Meilensteine

Deutscher Marathonrekord Irina Mikitenko

28. September 2008

Die Frankfurter Freude war immens, als Irina Mikitenko 2013 zurück zu ihren sportlichen Wurzeln, zurück zur Eintracht kehrte, wo sie zwischen 1999 und 2005 für Furore gesorgt hatte. Nun wolle die Langstreckenläuferin im Herbst ihrer Karriere eben diese an dem Ort ausklingen lassen, wo sie ihre ersten Erfolge feiern durfte.

Es waren freilich nicht die letzten, würde die 1,62-Meter-Frau während ihrer Laufbahn doch die eine oder andere Bestmarke aufstellen sollen. Den Höhepunkt dieser Rekord-Reihe stellte sicher die deutsche Allzeitbestzeit im Marathon dar, als die gebürtige Kasachin 2008 in der Hauptstadt ihrer neuen Heimat, Berlin, die 42,195 Kilometer in bis heute unerreichten 2:19:19 Stunden zurücklegte. Dies implizierte nebenbei den Einzug in die Riege der Top-Four-Marathonläuferinnen, die siebtbeste Leistung aller Zeiten sowie einen neuen Weltrekord in der Rubrik Weiblich 35. Ach ja, eine neue persönliche Bestleistung brachte dieser Triumph natürlich auch mit sich.

Dabei galt das 49-Kilogramm-Leichtgewicht viele Jahre als ausgewiesene 5000-Meter-Spezialistin. Erst 2005 fühlte sich Mikitenko mental bereit für die längste olympische Laufdisziplin und legte von nun an mehr denn je ihr Augenmerk darauf. Schon zwei Jahre nach dem Entschluss gab die zweifache Mutter ihr Debüt in Berlin und sorgte gleich für eine neue deutsche Bestzeit aller Premierenläuferinnen. Nach einem Abstecher nach London im April 2008 stand keine sechs Monate später erneut Deutschlands größte Metropole auf der Agenda. Der Ausgang ist bekannt.

Nach einem Vierteljahrhundert Langstreckenlaufgeschichte gab Irina Mikitenko im vergangenen Herbst das Ende ihrer aktiven Laufbahn bekannt. Im Leistungssport solle es das Ziel sein, sich weiter zu steigern, was nach ihrem Ermessen nicht mehr möglich wäre, lautete ihre einleuchtende Begründung vor den ARD-Mikrofonen (siehe Video unten). Es erscheint fraglich, ob es überhaupt jemand anderem gelingen sollte, jene Werte zu unterbieten.


Foto: Avda


Im Folgenden wie versprochen das Abschiedsinterview mit Irina Mikitenko:


 

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