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Rückblick Tradition zum Anfassen 13 "Fünf Jahre Liga Eins"

Dienstag, 21. September 2010, 16:57

Gemeinsam den Aufstieg geschafft

Teil 13 der Veranstaltungsreihe „Tradition zum Anfassen“, die gemeinsam vom Eintracht Frankfurt Museum und der Fan- und Förderabteilung organisiert wird, gab einen Rückblick auf die jüngere Vergangenheit der Frankfurter Eintracht: Andree Wiedener, Alex Schur und Markus Pröll blickten mit Moderator Axel – Beve – Hoffmann auf die Aufstiegssaison 2004/05 zurück.

Nach der Begrüßung durch Museumsleiter Matthias „Matze“ Thoma stellte FuFA-Abteilungsleiter Stefan Minden in seiner Einleitung fest: „Heute fühlen wir uns der 2. Liga so fern wie die Erde vom Mond weg ist.“
Mit etwas Verspätung konnte der Rückblick dann beginnen, auch Alex Schur traf in letzter Sekunde ein – wie damals, als er gegen Reutlingen in letzter Sekunde noch das Tor geschossen hat.

So ließen die vier die gesamte Saison Revue passieren: Begonnen mit dem Trainerwechsel von Reimann zu Funkel. Das hat besonders Andree Wiedener gefreut, denn vor der Saison wurde ihm ein Auflösungsvertrag angeboten, doch unter Funkel bekam er die gleiche Chance wie alle anderen auch. Der Wille zum direkten Wiederaufstieg war bei der ganzen Mannschaft da, und auch die Fans standen hinter den Spielern: „Nach dem Abstieg in Hamburg haben die Fans zur Mannschaft gesagt: „Wir müssen das zusammen schaffen“ – das war eine große Hilfe für uns“, erinnert sich Wiedener.
Wie immer geschmückt mit vielen internen Anekdoten erzählten sie viele Episoden aus der Saison: Unvergesslich das 4:4 im Essener Hexenkessel, das Spiel gegen Köln, in dem Lukas Podolski „weinend ausgewechselt wurde, weil er gegen Alex Vasoski keine Schnitte hatte“, die Negativhöhepunkte mit den zwei Niederlagen gegen LR Ahlen und die legendären Spiele gegen Aue (5:0) und dem letzten Spiel der Saison, dem 3:0 gegen Burghausen. Natürlich wurde auch an das Vertragschaos und die daraus resultierende Sperre für Chris erinnert. Aber Alex Schur meint dazu: „Ein Brasilianer ohne Hintergrundgeschichte ist kein echter Brasilianer“. Und Andree Wiedener fügt hinzu: „Welcher Pizza- oder Tapasbäcker oder Cocktailmixer in Brasilien einen Spieler unter Vertrag hat interessiert erstmal keinen deutschen Spieler.“

Neben dem damaligen Stand-By-Profi und unserem heutigen Torwarttrainer Andreas Menger, dem Balljungen aus dem Burghausen-Spiel (ein gewisser Marko Marin) oder den Vertragsverhandlungen mit Heribert Bruchhagen, die Alex Schur vorkamen, als verhandle ein Landesliga-Spieler mit Real Madrid, kamen aber auch die negativen Ereignisse der Saison zur Sprache: Die Polizeipräsenz im Block und der übertriebene Polizeieinstaz bei der Aufstiegsfeier in Alt-Sachsenhausen genauso wie der Kreuzbandriss von Alex Schur im Aue-Spiel. Den kann der heutige Trainer unserer U17 aber mittlerweile mit Humor nehmen: Als Beve Hoffmann bei der Anmoderation des Themas ernster wird meint der damalige Kapitän nur: „Du brauchst deine Stimme nicht zu senken, ich hab’s ja überlebt.“ Von einem „Fluch der Kapitänsbinde, der sich von Grabowski bis heute durch die Eintracht-Geschichte zieht, wollen die Spieler allerdings nichts wissen, auch wenn Markus Pröll die Binde scherzhaft in „Invalidenbinde“ umtauft.

In Beziehung auf die heutige Situation gibt die Saison 2004/05 Hoffnung: Denn auch damals ist man schlecht in die Spielzeit gestartet, aber auch damals schon haben Patrick Ochs, Chris, Benjamin Köhler, Alex Meier, Marco Russ, Oka Nikolov und Co die Wende geschafft.

Von: Thomas Nixdorf

 

 


 

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