Meilensteine

U20-WM-Gold Carolin Schäfer

13. Juli 2008

Erst mit dem Jahreswechsel kehrte Leichtathletin Carolin Schäfer nach langjähriger LG-Zugehörigkeit zu ihrem Heimatverein TV Friedrichstein zurück. Diesen hatte die Nachwuchshoffnung Ende 2008 gen Frankfurt verlassen, um sich bei der Eintracht optimal weiterentwickeln zu können.

Bereits Monate zuvor hatte die heutige 1,78-Meter-Frau den Schritt in ein Frankfurter Sportinternat vollzogen, um den Spagat zwischen Ausbildung und Leistungssport einfacher meistern zu können. Die Ambitionen, früher oder später im Spitzenbereich mitwirken zu können, waren alles andere als unbegründet, galt die damals erst 16-Jährige spätestens seit ihrem Triumph bei der U20-Weltmeisterschaft als das Versprechen für die deutsche Leichtathletik-Zukunft.

Im polnischen Bydgoszcz mischte das aktuell 64-Kilogramm-Leichtgewicht die teilweise drei Jahre ältere Konkurrenz auf und setzte sich nach der vierten Disziplin, dem 200-Meter-Lauf, an die Spitze des Gesamttableaus, von wo sie sich nicht mehr verdrängen lassen sollte und nach dem finalen 800-Meter-Run im Zdzisław-Krzyszkowiak-Stadion die Sensation perfekt machte. Mit insgesamt 5833 Punkten verwies das Talent aus Bad Wildungen die Bulgarin Jana Maksimawa (5766) und die Estin Grit Šadeiko (5765) auf die Plätze.

So überraschend der Coup auch anmutete, war er letztlich der vorläufige Gipfel eines schon im Vorjahr gestarteten Aufstiegs. 2007 nämlich sorgte die Polizeikommissaranwärterin mit dem Vize-Titel bei der U18-WM im tschechischen Ostrawa erstmals für internationales Aufsehen und ließ im Jahr darauf zwei Deutsche B-Jugend-Meistertitel im Fünf- wie im Siebenkampf folgen.

All jene frühen Erfolge dienten darüber hinaus als Bestätigung für die junge Athletin, die für sich und den Deutschen Leichtathletikverband richtige Entscheidung getroffen und einer möglichen Handballkarriere abgesagt zu haben. Genau, die Tür in die deutsche Auswahlmannschaft stand für Schäfer sperrangelweit offen, doch mit 14 Jahren gab sie dem Teamsport perspektivisch einen Korb. Gut so, denn andernfalls stünde bei jener U20-WM 2008 nicht die beste Gold-Bilanz seit der Wiedervereinigung zu Buche. Allgemein ließ die deutsche Auswahl in der Endabrechnung nur den USA den Vortritt und 181 weitere Nationen hinter sich.

Foto: Iris Hensel

 

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