Meilensteine

Jochen Bender: Weltrekord über 60 Meter

März 1963

Höher, weiter. Schneller. Die Leistungsfähigkeit von Spitzensportlern jeglichen Bereiches schießt seit Jahrzehnten in unermessliche Sphären. Nehmen wir unter Einbeziehung des letzten der eingangs aufgenommenen messbaren Faktoren das Beispiel Sprint.

Über fünf Jahrzehnte ist es her, da stellte der Eintracht-Athlet Jochen Bender in Berlin einen neuen Weltrekord über 60 Meter auf. Nun bekäme der gebürtige Frankfurter bei der zurückgelegten Zeit von 6,5 Sekunden in einer 30er-Zone schon 1963 Probleme mit den Ordnungshütern, entspricht seine Durchschnittsgeschwindigkeit doch 33,23 Stundenkilometern. Anno 2015 taucht Hans-Joachim, so sein eigentlicher Vorname, nicht einmal mehr in den Top 40 der Allzeitbestenliste der kürzesten Hallenstreckendisziplin auf, welche mittlerweile Maurice Greene anführt. Der US-Boy benötigte für die ehemalige olympische Disziplin 6,39 Sekunden, legte folglich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,80 Stundenkilometern an den Tag.

So kontinuierlich die Werte bis heute purzelten, so stringent war das Erklimmen der Weltspitze für den damals knapp 21-Jährigen. Angetrieben von der Motivation, irgendwann mit der Deutschen Auswahl auf Reisen zu gehen, erarbeitete sich das Talent in kürzester Zeit ein Level, das ihm 1962 zunächst die Deutsche und kurze Zeit später die Europäische Meisterschaft in der 4-mal-100-Meter-Staffel einbrachte. Waren diese noch als Gemeinschaftswerk errungen, verdankte Bender die Bestleistung im März des darauffolgenden Jahres ganz und gar allein sich selbst.


 

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