Meilensteine

Gründung der Volleyballabteilung

1961

1961 war schließlich auch das geschafft. Nachdem nach 30-jähriger Gründungsebbe in den 1950er Jahren die Basketball- sowie etwas später die Eisstockabteilung unter dem Dach von Eintracht Frankfurt entstanden waren und für die magische zweistellige Anzahl an Abteilungen sorgten, machten die Volleyballer Anfang des nächsten Jahrzehnts das Dutzend perfekt.

Dabei gerät oftmals in Vergessenheit, dass bei dieser Gründung keinesfalls die damaligen Vereinsoberen den entscheidenden Anstoß gaben. Vielmehr ging der erste Gedanke von nicht einmal zwei Handvoll Frankfurter Studenten beziehungsweise deren Mitstreitern aus. Eine kleine sportliche Studentenbewegung, wenn man so will. Und die ging wie folgt von statten:

Eine gewisse Zeit vor besagtem Vorhaben schlossen sich einige Frankfurter Studenten zusammen, um im Rahmen und zuzüglich ihrer akademischen Ausbildung dem Volleyball-Sport nachzueifern. Ein Hobby zwar, doch nicht ohne leistungs- und auch erfolgsorientierte Ansprüche. Das zeigte sich schon daran, dass sich der Universitätsmannschaft schnell „Externe“, sprich in der Mainmetropole Berufstätige, anschlossen. So weit, so problematisch; denn die Universitätsleitung sah es äußerst ungern, Nicht-Studierende an den universitären Trainingseinheiten teilnehmen zu lassen. Doch damit nicht genug. Schnell kam ein weiteres Dilemma zum Vorschein, da in den nicht unbedingt kurzen Semesterferien jeglicher Universitätssport ruhte. Somit fehlten schlicht die Bedingungen, um die Hallensportart zu praktizieren.

Weil auch im näheren Umfeld keinerlei vergleichbare Angebote existierten, wendeten sich die betroffenen Leidtragenden eines Tages, genauer am 14. März 1961, an Rudolf Gramlich, seinerzeit Vereinsvorsitzender und Präsident der Eintracht. In einem Briefschreiben erläuterten sie ihre Beweggründe, unter den Flügeln des Adlers eine weitere Abteilung einzurichten. Gleichzeitig hatten die designierten Gründungsväter ihre Hausaufgaben gemacht. Acht bis zehn Spieler würden umgehend am Trainingsbetrieb teilnehmen. Dieser solle zunächst zwei bis vier Stunden pro Woche umfassen und auch ein Trainer stünde hierfür bereits parat. Einzig an Trainingsmöglichkeiten mangele es.

Nach kurzer Bedenkzeit stimmten Gramlich & Co. diesem Anliegen zu – und sollten schneller als erwartet in ihrer Entscheidung bestätigt werden. Noch im selben Jahr errangen die Frankfurter Volleyballer die Hessische Meisterschaft. Die Volleyball-Abteilung war übrigens rückblickend die letzte neugegründete für beinahe vier Jahrzehnte und glich somit lange Zeit dem letzten entscheidenden Puzzleteil eines glanzvollen Gesamtgebildes.


 

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