm, wie sich am 13. Juli zeigen sollte. Kurz nach dem Start sahen sämtliche Konkurrentinnen nur noch die Hacken der gebürtigen Ehringshausenerin. Die beste und längste Sicht hatte noch das russische Duo Yekaterina Sokolenko und Evdokiya Bukina, ohne jedoch ernsthaftes Überholungspotenzial auszustrahlen. Zu konstant sprang und sprintete Krause über die vollen drei Kilometer zur goldbringenden Zeit von 9:38,91 Minuten und stellte zugleich einen neuen Mannschaftsrekord auf. Sokolenko (9:49,34) und Bukina (10:03,41) folgten ihr nach geraumer Zeit über die Ziellinie und aufs Siegerpodest.

Vier Monate später sowie etwa 13 Jahre nach ihren ersten Schritten auf der Tartanbahn des TV Dillenburg kam Gesa Krause im Rahmen des Deutschen-Presseballs als Anerkennung ihrer Leistungen gar in den Genuss des Nachwuchspreises „für herausragende Talente“. Es war die letzte Möglichkeit für die ehemalige Juniorin.

Foto: Philipp Pohle

 

Sehen Sie im Folgenden das Siegerinterview:

 


 

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