Meilensteine

Deutsche Siebenkampf-Meisterschaft Carolin Schäfer

25. August 2013

Längst ist Siebenkämpferin Carolin Schäfer in die Weltklasse vorgestoßen. Betrachten wir doch einmal eine der vorangegangenen Sprossen auf der Karriereleiter der einstigen Eintrachtlerin.

Wer kennt ihn nicht, den hochtalentierten Jungprofi, der schon zu Anfang seiner Karriere bei einem Spitzenverein unterkommt und mit – sagen wir – 21 Jahren den ersten nationalen Titel auf seiner Autogrammkarte vermerken darf, ob er nun zum Toptorjäger seiner Mannschaft avancierte oder nur den etablierten Stars die Schuhe putzen durfte. Wie auch immer, im Mannschaftssport welcher Ballgröße- und Form auch immer verteilt sich die Verantwortung für die Zielerreichung stets auf mehrere Akteure.

Ganz anders verhält sich dieses Prinzip beim Mehrkampf. Während beispielsweise beim Handball insgesamt sieben Athleten auch mal einen Leistungsabfall des Kollegen auffangen können, kehrt jene Leichtathletik-Disziplin dieses Prinzip komplett um: Ein(e) Athlet(in) für mehrere – bei den Damen sieben – Wettkampfarten. Eine, die in aus dieser zentralisierenden Mixtur als Deutsche Meisterin hervorging, ist die für Eintracht Frankfurt angetretene Carolin Schäfer.

Genau genommen war die damals 21-Jährige am letzten August-Wochenende 2013 nicht gänzlich alleine, folgten ihr doch seit der vorangegangenen U23-Europameisterschaft Rückenprobleme auf Schritt und Tritt. Was das 64-Kilogram-Leichtgewicht beim Finale in Lage dennoch nicht davon abhielt, sich nach 14,16 Sekunden im Hürdensprint gleich zum Auftakt an die Spitze zu setzen, nur um dies mit einer Hochsprunghöchstleistung von 1,72 Metern zu bestätigen. Solide danach ihre Darbietungen im Kugelstoßen und 200-Meter-Lauf. Über die Hälfte war geschafft.

Der darauffolgende Sonntag, 25. August, sollte vor allem der Verteidigung des längst erklommenen Gipfels dienen. Nachdem sich die 1,78-Meter-Frau auch im Weitsprung und Speerwurf keine Blöße gegeben hatte, ließ sie passend zum Meisterschafts- und gleichzeitigen Saisonfinish nochmals eine persönliche Saisonbestleistung folgen, als die in Bad Wildungen Gebürtige die 800 Meter in 2:22,91 Minuten zurücklegte, was zu einer Gesamtausbeute von 5804 Punkten führte, mit denen die damalige LG-Athletin die Leverkusenerin Anna Maiwald (5718) und Michelle Weitzel (5459) aus Regensburg hinter sich ließ.

Der Deutsche Meistertitel war für Schäfer gewissermaßen die Generalprobe und der Startschuss für internationale Ambitionen im Erwachsenenbereich. Schon im Folgejahr ließ die vormalige Nachwuchshoffnung bei den Europameisterschaften in Zürich aufhorchen, als nur 28 Zähler für eine Podestberechtigung fehlten.  

Foto: Eintracht Frankfurt Leichtathletik

 

Die detaillierten Ergebnisse der Deutschen Mehrkampfmeisterschaften 2013 finden Sie hier.


 

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