Meilensteine

Tischtennis-Damen sind Deutscher Meister

1953

1953 war das Jahr der Premieren in der Sportgeschichte. Ann Davison überquerte als erste Einhandseglerin den Atlantik, Edmund Hillary und Tenzing Norgay bestiegen als erste Menschen den Mount Everest und Alberto Ascari verteidigte als erster Formel-1-Pilot seinen Gesamtsieg.

Was der Italiener kann, schaffen wir erst recht, dachten sich die Tischtennisdamen von Eintracht Frankfurt offensichtlich und feierten ihre zweite Deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Folge. In der Endrunde in Wuppertal verwiesen die Meistermädels Ilse Donath, Hilde Bußmann, Marianne Blumenstein, Erna Brell, Annemie Mann und Christel Bischoff ihre Kontrahentinnen aus Berlin, Hamburg sowie München auf die Plätze. Nach 1948 und dem Vorjahr war dies bereits der dritte Titel innerhalb kurzer Zeit. Ein Grund für die zunehmende Dominanz war die stetige Weiterentwicklung des Teams – auch auf personeller Ebene. Trotz maximalem Erfolg eine Saison zuvor trat 1952/1953 eine zum Drittel veränderte Mannschaft an. Neben der Kontante Donath, die schon bei der Meisterschaftspremiere 1948 den Schläger für die Eintracht schwang, waren lediglich Bußmann, Mann und Brell keine unbekannten Gesichter, während Blumenstein und Bischof für neue Impulse von außen sorgten. Im Nachhinein eindeutig die richtigen Entscheidungen, wie sich an vier weiteren Titeln ablesen lässt. Die Krönung folgte 1956 mit der Verleihung des Silbernen Lorbeerblatts. Die außerordentliche Bedeutung der für deutsche Sportler höchsten staatlichen Auszeichnung dürfte spätestens nach derselben Maßnahme für die deutsche Fußballnationalmannschaft für ihre Verdienste rund um den Weltmeistertitel 2014 unbestritten sein.

Das Bemerkenswerte im Zusammenhang mit diesem Exkurs: Bei der Verleihung drei Jahre nach dem dritten Titel gehörten mit Bußmann, Blumenstein, Mann und Bischoff immerhin noch vier Akteurinnen der Meistermannschaft 1953 an. Es scheint, als hätte sich damals ein kleines Dream Team gefunden gehabt.


 

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