Meilensteine

Leichtathletik-EM: Gold Betty Heidler

30. Juli 2010

Zwischen zwei Bergen liegt meistens ein Tal. Dementsprechend war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass Betty Heidler nach ihrem vorläufigen Höhepunkt, dem WM-Sieg 2007 in Osaka, und dem darauf folgenden Leistungstief irgendwann das nächste Highlight folgen lassen würde. 2010 war es wieder soweit.

In jenem Jahr standen in Barcelona die Leichtathletik-Europameisterschaften vor der Tür und die Hammerwerferin reiste immerhin als amtierende Vize-Weltmeisterin nach Spanien. Somit galt sie automatisch als eine der Medaillenhoffnungen für Deutschland. Als am 30. Juli die Entscheidungen im Hammerwerfen anstanden, waren für die deutschen Leichtathleten bis dahin lediglich zwei Goldmedaillen verzeichnet worden. Abends sollte die dritte folgen.

Bereits mit ihrem zweiten Versuch sorgte die Frankfurterin für großes Erstaunen bei Publikum und Konkurrenz, als der Hammer bei 75,92 Metern einschlug. Ein Spaziergang wurde der Weg aufs Podest jedoch nicht. In Durchgang Nummer vier pirschte sich die Titelverteidigerin Tatjana Lysenko mit 75,65 Metern an die Führende heran. Betty machte jedoch keine Kompromisse und konterte den Wurf der Russin im fünften Versuch mit beeindruckenden 76,38 Metern - ihre persönliche Saisonbestmarke. In der Folge vermochten weder Lysenko noch die amtierende Weltmeister- und Rekordhalterin auch nur die zweitbeste Marke der Eintracht-Athletin zu überbieten. Die Polin landete mit 73,34 Metern auf Rang drei. Heidler hingegen durfte ihre zweite Goldmedaille bejubeln. Der nächste Gipfel war erklommen.

 

Foto: Iris Hensel


 

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