Meilensteine

Erste Leichtathletik-Weltmeisterin Birgit Friedmann

Birgit Friedmann

16. August 1980

Waldstadion Frankfurt, 19. August 1980: Die Langstreckenläuferin Birgit Friedmann wird in der Halbzeit des Bundesligaspiels Eintracht Frankfurt gegen Arminia Bielefeld geehrt. Was war geschehen, dass die damals 1,67 Meter große Athletin im Laufe des Jahres unter anderem mit dem Silbernen Lorbeerblatt (weitere Träger: Fritz Walter, DFB-Team) ausgezeichnet wurde?

Die Antwort findet man in fünf Ziffern: 8:48,1 Minuten. Mit dieser Bestzeit sicherte sich das 53 Kilogramm-Leichtgewicht am 16. August 1980 in Sittard (Niederlande) den Weltmeistertitel im 3000-Meter-Lauf. Damit avancierte sie gleichzeitig zur ersten amtlichen Weltmeisterin der Leichtathletik. Zuvor galten die Olympischen Spiele als inoffizielle Weltmeisterschaften. Jene hatten kurz zuvor in Moskau stattgefunden – aufgrund eines Boykotts des Nationalen Olympischen Komitees ohne deutsche Beteiligung.

Deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass die Tochter eines Polizisten, der auch ihr Trainer war, trotz geringer Aussicht auf Olympia unermüdlich trainierte. Ebenso wie die Tatsache, dass sich Friedmann im Mai 1979 während der Hessischen Langstreckenmeisterschaften schwer verletzte und nur ein Jahr eben jenen Titel erringen konnte.

Neben ihrem sportlichen Werdegang studierte die Eintracht-Athletin außerdem ein Medizinstudium und darf sich mittlerweile Ärztin nennen.


 

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