Meilensteine

Deutsche Hallenmeisterschaft weibliche Hockey-Jugend

11. März 1979

Wer nach Erfolgsfaktoren für die konstante Präsenz von Eintracht Frankfurts Hockey-Damen in der Bundesliga fahndet, landet unweigerlich beim Thema Nachwuchsförderung, deren Erfolg sich an zahlreichen Titeln in der Vergangenheit belegen lässt. Als Initialzündung hierfür gilt die Deutsche Meisterschaft 1979.

Nicht erst seit gestern gehören die Hockey-Damen zu den sportlichen Aushängeschildern von Eintracht Frankfurt. Gerade in ihrer Paradedisziplin Hallenhockey sind sie - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - Abonnement-Gast in der Bundesliga. Auch in diesem Jahr behauptete sich das Team trotz enormer Verletzungsprobleme als fünfter seiner Staffel im Hockey-Oberhaus.

Mehr noch als Profi-Sportarten wie Fußball oder Basketball sind finanziell weniger potente Abteilungen wie eben die der Hockey-Athleten, die alles andere als hauptamtlich den Holzschläger schwingen, auf eine funktionierende Nachwuchsarbeit angewiesen. Als Beleg für die enge Verzahnung dient etwa die Tatsache, dass der höchste Mädchen-Jahrgang regelmäßig mit den Bundesliga-Damen trainiert.

Ob dies bereits im vergangenen Jahrtausend der Fall war, lässt sich nicht mit letzter Gewissheit sagen. Unabhängig davon ist es Fakt, dass die Frankfurterinnen seit Jahrzehnten von einem leistungsstarken Unterbau profitieren. Bis heute standen die Eintracht-Mädels neunmal im Finale um die Deutsche Meisterschaft, so oft wie sonst nur noch der RTHC Leverkusen und der 1. Hanauer THC. Aus vier der Endspiele gingen die Hessen letztlich als Sieger hervor – öfter gelang dies mit je sieben Triumphen lediglich den genannten Konkurrenten. Insbesondere in den ersten zehn Jahren seit Einführung der den deutschen Jugendmeister ermittelnden Endrunde 1969 machten Leverkusen und Hanau den Meister nahezu jedes Jahr unter sich aus.

Die Phalanx des Duos nachhaltig zu durchbrechen gelang erst der Eintracht am 11. März 1979, als die Mannschaft um Endrunden-Entdeckung Claudia Burgard den DHC Hannover im Finale mit 5:1 abfertigte. Dem vorausgegangen war ein knappes wie spannendes 4:3 im Halbfinale über Hannover 74. Unbewusst hatte sich der neue Titelträger nach der Endrunde in Ludwigsburg somit zum Schrecken der niedersächsischen Landeshauptstadt gemausert.

Zu der kollektiven Krönung gesellten sich außerdem noch zwei individuelle Auszeichnungen. Neben der besten Spielerin der Endrunde Burgard wurde Renate Demuth die Ehrung als beste Torhüterin zuteil. Es schien, als sei mit der ersten nationalen Errungenschaft der berühmte Knoten geplatzt, denn auch in den Folgejahren ging die Meisterschaft jeweils nur über die Eintracht, die 1980 und 1981 den Titel-Hattrick perfekt machte.

 

Die Meistermannschaft im Überblick: Marina Heckel, Claudia Burgard, Uschi Prusko, Beate Deininger, Renate Demuth, Edith Geipel, Anja Spieß, Daniela Turnwald u. a.

 

Foto: Eintracht Frankfurt Museum


 

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