Meilensteine

Gründung Basketballabteilung

4. Juni 1954

1954 war ein großes Jahr für Eintracht Frankfurt. In Alfred Pfaff stellte der Verein einen der ersten deutschen Fußballweltmeister - und mit der Eingliederung der Basketballer seine zehnte Abteilung vor.

Zum Einstieg eine Quizfrage, die möglicherweise ein klein wenig über den riederwäldischen Horizont hinausgeht: Was haben die Basketballabteilung von Eintracht Frankfurt und Hermann Gerland, derzeit Co-Trainer der Fußballer des FC Bayern, gemeinsam? Von der Tatsache abgesehen, dass bei beiden eine tierische Assoziation besteht – der Adler im Vereinswappen auf der einen, der „Tiger“ als Spitzname auf der anderen Seite – sticht vor allem der gemeinsame Geburtstag ins Auge. Sowohl die Frankfurter Korbjäger als auch der gebürtige Bochumer erblickten am 4. Juni 1954 das Licht der Welt.

Während letzterer nach seiner langjährigen Regionalliga-Tätigkeit mittlerweile in der Bundesliga angekommen ist, finden sich die Parkettkünstler aktuell in eben jener wieder. Der letztmalige Auftritt im Basketball-Oberhaus datiert aus dem Jahr 1980. In der Gesamtbetrachtung eine beeindruckende Entwicklung, hat diese doch weniger einen professionellen als vielmehr einen universitären Ursprung. Im Jahr 1949 nämlich schloss sich eine Gruppe Sportstudenten zusammen, um in einer regulären Punktspielrunde auf angemessenem Niveau und unter Wettkampfbedingungen ihrem Hobby nacheifern zu können. Nicht mal ein Jahr darauf trat der BC Frankfurt in der Oberliga Hessen an. Den Sport-Festlichkeiten folgte allerdings bald der große Kater, als sich während der Saison 1953/1954 Unstimmigkeiten innerhalb des Vereins ergaben. Also kehrten bald 15 Spieler auf einmal dem BC den Rücken zu, um sich gemeinsam unter dem Dach der Eintracht-Familie neu zu formieren. Entstanden war die damals zehnte Abteilung des Vereins – ganze 30  Jahre nach der letzten Neugründung durch die Tischtennisler. Mit Erfolg. Gleich in ihrer ersten Oberliga-Spielzeit mit Adler-Logo auf der Brust erreichte das Team um Kurt Kohl Platz fünf.

Erster wiederum – und das gleich weltweit – durfte sich Alfred Pfaff exakt einen Monat nach der Eingliederung der Basketballer nennen. Der Frankfurter Spielmacher vollbrachte mit der deutschen Fußballnationalmannschaft am 4. Juli das Wunder von Bern – eine vereinsinterne Verbindung, die vielleicht geläufiger erscheinen mag, als jene eingangs hergestellte...

 


 

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