Am 27. Oktober übergaben die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt das Riederwaldgelände in die Hände der Abrissfirma. Nach den Innenentkernungsarbeiten rücken die Abrissbagger mit ihren Abrissbirnen an und werden in kürzester Zeit all das zum Einsturz bringen, was über 50 Jahre zur Vereinsgegenwart gezählt hatte. Der Blick bei Eintracht Frankfurt ist jetzt aber nach vorne gerichtet: Auf dem Heimatgelände erhält Eintracht Frankfurt nach einer Bauzeit von 18 Monaten sein neues Geschäftsstellengebäude und damit ein modernes Vereinszentrum auf fortschrittlichstem Stand.
Für die Fußballer des Leistungszentrums werden optimale Trainingsbedingungen geschaffen, findet ihr ganzjähriger Trainings- und Sportbetrieb doch auf dem Sportgelände am Riederwald statt. Den Fußballnachwuchsspielern stehen dann mit der Medizinischen Abteilung, dem Kraftraum, einem Entmüdungsbecken und der Möglichkeit des Saunaganges alle Annehmlichkeiten zur Verfügung, die den Bedürfnissen eines Bundesligavereins würdig sind.
Nicht mehr wie bisher werden die Sportstätten des Vereins über das gesamte Stadtgebiet verteilt sein. Die Errichtung einer Dreifeldhalle gestattet den Hallensportlern, ihren Sport an einer zentralen Spielstätte direkt am Riederwald auszuüben. Die Zeiten, in denen sie für ihr Training quer durch Frankfurt fahren mussten, gehören dann endgültig der Vergangenheit an. Ebenfalls werden die von Eintracht Frankfurt bislang angemieteten städtischen Sporthallen auf diesem Wege entlastet, was wiederum für eine spürbare Bereicherung kleinerer Vereine sorgt, die sich erfolglos um Hallenzeiten in Großsporthallen bemüht haben.
Im mittleren Teil des geplanten Gebäudekomplexes befindet sich eine repräsentative Lobby mit Zugängen zu den Funktionsräumen der Halle, dem Gastronomiebereich und dem Verwaltungstrakt mit den neu gestalteten Büroräumen. Den Blickfang bildet der halbrunde, voll verglaste Fanshop, der in das Hauptgebäude integriert wird. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf 14 Millionen Euro.