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Eintracht Frankfurt trauert um Gert Trinklein

Donnerstag, 13. Juli 2017, 14:07

Eintracht Frankfurt trauert um Gert Trinklein, der in der Nacht vom 11. auf den 12. Juli im Alter von 68 Jahren verstorben ist.

Der gebürtige Frankfurter kam 1966 von Rot-Weiss Frankfurt zur Eintracht, für die er bis 1978 insgesamt 230 Bundesligaspiele absolvierte. In den Jahren 1974 und 1975 gewann Gert Trinklein mit der Eintracht den DFB-Pokal. Dabei unvergessen bleibt sein Traumtor zum 1:0 gegen den Hamburger SV im Finale 1974, als der Abwehrspieler eigentlich die strikte Anweisung erhalten hatte, in der eigenen Hälfte zu bleiben: „Der Trainer hatte mir verboten, die Mittellinie zu überqueren. Aber was sollte ich denn machen, wenn mich vom HSV keiner angreifen wollte?“, erinnerte sich Trinklein noch vor kurzem an die damaligen Anweisungen von Dietrich Weise.

1978 wechselte Gert Trinklein nach Offenbach. 1979 ging er für ein Jahr nach Amerika und spielte in 56 Spielen für Dallas Tornado. Nach Beckenbauer und Müller war Trinklein erst der dritte deutsche Fußballer, der als Profi in den USA kickte.

Auch nach seiner aktiven Karriere blieb Gert Trinklein der Eintracht verbunden, er war regelmäßig Gast bei den Spielen seiner SGE. Als selbständiger Kaufmann vermarktete er sehr erfolgreich Sportveranstaltungen. Dazu gehörte das traditionsreiche Frankfurter Hallenturnier, wodurch er auch geschäftlich mit Eintracht Frankfurt verbunden blieb. Die Politik war ein weiteres Betätigungsfeld Gert Trinkleins: Er war Mitglied im Präsidium der Stadtverordnetenversammlung, stellvertretender Fraktionsvorsitzender sowie sport- und umweltpolitischer Sprecher der FDP im Frankfurter Römer.

„Mit Gert Trinklein verliert Eintracht Frankfurt nicht nur einen großen Fußballer, sondern auch einen guten Freund und einen wichtigen Ratgeber“, zeigt sich Vereinspräsident Peter Fischer betroffen. „Gerade durch sein politisches Engagement war er immer auch ein Bindeglied zwischen dem Verein und der Stadt. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie.“

Von: Matthias Thoma


 

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