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Rückblick Tradition zum Anfassen 15 "Ganz nah dran"

Mittwoch, 23. März 2011, 12:20

Live bei allen Übungseinheiten, im Trainingslager und bei allen Spielen dabei sein. Dabei immer die besten Plätze bekommen, um neue Informationen zu sammeln und Gerüchten auf den Grund zu gehen. Egal ob Trainerentlassung oder Transfer- Gerüchte: Kaum jemand hat so viel Einblick in das Innenleben der Fußballvereine wie Sportredakteure. Doch sehen auch die Journalisten selbst ihren Beruf als Traumjob an? Und wie gehen sie mit dem stets vorhandenen Zeit- und Informationsdruck um? Fragen wie diese beantworteten am vergangenen Donnerstag die Frankfurter Sportjournalisten Roland Palmert, Peppi Schmitt, Klaus Veit, Hartmut Scherzer, Ingo Durstewitz, Ralf Weitbrecht und Dieter Hochgesand.

Nach der Begrüßung durch Museumsleiter Matthias „Matze“ Thoma und dem FuFA-Abteilungsleiter Stefan Minden, eröffnete Moderator Axel – Beve – Hoffmann die Gesprächsrunde und ließ die anwesenden Sportreporter der Frankfurter Tageszeitungen zu Wort kommen.

«Damals war die Berichterstattung eine ganz andere als heute», sagte Peppi Schmitt. Auch Scherzer stieg in die Erinnerung an Früher mit ein. „Damals hat man noch mit der Schreibmaschine im Stadion gesessen und die eiligst erstellten Spielberichte per Telefon an die Redaktion übermittelt.“ Im Gegensatz dazu hat sich durch die Schnelllebigkeit des Internets die heutige Arbeitsweise vollkommen verändert. Heute sei es vielmehr so, dass sich je nach Brisanz des Themas Informationen beinahe minütlich überschlagen und dadurch auch ein ganz anderer Konkurrenzkampf herrsche als damals. Darin sind sich die Journalisten einig.

Für Klaus Veit ist diese Veränderung aber kein Grund zur Wehmut. Es ist und bleibe sein absoluter Traumberuf, auch wenn dies bedeutet, möglichst an vielen Orten gleichzeitig sein zu müssen und mit vielen Spätdiensten verbunden ist. Die Problematik des Jobs sehen er und seine Kollegen vielmehr in dem Versuch der absolut objektiven Berichterstattung. Zwar sei man bemüht, Beruf und Privates zu trennen, doch das eigene Herzblut fließt unweigerlich mit ein.

Das Glück als Erster an Informationen zu gelangen, wie beispielsweise über das Transfer-Gerücht von Caio, schreibt Bild-Redakteur Roland Palmert allerdings oftmals dem Zufall zu. „Manchmal hat man einfach Glück. Bei Caio war es so, dass mich ein Spieler XY anrief, weil er von mir wissen wollte, ob an dem Gerücht etwas dran ist. Bis dahin hatte ich davon noch nichts gehört.

Wir danken unseren Gästen, den Zuschauern und allen Mitarbeitern des Eintracht-Museums für den rundum gelungenen Abend.

 

 


 

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